Evangelisation muss von einer angstgetriebenen Konversionsstrategie zu einer demütigen, erfahrungsbasierten Begegnung mit Gott werden, die die Würde und Freiheit des Einzelnen respektiert.
Der Text analysiert die historische und persönliche Entwicklung der Evangelisation in der Kreuzkirche Mainz, wobei zwei Gastgeberinnen unterschiedliche Erfahrungen schildern. Sigrid de Vries beschreibt ihre Kindheitserfahrung als 'geistlichen Missbrauch', geprägt durch Angst vor der Hölle und Druck zur Bekehrung. Reina de Vries erinnert sich an eine positive Begegnung bei einer Großveranstaltung, die sie als Einladung Gottes verstand. Der Moderator ergänzt seine eigene Erfahrung einer passiven, aber existenziellen Begegnung mit Gott am Lagerfeuer, die ohne direkten Druck stattfand. Die Diskussion kritisiert Formen der Verkündigung, die auf Angst und Konformitätsdruck basieren, und plädiert für eine Haltung der Demut und des Zuhörens. Es wird betont, dass Gott sich offenbart, ohne dass Menschen dies durch Druck erzwingen dürfen. Die Kernbotschaft ist, dass Evangelisation heute als Dienst an der Freiheit des anderen und als Antwort auf Gottes Initiative zu verstehen ist, nicht als Kontrolle.
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Hallo und schön, dass ihr wieder dabei seid hier bei Schwarzbrot. Jetzt beim zweiten Teil unserer Reihe zum Thema Mission, Evangelisation und Diakonie hier bei uns in der Kreuzkirche. Aber auch da draußen dürft ihr gerne das als Impulse mitnehmen. Wir haben letztes Mal über Missionen geredet und darüber, wie man das vielleicht anders verstehen kann, als es vielfach verstanden wurde. Und heute wollen wir einen Aspekt der Mission betrachten, nämlich die Evangelisation, das über Gott reden. Und dazu habe ich mir zwei sehr kompetente Leute hierher geholt. Wer seid ihr denn? Ich bin Sigrid de Vries. Und ich bin Reina de Vries. Wir haben vor sehr langer Zeit unsere Berufung in den vollzeitlichen Dienst gemeinsam erlebt. Und kommen weiter aus sehr, sehr eng christlichen Gemeinden. Deswegen ist mir das Thema, mir persönlich das Thema ganz, ganz wichtig, weil ich auf keinen Fall Evangelisation da wieder hin zurück will, wie es früher war. Mir geht es ähnlich. Auch wenn wir beide eine sehr unterschiedliche Wirkierungsgeschichte erlebt haben, vielleicht haben wir nachher Zeit auch ein bisschen was davon zu erzählen und euch alle mit mit hineinzunehmen. Ich wusste auch mein ganzes Dienst, mein ganzen Dienstjahre, was ich nicht wollte. Aber ich habe immer sehr stark dran gebastelt. Wie will ich es denn anders? Und da bastel ich ein Stück weit auch heute noch dran. Weil es nicht ganz so einfach ist, warum werden wir uns sicherlich zeigen. Ja. Du hast jetzt gesagt, ihr kommt aus einer bestimmten Richtung, in die ihr nicht zurück wollt. Was war denn das? Wie war denn Evangelisation früher? Da werde ich einfach mal mein Erlebnis erzählen. Das war eine Zelt-Evangelisation. Ich war knapp neun Jahre alt. Selbstverständlich waren wir tibnaabends dabei. Und der Evangelist hat dann mit der großen Pathos vorne bestanden und hat gesagt, der Herr ruft und er ruft maximal dreimal und es kann ein zu spät gehen. Und selbst wenn du dann später zu ihm hinkommen willst, dann ist es zu spät und du kannst nicht mehr zu ihm kommen. Und ich wusste, wenn man nicht zum Herrn kommen kann, du klein wie ich war, dann wartet Hölle und Teufel auf einen. Und Hölle und Teufel war einfach das, das mich als kleines Kind sehr, sehr unter Druck gesetzt hat schon. Das war eigentlich nach und nach ein richtiges Jahr größer als Jesus. Und so bin ich kleiner daz, dann nach vorne gelaufen, um damit zu zeigen, dass ich zu Gott kommen will. Und bin in Grunde genommen zwei Wochen später dann Kind geteilt worden. So will ich das heute sehen. Und ich habe eine Angstbekehrung und eine Kindertaufe erlebt. Vielleicht soll ich sagen, was wird im Elternhaus so kommen, denn du bist jetzt gerade nicht geprägt. Ja, mein Vater war schon Pastor. Mein Opa war Pastor. Und mein Vater hat auf diese Innenrichtung vertreten, aber noch viel schlimmer, der ist am Tag schon Onkel. Der hat diese Richtung viel stärker verbranzt. Du hattest also im Prinzip überhaupt keine Wahl, als dich zu bekehren? Nein, weil weil ja die Hölle gelauert hat. In dem Moment, ich hatte gedacht, er hat mich doch schon mindestens zweimal gerufen. Dann bleibt mir gar keine andere Wahl. Wenn ich nicht in der Hölle landen will, dann Teufel, dann muss ich jetzt nach vorne gehen. Und so hast du das Reden über Gott erlebt? Ja. Da muss man ganz einfach dazu sagen, ich rede heute vom geistlichen Missbrauch. Das ist ein Missbrauch am Menschen, wo wirklich viele Menschen Kindersäen schwer verletzt wurden. Und bis heute noch zu tun haben. Das habe ich viel in meiner Sehensorge erlebt, solche Menschen, die solche Verkündungen nicht bekommen haben. Und bis heute dran lag. Ja. Und wie ist das bei dir gewesen? Du bist ja auch über eine Evangelisationsveranstaltung zum Blauben gekommen. Ja, ja, da bin ich so gestolst drauf. Und bei einem großen Biogramm, der Name war ja das Maschinengewährgottes. Deutschland wurde so genannt. Dabei habe ich ihn gar nicht so sehr als Maschinengefähr erlebt. Diese Verkündung war für mich nicht angstmahnt. Ich bin auch in der Einung Christlichen Elternhaus groß geworden. Auch meine Vorfahren waren schon in der Baptistischen Gemeinde. Ich habe in Kohl gesungen mit 14 Jahren. Das war ein großer Kohl, 1000 Mann Kohl. Bei der Euro 70 in der Dortmande Westfalenhalle. Willi Rehm kam nach Deutschland für eine ganze Woche. Wir sagen in Kohl. Und nun kam jene Abend der Aufruf. Neben mir saß man die ganze Fetter, die ganze Verwandtschaft, im Tenor, im Supran etc. Und ich musste nun aufstehen, nach vorne geht. So war das ja. Wer sich jetzt bekehren wollte, musste dann nach vorne gehen. Ich weiß, er hat heute noch über Offenbarung 3,20 Besporen. Sie hier steht vor der Tür und klopft er an. Und so jemand auftut, zu dem werde ich einkehren mit ihm das Abendmahl. Das war ein schönes Bild. Und ich wusste genau, das will ich. Ich will nicht den Glauben meiner Eltern. Den wollte ich nicht. Denn den habe ich an vielen Stellen als heuchlerisch und als unecht erlebt. Aber diesen Jesus, den er da in der Predigt beschrieben hat und dann vor meiner Herzen zu hier steht und der wieder rein war mir. Das holte ich. Also da wusste ich damals schon sehr gut zu sagen, das will ich und das will ich nicht. Ja. Und da habt ihr quasi unterschiedliche Formen von Evangelisation erlebt. Eine sehr missbräuchliche Form und eine sehr positiv von ihr positiv aufgepasste Form. Und eigentlich von Außenbetrachtern liegt es wahrscheinlich gar nicht so weit auseinander. Aber es ist sehr unterschiedlich. Der Geist ist sehr unterschiedlich gewesen. Habe ich das gefühlt. Und ich habe eine dritte Form von Evangelisation erlebt. Viele Jahre nach euch wahrscheinlich, dass ich in einer Familie war und in einer Jugendgruppe von einer Kirche war und nicht gläubig war und einfach da sein durfte, dabei sein durfte. Und im Prinzip am Rande von Gott gehört hat. Und die haben über Gott geredet. Diese Familie hat über Gott geredet. Rückblickend würde ich vieles kritisieren, was sie geredet haben. Und auch was in dieser Jugendgruppe passiert ist, würde ich sehr, sehr vieles kritisieren. Aber das kam danach, nach meiner Bekehrung. Meine Bekehrung vorher war ich dabei war. Und weil Gott sich mir auch im Wart hat, aber ich war dabei. Die Möglichkeiten wurden geschaffen und es wurde ... Es wurde nicht auf mich eingeretet, sondern ich durfte einfach dabei sein. Und das war die Form von Evangelisation, die ich erlebt habe. Darum kommen kurze Nachfragen. Ihr sagt, es hat sich Gott offenbar. Ja. Lasst uns konkret werden. Ja, das ist wie immer. Ich war bei dieser Jugendgruppe dabei und wir hatten einen Feuer am Strand, so einen Lagerfeuer. Und ich war zu dem Zeitpunkt sehr militant, ateistisch, würde ich mal sagen. Aber ich war bei dieser Jugendgruppe angeschossen. Es war die zweite Woche, die ich da war. Es war ganz ... Ich wäre da wahrscheinlich nicht viel länger hingegangen. Und die saßen da um dieses Feuer und haben ihre Liedchen gesungen, was wir heute als Worship auch noch kennen. Ich wollte ein paar ... 15 Jahre her oder so. Und ich war am Rand und war so auch ... Irgendwann hört das sicherlich auch wieder auf, dann können wir wieder normal miteinander reden. Und war halt so ... Weil so am Rand ein Stückchen entfernt von denen auf einmal war Gott hinter mir. Hinter dir. Ja. Und ich wusste ... Ich kann seit diesem Moment nie wieder nicht wissen, dass Gott existiert. Und das verändert alles. Das hat in einem Moment alles verändert. Aber da war eigentlich kein Mensch beteiligt. Die Möglichkeiten waren vielleicht geschaffen, dadurch, dass ich in dieser Gruppe war, vor allem hatte ich danach Leute, die ich ansprechen konnte, die mir viel Mist erzählt haben, die mir aber auch viel erzählt haben, auf dem ich heute noch aufbaue. Also es war ein zweischneidiges Schwert. Aber die Gegebenheit war geschaffen. Und ich hatte um den Moment die Möglichkeit, das wahrzunehmen, dass Gott existiert. Ich bin das interessant. Weil es war also keine kognitive, rationale Überzeugungsarbeit an dir. Ja. Es war ein gefühlter Eindruck, den du sehr konkret erlebt hast. Und ich bin eigentlich ein sehr kognitiver Mensch. Meine Art zu glauben ist Theologie. Also wirklich die Wissenschaft, die das nachdenken, das Zerdenken auch von den Fragen. Aber in dem Moment war das überhaupt nicht das Ding. Und es war nicht, weil jemand auf mich eingeredet hat. Die Angst, die ich dann auch in dieser Gemeinde erlebt habe, das lässt sich nicht verschweigen, kam später, kam in dem, wie sie mich dann versucht haben, christlich zu erziehen. Aber in dem war eigentlich keine Angst. Oder vielleicht schon, weil wenn man nicht weiß, wer Gott ist, und ich hatte keine Ahnung, wer Gott ist. Alles, was ich wusst, ist, dass Gott perfekt ist. Und ich bin es nicht. Was hat schon Angst gemacht, würde ich sagen. Wofür's denn? Aber das war nicht das Hauptding. Aber du hattest dieses Grunderlebnis. Da hat Gott gewusst, dass du das brauchst, wo du dann nach und nach drauf aufbauen konntest. Ja. Und du wirst dir auch keiner wieder wegnehmen gucken. Ja. Gott hat sich mir offenbart, innerweise, egal was hinterher irgendjemand über mich gesagt hat. Und die Leute haben vieles über mich gesagt. Oder über Menschen wie mich. Egal was irgendjemand gesagt hat, Gott, könnten sie mir nicht wegnehmen. Ich hatte sein Ja zu dir gesagt. Genau. Würdest du so sagen, mit diesem Erlebnis hat Gott ein Ja zu mir gesagt. Würdest du diesen Moment als Bekehrung bezeichnen? In gewisser Weise. Es ist, also wenn nicht dieser Moment welcher dann, weil die Frage, ob es Gott gibt, hat sich mir danach nicht mehr gestellt. Nur noch kognitiv, aber nicht emotional. Dann müssen wir vielleicht einschieben, was denn Bekehrung eigentlich heißt. Metaneuer, griechisch, ist ja die Umkehr, die Korrektur meines Lebensweges. Oder Fingles von dem, was ich vorher war, wenn ich jetzt nicht mehr, Werte wechseln. Es fällt ja alles mit in diesen Metaneuer Begriff hinein. Ist denn so etwas dann bei der FBOR so eine Art Richtungswechsel? In meinem Denken, was Gott betrifft, ja, in diesem Moment. Und dann fing die Suche an. Was ist denn das, was Gott will, denn Gott von mir? Und da kam dann auch die Probleme auf, weil ich diese Fragen sehr, sehr, sehr, sehr, sehr konservativen Christen gestellt habe. Die hätten nämlich schon alle Fragen an Vokat. Die hatten auf jede Frage eine Antwort. Und sogar nicht bestellt auf Grund, vom Dasein, wahrscheinlich schon. Und manche von diesen Antworten, wie zum Beispiel Gott liebt dich, so wie du bist, war sehr gut für mich. Weil das war eine Erfahrung, die ich vorher nicht hatte, dass ich geliebt bin, wie ich bin. Die andere Seite der Medaille ist, dass es halt auch war, so wie du bist. Ich bin Queer, kommst du in die Hölle? Nein. Also es war dieser Zwiespalt. Das wurde so gedacht in der Gruppe? Genau, das wurde so gedacht. Die wussten nicht, dass ich Queer bin. Das heißt, sie haben das nicht auf mich spezif verzogen. Deswegen habe ich immer diesen Zuspruch gekommen. Gott liebt dich so, wie du bist. Gleichzeitig haben sie aber geredet über Menschen wie mich. In der Weise, Gott kann dich nicht lieben. Und Gott hat mich da zum Glück sehr drin gehalten in dieser Liebe. Gott sei Dank, denn für diesen Menschen, was denn auch noch, da gags ja dann nur die Hölle. Ja. Die Hölle ist das, womit immer dann nicht aktiv gedroht wurde, weil sie wussten es ja nicht, aber passiv war es schon sehr da. Also ich habe so ein bisschen beides erlebt. Auf der einen Seite das sehr positive Zuspruch, auf der anderen Seite das sehr negative, sehr angstmachende. Genau. Ja, Metaneuerumkehr. Das ist ein zutiefst dittischer Begriff, übrigens auch ein Begriff, den schon im Alpenstermint gibt. Das ist ja so, dass wir in der Hinkehr eine Hin-Zurückwendung auf Gott. Das ist ja... Auf Hebräisch-Schuf wurde das genannt. Ja. Und das ist eine Hinwendung zu dem Gott der Zurückwirkung, zur Gerechtigkeit unter den Menschen. Ja. Ja, und Amos, die Sozialkritik, ja. Ich kann eure Gottesdienste nicht mehr hören, wenn ihr die Reichen werden reicher und die Armen werden ärmer. Das ist ja ganz aktuell, ne? Ja. Und die gab es schon im Alpenstermint. Und ich meine, selbst ganz am Anfang, ich weiß nicht, ob es dieses Wort ist, was mit dem keinen beschrieben wird, aber er wendet sich ab, wenn man diesen Text sieht, kein wendet sich ab. Und Gott sagt, warum wendest du dich ab? Und kann nicht abends die Geschichte, die eine grundlegende Veränderung in der Menschheit darstellt, eine gegen die Schwachen, eine Veränderung weg von Gott und das Abwenden von Gott ist da das essentielle, was das Böse bringt. Das Problem bringt. Ich wollte das Abwenden von Gott ja immer gleich auf einen Abwenden vom Menschen ist. Ja und sich einen Zuwenden zu besitzen, zu Reichtum zu machen. Zum selber tun. Und das wurde viel missbraucht, wenn du dich abwendest dann, aber so ist die Geschichte gar nicht dargestellt. Ja genau, zu unserem Erlebnis gehört dir dann auch, mit unserer Bekehrung war jetzt ganz klar, was ich als Christ nicht mehr darf, darf nicht rauchen, nicht trinken, keine Wirtschaft gehen, aber nicht ins Kino. Das war für uns. Das Fein, dass sich zum Tanz bewegt. Kein Sex vor Erwärmung. Das war in den Kreisen, den wir uns bewegten, schon ganz klar. Vorher, nachher muss ganz deutlich und konkret werden. So und aus dieser Geschichte kommen wir auch, wir müssen gucken, das ist etwas furchtbar Angstmahendes, denn wenn ich dann doch mal hingegangen bin, das ist jetzt mit mir. Ja. Und auch die Frage, ist eine Bekehrung eine einmalige Sache oder ist das eine immer wiederkehrende Sache? Das spielt ja alles damit hinein. Wäre ich meine Bekehrung verlustig oder meiner Taufe auch verlustig? Und wenn ich jetzt doch wieder Dinge tue, die eigentlich nach der Liste nicht zu tun darf? Nicht zu tun sind. Und da habe ich über die Jahre Paulus sehr zu schätzen gelernt, wie er darüber spricht, dass er sagt, ich mache auch nicht alles richtig. Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach, der umgangssprachliche Spruch schon passt, aber das ist das, was er meint. Dass er an Gott glaubt, dass er für Gott unterwegs ist, ist Jesus begegnet, er glaubt das und trotzdem macht er nicht alles richtig. Und gleichzeitig ist Paulus aber auch jemand, der ganz stark dieses Weg geht von dieser Gesetzlichkeit möchte ich fast sagen, von diesem, wenn du das machst, dann dieser Rückschluss, der ist bei Paulus kaum vorhanden, sondern an ganz vielen Stellen ist er so, wenn das dafür sorgt, dass du dich von Gott entfernst, dass du von Gott wegschauest, dann macht das nicht. Aber wenn das deine Gottesbeziehung nicht beeinflusst, Opfer, Fleisch, Essen in seinem Fall, zum Beispiel Festtage, diese Sachen, wenn das deine Beziehung zu Gott nicht beeinträchtigt, dann ist alles erlaubt. Ich reinde glaube, ja, das ist Gott sei Dank, dass du dich gerne im Laufe der Jahre, im Laufe der Jahre auch finden durfte und ich möchte einfach weiter Menschen ersparen, dass sie diesen schlimmen Vorlauf haben. Ich beobachte zwar, dass Gemeinden, die mit diesem Druck arbeiten, dass sie schneller wachsen, aber ich bin mir sicher, dass dann auch viele von den Christen, die, ja, die es denn da gibt, halt auch so viele, viele Jahre an Aufarbeitung brauchen oder vielleicht auch nie zu einem beschreitenen und sprühlichen Lauden kommen. Heute im Gottesdienst wurde es ja so gesagt, Haufl ist ein Doppelpunkt, da geht es eigentlich erst los, das ist kein Schlusspunkt, sondern es ist ein Doppelpunkt, da geht es eigentlich erst los. Die erste These, Martin Luthers, hieß ja, das Christenleben ist ein täglich Busel. Das heißt, das gehört dazu mit der Gewissheit allerdings, ich bin einfach vom Gott, vom Christus geliebtes Kind Gottes. Das muss die Grundlage sein. Vielleicht wäre es an dieser Stelle hilfreich, ganz kurz, diesen Schnelldurchgang durch die Kirchengeschichte, denn Bekehrung gibt es ja schon in der Bibel, ja, die Gäste, Menschen, die zum Glauben kamen, Apostelgeschichte 2, 42, sie kamen täglich zusammen, feierten das Abendmahl, das heißt, sie ersten zusammen Abendbrot, lehrten und so weiter und täglich kamen Menschen hinzu, weil die überzeugt waren vom Lebenstil dieser ersten Christen, die völlig anders lebten, mit Werten, die auf Christus zurückgingen und das überzeugte. Das müssen wir uns gleich im Hintergrund behalten, denn das ist etwas, wo ich denke, wir unbedingt wieder zurückmisten. Leben teilen, Leben teilen, begeistert sein von dem, was man tut und das halt auch als Grundlage des Nebens nehmen. Das heißt, nicht alles richtig machen. Im 9. Dezember, das müssen wir auch wissen, geht Bekehrung auf eine wirkliche Umkehr, Weckkehr von den Götzen. Es war eine Bekehrung zu Jesus Christus, aber damit auch eine Abkehr vom Götzen glauben. Ist es ja heute auch noch? Ist es in gewissen Sinne heute auch noch, wenn es denn auch so, ich hätte gesagt, wer bar rüber kommt in der Verkündigung, benannt wird auch. Aber das war im 1. Jahrhundert ganz deutlich. Und dann kam im 4. Jahrhundert der Staatschristentum, konstantinische Wende, plötzlich waren alle im römischen Reich Christend. Man wurde schon quasi als Christ geboren. Wenn ich verkündige, in welche Richtung verkündige ich denn eigentlich, denn ich spreche ja Christen an, die Perimurtchristen sind. Kann man da noch evangelisieren? Ja, eben. Und wenn sich jemand bekehrte, wozu bekehrte sie? Und da formte sich das Mönchstum raus. Man bekehrte sich jetzt zum Mönchstum, also zu einer besonderen Liga innerhalb des Christentums. Allgemeines Christentum, die nehmen quasi Säkular. Aber wenn ich wirklich Christus nachvorgeholt, dann muss ich mich zum Mönchstum gegrügt. Eine furchtbare Irrweg in der Christenart, die uns bis heute belastet. Wobei aus dem Mönchstum auf viel Gutes Erwachsen ist, viel Diakonie vor allem. Das will ich gar nicht in Frage stellen. Was die Evangelisation oder die Rangordnung anging, war das natürlich kein Schritt, den man gehen muss. Die einen Christen sind besser als die anderen. Das ist ja genau das, was Jesus eigentlich nicht wollte. Ja genau. Konkeschell zur Reformation, Martin Luther, war ja Mönch. Und er hatte ein Missverhältnis zum Mönchstum. Da wollte er gar nicht mehr hin zurück. Er selbst nannte es als ein Irrweg in der Geltengeschichte. Und der Betramptarzt des Mönchstums als Werkgerechtigkeit. Also das Tun des Menschen, um gerettet zu werden. Das heißt, er sagte, das war seine allererste These. Das Christenleben war für ihn eine dauerhafte Bekehrung tägliche Neuginwendung zu Christus. Und jetzt zum Schnelldurchgang, 17.1800, die sogenannten Erweckungsbewegungen, Piatismus und auch der Methodismus, die wollten zurück zum Anfang, zum Anfang im 9. Testament. Sie wollten Menschen umkehren von ihrem falschen Weg zum richtigen Weg. Und Zeichen dafür ist die Bekehrung. Und hier rückt die Taufe in den Hintergrund. Die sagten, Bekehrung ist das Zeichen für echtes Christsein. Und das sieht so aus, wenn du dich bekehrt hast, folgt hinter dir eine Abkehr vom weltlichen Leben. Das ging bis dahin, dass zu der damaligen Zeit niemand mit der Eisenbahn fahren durchte. Der wurde aus der Gemeinde entlastet. Und Gott gewollte, dass wir mit der Eisenbahn fahren, weil der uns Räder gegeben hat. Genau, ich hab block gehört, damit ich mich höhlen. Das hat dann das Chorillerausmaße. Und in dem Methodismus, da wurde nach vorne gerufen. Also ein Bekehrungsaufruf, so wurde nach vorne gerufen auf eine Büßer lang. Und dort wurde dann Musilital und derjenige, das tat, war dann Christ. Und das ging dann soweit, dass in den Brüdergemeinden nicht mehr die Taufe Mitgliedschaft zur Gemeinde bedeutete, sondern dass die Teilnahme am Abend war. Wenn du ein echtes, gutes Christsandernentag legst, legt das, wurdest du zugelassen zum Abend. Das war die Zulassung zur Gemeindezügigkeit. Und dann sind das aber die Menschen, die entscheiden, was ein guter Christ ist. Genau das. Du kommtest du auch nach ausgeschlossen werden vom Abend. Genau. Und dann ist es nicht mehr Gott, der entscheidet. Dann ist es eben nicht mehr dieses, du bist einfach ein