MATOT-MASSEJ
Die torarechtliche Abhängigkeit weiblicher Gelübde vom Vater oder Ehemann widerspricht dem jüdischen Grundsatz der unmittelbaren Gottesbeziehung ohne Vermittler und muss überwunden werden.
Bei dieser klaren Festlegung, dass nur der Mann eine autonome, direkte Verbindung mit Gott aufnehmen kann, die Frau aber von seiner Zustimmung abhängig ist, ob sie vor dem Ewigen ein Gelübde ablegt, kann man zu dem Schluss kommen und zynisch sagen: Gott ist offenbar der Gott der Männer, und die Männer sind die Götter der Frauen.
Der Text erläutert den Wochenabschnitt Matot-Massej mit Schwerpunkt auf den torarechtlichen Bestimmungen zu Gelübden von Frauen. Er zeigt, dass Gelübde von Frauen, die im Haus des Vaters oder Ehemannes leben, von deren Bestätigung oder Auflösung abhängen. Der Autor stellt fest, dass eine Frau ein Gelübde nicht gegen den Willen ihres Ehemannes durchsetzen kann und zur Scheidung gezwungen wäre, um es zu halten. Er kritisiert, dass die Tora nur dem Mann eine autonome, direkte Verbindung mit Gott zuschreibt. Der Text fragt, ob es dem Judentum gelungen ist, die geschlechtsspezifische Kluft zu überwinden und Frauen einen unabhängigen Zugang zu Gott zu ermöglichen. Er fordert, dass Frauen nicht mehr hinter Trennwänden in der Synagoge sitzen sollen und selbstständig eine Verbindung zu Gott aufnehmen dürfen. Der Text verweist auf die jüdische Einsicht, dass zwischen jedem Einzelnen und Gott kein Vermittler stehen soll.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Ausbeutung, Unterdrückung, ungleiche Verhältnisse
- Wo sitzt das Übel?
- in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
- Was hilft dagegen?
- gerechte gesellschaftliche oder politische Verhältnisse; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
- es wird besser, Entwicklung zum Guten
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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A Thousand Words – September 10 2026
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Wozu der Text aufruft
- Die Kluft zwischen Frauen und Männern überwinden (gesellschaftlich)
- Frauen einen unabhängigen Zugang zu Gott ermöglichen (gesellschaftlich)
- Trennwände in der Synagoge abschaffen (rituell)
Genannte Stellen
4. Buch Mose 30,1-2 · 1. Buch Mose 28,20-22 · 1. Samuel 1,11 · Mischle 20,25 · 5. Buch Mose 23,22-24 · Tehilim 50,14 · Kohelet 5,3-5 · 4. Buch Mose 30,14
Gemessen
- Grundhaltung
- -1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1