Orthodox · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Der „Karneval des Bösen“ steht vor der Tür
ohne Namen ·
Analogion – orthodoxes Lesepult ·
2021-10-27
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Fürsorge · tragend
Wissen
Halloween ist in seiner heutigen Form neuheidnisch und steht im Widerspruch zur christlichen Botschaft der Auferstehung, weshalb Eltern ihre Kinder davor schützen und stattdessen christliche Alternativen anbieten sollten.
Das in der heutigen Form neuheidnische Halloweenfest stellt christliche Eltern und Religionslehrer alle Jahre wieder auf die Probe
Der Text behandelt Halloween aus orthodox-christlicher Perspektive und bezeichnet es als neuheidnisch. Er argumentiert, dass Halloween mit der christlichen Botschaft der Auferstehung nichts zu tun habe. Der Autor verweist auf den Druck, den Halloween in Schulen ausübt, und zitiert einen Musterbrief der Russischen Kirche im Ausland (ROKA), mit dem Eltern die Teilnahme ihrer Kinder an Halloween-Aktivitäten untersagen können. Gleichzeitig werden praktische Vorschläge aus Mexiko vorgestellt, die Halloween christlich umdeuten, etwa durch Heiligenkostüme oder Heiligenbildchen. Der Text richtet sich an Eltern und Religionslehrer, die Kinder im Glauben begleiten wollen. Er verbindet theologische Argumentation mit konkreten Handlungsempfehlungen für den Alltag.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr (erschlossen)
- Wo sitzt das Übel?
-
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
-
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
es wird schlechter, eine Ordnung geht zu Ende (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt (erschlossen)
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Kinder über die Inkompatibilität von Halloween mit dem christlichen Glauben aufklären (zwischenmenschlich)
- Die Teilnahme des Kindes an Halloween-Aktivitäten in der Schule untersagen (gesellschaftlich)
- Heiligenkostüme und Heiligenbildchen als Alternative anbieten (rituell)
Gemessen
- Grundhaltung
- -1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 2 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 2 von 3, benannt: Halloween-Feiernde und deren Kommerz
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Der „Karneval des Bösen“ steht vor der Tür
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Der „Karneval des Bösen“ steht vor der Tür
Veröffentlicht am 27. Oktober 2021 30. Oktober 2021 von Raphael
Was Eltern mit Blick auf Halloween für ihre Kinder tun können
Bild: https://www.youtube.com/watch?v=fprpVxW3P_s
Das in der heutigen Form neuheidnische Halloweenfest stellt christliche Eltern und Religionslehrer alle Jahre wieder auf die Probe: Wie ist den Kindern zu vermitteln, dass Halloween mit seinem Spuk und Grusel, seinen Partys und der Nötigung zur Herausgabe von Süßigkeiten („Süßes oder Saures?!“) nichts (mehr) ist, was mit der erlösenden Botschaft der Auferstehung Jesu zu tun hat, der durch seinen Tod „den Tod zertreten“ und „denen in den Gräbern das Leben geschenkt hat“? Denn Gott ist ein Gott der Lebenden, das Kreuz ist kein Totempfahl des Todes, sondern das Siegeszeichen derer, die durch die Taufe zum ewigen Leben berufen sind.
Mancherorts ist die Halloween-Bettelei bereits dabei, das regional noch verwurzelt Martinsfest, dessen Ursprung die Feier des auch in der Orthodoxie als Heiligen verehrten Martin von Tours samt seiner vorbildlichen Mantelteilung ist, zu verdrängen.
Doch mittlerweite reicht der zu Halloween erzeugte Druck bis in die Schulen, denn hinter der Maske des Grauens steckt nichts anderes als der Geist schaurigen Kommerzes. Während Eltern im Privaten meist einen guten Überblick über die Aktivitäten ihrer Sprößinge haben, ist die Beeinflussung, die in der Schule lautert, manchmal nicht recht einschätzbar.
Deshalb hat die Russische Kirche im Ausland (ROKA) für orthodoxe Eltern (in Bayern) einen Musterbrief entworfen, mit dessen Unterschrift Elterm in jedem Unterrichtsfach für ihr Kind „sowohl die Teilnahme an Halloween als auch die Teilnahme an Halloween-Programmen jedweder Art in und außerhalb der Schule für unerwünscht halten […] und aus christlichen Glaubens- und Gewissensgründen eine Beteiligung daran untersagen“ .
Dem muss freilich eine ausführliche Aufklärung des Kindes durch die Eltern vorausgehen, warum Halloween gegen den christlichen Glauben steht und somit eine Teilnahme an Feiern unmöglich ist.
Bild: https://www.kirchevach.de/hellwach-nicht-halloween-evangelische-christen-feiern-reformationsfest-2/
Da sich strikte Verbote erzieherisch gelegentlich als wenig zufriedenstellend erweisen, versuchen manche Kirchen, den christlichen Bezug zu Halloween (wieder) herzustellen. Dazu gibt es aus Mexiko praktische Vorschläge , von denen sich die meisten theologisch unproblematisch auch in der orthodoxen Kinderkatechese adaptieren lassen:
„ 1. Heiligenkostüme
Alle, Kinder und Erwachsene, verkleiden sich als Heilige und jeder erklärt, warum er dieses Kostüm gewählt hat, was ihm an diesem Heiligen oder dieser Heiligen gefällt.
2. Süßigkeiten und Heiligenbildchen
Kindern, die an der Tür klopfen und um Süßigkeiten bitten, keine Süßigkeiten geben, die mit Symbolen von Halloween versehen sind, sondern normale Kekse, auf die ein lachendes Gesicht mit Heiligenschein gemalt ist und ihnen Heiligenbildchen schenken.
3. Gruppenaktivitäten durchführen
Teilen Sie die Gäste des Festes in Gruppen ein und geben Sie ihnen Material (Kreppapier, Seidenpapier, Schnüre etc.), damit sie ein Heiligenkostüm basteln können, das dann ein Mitglied der Gruppe anzieht. Jedes Team erklärt, warum es diesen Heiligen gewählt hat und was es von seinem Leben weiss. Am Ende gibt man allen einen Preis für ihre Kreativität und Mühe. […]
5. Videofestival
Ein kleines Videofestival mit Filmen über Heilige organisieren.
6. Zitate von Heiligen im ganzen Haus
Auf die Pinnwand mit den Meldungen der Pfarrei oder auf eine Wand im Haus – es kann auch der Kühlschrank sein! – Zettel mit Lieblingssätzen von Heiligen befestigen, vor allem vom Patron der eigenen Pfarrgemeinde oder Namenspatronen der Familie.“
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