Wahre Freundschaft besteht darin, gemeinsam auf der Suche nach der Wahrheit zu sein, und da alle irdischen Beziehungen vergänglich sind, ist Gurbani der unvergängliche Freund, der zur inneren Transformation führt.
Der Text behandelt das Konzept der wahren Freundschaft (Dosti) im Sikhismus. Der Sprecher erzählt von einer interreligiösen Dialogveranstaltung in Stuttgart und leitet daraus die Notwendigkeit ab, auf Basis von Gurbani zu antworten. Er thematisiert das Problem, dass weltliche Freundeskreise oft nicht spirituell konform sind und Menschen daran hindern, auf dem spirituellen Weg zu bleiben. Das Wort Dosti wird etymologisch aufgelöst: zwei (do) zusammenkommen auf der Suche nach der Wahrheit (sat). Am Beispiel der Freundschaft zwischen Guru Nanak und Bhai Mardana wird gezeigt, wie Freundschaft zur Transformation führt. Gurbani wird als wahrer Freund und ständige Stütze vorgestellt, da alle irdischen Beziehungen vergänglich sind. Der Text ruft dazu auf, die Gemeinschaft zu suchen, die zur inneren Wandlung hilft, und Gurbani zu verinnerlichen statt nur auszusprechen.
Gurbani: Kisnal Kijedosdi, Sabijagil Celenhaar · Gurbani: sabh bideh bideh lden haare · Gurbani: Kurekure ne hele ga visre kratar · Gurbani: Gude mita
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Von Herzen willkommen zu unserem heutigen Wisdom Talk. Ich war jetzt neulich auf einer Veranstaltung gewesen. In Stuttgart abends eine Veranstaltung zum Thema Wertekommunikation. Sichtbar gläubig. Ich hatte einen Juden eingeladen, eine Bahai eingeladen und mich eingeladen als SICK. Und es ging um einen Dialog. Es war eine öffentliche Veranstaltung und es werden dort Fragen gestellt von der Moderatorin aus dem Publikum und dann muss man spontan antworten. Und dafür braucht man eine Übung im Dialog. Man braucht eine Übung, natürlich wenn man im Kontext von Gursiky redet, brauche ich sofort einen Bezug in meinem Herzen, wie kann ich auf Basis von Gurbani antworten. Nicht was ich in der Schule gelernt habe, nicht was ich vom Hören sagen kenne, nicht was ich irgendwo gelegen habe, sondern was kann ich auf Basis von Gurbani sagen. Und das ist eine Übung. Und deswegen will ich dahin kommen, dass wir gemeinsam lernen, wie können wir das einüben. Einen gemeinsamen Austausch und nicht einen Monolog. Bin ich absolut bei dir. Also ich bin auch dafür, dass die Jugendlichen und auch alle Teilnehmer, die auch vielleicht ein bisschen älter sind, hier sich mit involvieren. Machen die meisten auch so im Laufen des Gesprächs, habe ich gemerkt. Aber wie du es gerade gesagt hast, ist auch eine Übung für alle. Und das muss man dazu gesagt haben. Was mir so direkt zu dem Thema jetzt aus meinem Leben einfällt, ist Schlüsseltechnisch, ist es die Freunde, mit denen wir uns umgeben. Egal wer es ist, auf jeden Fall auf uns abfärben. Das heißt, wir wissen hier am Anfang nicht immer, wie wer ist. Und wir sollen ja eigentlich auch, wenn wir jetzt Gurmut betrachten, nicht wirklich jemanden, Judgen irgendwie Vorurteile haben oder irgendwelche Vorgedanken über ihn. Aber über die Zeit, über die Zeit, in der man befand, der die auch vielleicht am Anfang gefällt. Und auch vielleicht später. Manchmal ist das Leben mit diesen Freunden nicht wirklich Gurmutkonform. Und ich glaube, das größere Problem ist nicht, wenn man irgendwie jetzt betrogen oder irgendwie solche Erfahrungen macht, sogar manchmal ist das Problem, wenn du dich mit denen sehr gut verstehst. Sogar sehr gut, aber du weißt, wenn du mit denen bist, bist du nicht in Gurmut. Und dann bist du so ein Catch-Sixie-Six, weil auf einer Seite sind die eigentlich nett zu dir und sind auch vielleicht gute Freunde. Aber gleichzeitig sind sie nicht in Gurmut und du kannst dann sozusagen spätig einfach sagen, Leute, ich habe keine Lust mit euch zusammen zu sein, weil ihr nicht mit Gurmut irgendwie konform seid. Das ist so ein bisschen das Problem, was ich sehr oft kennengelernt habe bei vielen Menschen, die dann später auch zu Gurmut gehen wollen, aber einfach ihr Freundeskreis so aufgeworfen haben über ihr Jugendleben, dass sie auch wenn sie möchten immer wieder zurückgezogen werden. Und das könnte man vielleicht ein bisschen auch in Bedacht ziehen heute. Ja, vielen Dank, Kurt Breitz. Sehr, sehr guter Punkt. Also wir leben ja nicht jetzt in einer Gesellschaft, wo wir sagen können, wir sind umgeben von Gurmut-Six, sondern ganz im Gegenteil, wenn ich auf mein Leben schaue, bin ich ja die ganze Zeit umgeben von Menschen, die eine ganz andere Lebensweise haben. Fast auch schließlich. Und dann ist natürlich die Frage ja, wie kann ich denn eine Nähe finden zu einer spiritfühlen Lebensweise, wenn das, was mich umgibt, so gar nicht spirituell ist, sondern materialistisch. Ja, wie werden wir geschult in der Schule? Wir werden geschult, dass wir gut werden als, sozusagen biologische Roboter auf dem Arbeitsmarkt. Wir lernen Fachwissen vor allen Dingen. Wir lernen aber nicht in der Schule, wir hatten neulich erst in der Diskussion Indonesien dazu, wir lernen ja nicht in der Schule, wie werde ich ein balanciertem Mensch? Wie werde ich ein guter Mensch? Was mache ich, wenn es mir schlecht geht? Was kann mir dann helfen? Wie komme ich eigentlich zu Zusammenarbeit und nicht zu Konkurrenz? In der Schule geht es ja darum, wie hat die bessere Note, aber die Wertungen ist darum, Dinge zu sagen. Der Klügste ist eigentlich der, der der Weiseste ist, und wir bilden aus zur Weisheit. Das ist ein ganz, ganz anderer Ansatz, das heißt nicht, dass wir da kein Fachwissen uns aneignen würden. Natürlich brauchen wir auch Fachwissen, ich brauche Mathematik, also wenn ich Architekt werden will und ein Haus konstruieren will. Gleichzeitig kann ich aber auch zum Beispiel Physik, ja, Energieerhaltungs-Satz, verbinden mit Gourmet, wo es immer um die Transformation von Energie geht. Wir haben beim letzten Mal darüber gesprochen, Karmke Lomo Angar, ja, die fünf Diebe, die abstammen von dem Kernproblem, nämlich von Barum, die so Überheblichkeit, die wir auf siedelischer Ebene haben. Ja, wie können wir die transformieren? Und beim Thema Freundschaft geht es auch darum, wo finde ich die Umgebung, die mir hilft, mich zu transformieren, meine Untugenden zu transformieren in Tugenden. Wo kann ich das Schlechte in mir überwinden, Schritt für Schritt? Wo finde ich die Gemeinschaft, wo ich die Liebe bekomme, um zu wachsen? Wer genauso wie eine Pflanze Wasser braucht, braucht ein Menschen Liebe. Ja, kleine Kinder wissen ja Babys, wenn die nicht Geborgenheit bekommen, wenn die nicht umahnt werden, verkümmern Babys. Das heißt, dass immer Freundschaft ist sehr, sehr tief verbunden mit dem Grundthema Geborgenheit. Verbunden sein, wir wollen verbunden sein. Wir wollen nicht alleine sein, weil da, wo wir herkommen, waren wir auch verbunden. Auf der Ebene von Satschkant sind wir verbunden mit dem Meer all der anderen oerleuchteten Seelen, wie ein Ozean. Jetzt sind wir aber hierher geworfen und sind quasi noch verbunden, aber gleichzeitig getrennt von diesem Ozean. Und deswegen mögen wir keine Dunkelheit. Wir mögen das Licht, wir mögen die Wärme, weil wir daherkommen. Und das suchen wir eigentlich auch in einer Freundschaft. Jetzt können wir vielleicht mal damit anfangen, wer weiß denn von euch, was das Wort DOS, die bedeutet? Wir haben es eben gehört, Kisnal Kijedosdi, Sabijagil Celenhaar. DOSdi. Was bedeutet das Gott? Da steht schon mal das Do, zwei Anscheinend drin. Sehr gut. Den anderen Teilen kannst du mal klären. Er hat noch eine Idee. DOSdi, Sat, bist du auf dem richtigen Weg, Kurt Riedt. Okay, ja. Do und Sat. Sat, okay. Sat, das ist die DOS, was bedeutet? Wahrheit. Ja? DOSdi, die Definition von Freundschaft bedeutet, denn zwei Zusammenkommen, die auf der Suche sind, nach der Wahrheit. DOSdi, kommen nicht zwei zusammen wie gemeinsam Party machen wollen. Sondern da kommen zwei zusammen, die dieselbe Mission haben und sagen, ich warteil der Wahrheit, aber jetzt bin ich hier und die Wahrheit ist zwar immer noch bei mir, aber ich bin nicht mehr vollständig bei der Wahrheit. Und jetzt möchte ich wieder vollständig wahrhaft werden. Wie gelingt mir das? Und die zwei, die zusammenkommen auf diesem Weg und sich gegenseitig unterstützen. Das ist DOSdi. Sehr klar. Und der war? Gnanec trifft auf Baylenna. Was suchen beide? DOSdi, beide suchen die Wahrheit. Und Gnanec ist dann auf dem Weg zur Wahrheit, auf dem Gipfel und wird ein Erleuchteter. Und Baylenna ist noch auf der Suche und wird dann über den Diskurs, über die Freundschaft mit Gnanec, über die Gemeinschaft, über die gemeinsamen Erfahrungen und natürlich über das Sprechen, über Gurbani, über Wahrheit zugerangelt. Es ist eine Transformation. Er ist biologisch derselbe Mann, der er vorher war. Auf der iselischen Ebene wird er komplett transformiert. Er hat vorher ganz viele Sachen ausprobiert, hier gesucht, da gesucht, alles ausprobiert, an Techniken, Meditationstechniken, Jogi, was auch immer. Aber wo findet er das, was er sucht? Als Gnanec sagt, du musst gar nichts mit deinem Körper machen. Du musst gar nicht in der Welt rumbrennen. Sondern nediqa in deinem eigenen Haus. Da wo du verbunden bist mit dem Göttlichen, wenn du da das seelische Bad nimmst, siehst du unsterblich und nimmst immer dazu dir. Das ist gelebte Freundschaft in Gursiki. Es geht um die Suche nach Wahrheit. Du hast gesagt, Gurbani, wir bauen uns dann an einem Freundeskreis auf. Es ist völlig normal in dieser Gesellschaft, wo es ganz unterschiedliche Lebensweisen gibt. Ich habe ja auch schon gesagt, vieles ist sehr materiell orientiert, nicht nur hier und überall auf der Welt. Und dann hat man irgendwann seinen Freundeskreis und es ist sehr, sehr schwer, sich irgendwann davon zu lösen. Aber eine Wahrheit wissen wir und sie steht ja auch in dem Schab, den wir eben uns angehört haben. Ja, sabh bideh bideh lden haare. Alle werden uns verlassen. Mit wem sollen wir denn Freundschaft schließen, wenn alle uns verlassen werden. Und hier steht wirklich alle. Das heißt, es betrifft auch die Eltern. Es betrifft auch die Geschwister. Es betrifft den Partner, die Partnerin. Es betrifft die Schulfreunde und so weiter. Könnt man alle nachdenken, die eure besten Freunde im Kindergarten waren. Habt ihr noch Kontakt mit denen? Das ist eine Ausnahme, wenn ihr da noch Kontakt haben werdet. Dann Grundschule. Habt ihr da noch Kontakte, wo ihr sagt, das sind wirkliche Freunde von mir? Ich kann die Abend zum 12 Uhr anrufen, nachts, 24 Uhr und sagen, ich habe jetzt wirklich ein Problem und brauche deine Hilfe. Wie viele von der weiterfühlen Schule? Wie viele könnt ihr auf den Job anrufen, mit denen ihr arbeitet? Und wie viele können wir anrufen, wo wir sagen, die habe ich über Social Media kennengelernt. Deswegen sagt Grubani hier, ne? Kurekure ne hele ga visre kratar. Sind die ganze Zeit hinter dem her, was nicht bleiben wird. Die kratar visre ger. Der Schöpfer, der mit dem wir in seelischer Verbindung stehen, die Mission dorthin zurückzukehren, die haben wir aus den Augen verloren, weil wir die ganze Zeit ums mild Kure beschäftigen. Also Dinge, die keinen Wert haben und die man eigentlich sozusagen in die Tonne kloppt. Ja, und dann sagt, geht der Schöpfer der noch weiter? Gude mita, ne? Das ist das Schwierige, es ist nicht einfach, weil dieses ganze Materielle, ja, wir lieben das. Das ist süß. Gude mita. Und es steht ja sogar vorne dann, ne? Gude mia, Gude di, bi, ka, pu, i, ka. Ja, da geht es dann um. Die Partnerin, die Partner werden auch nicht bei uns bleiben. Wir sind irgendwann in so einer völligen Abhängigkeit zu denken, ich kann ja ohne eine Partnerin-Partner gar nicht leben. Man hat ja vorher auch eine Partnerin-Partner gelebt. Also, um geht es? Will wie immer ne Gude Bani darum, rauszufinden, was ist die Wahrheit? Und mein wahrer Freund, ja, ist kratar, aber die Entsprechung sozusagen vom kratar im weltlichen ist die Weisheit, die immer hilft überhaupt zu verstehen, was ein Freund ist und was nicht. Also, es ist mein bester Freund Gude Bani. Ich kann, wenn ich Gude Bani verinnerlicht habe, immer darauf zurückgreifen. Nur mir der Arsler her. Es ist meine Stütze, wenn ich am Boden liege. Es ist egal, wo ich lebe. Es ist meine Stütze. Wir hatten beim letzten Jahr zum Beispiel das Thema Aussprache. Kommt mir jetzt wieder in den Sinn. Das ist auch noch mal mit Anand Gussix besprochen danach. Und wir waren da eigentlich einer Meinung, die haben alle gesagt, und die leben ganz woanders, der einen in Australien, der andere sonst wo. Die haben alle gesagt, weil ich dieses Beispiel genannt hatte mit dem Menschen, der da in der Wüste ist und trinken will, hat seit Tagen nichts getrunken und ist kurz vor dem Verdosten. Da ist die Wüste. Und läuft da hinzu und fragt, ja, da du hast eine Wüste, wo gibt es Wasser. Und der Bedouin in der Wüste zeigt dann mit dem Finger in eine Richtung und sagt, da ist die Quelle, da ist Wasser. Ja, was ist dann wichtig? Es ist wichtig, dass ich dann diesen Ratschlag zufolge, dorthin gehe, wo das Wasser ist und dann das Wasser trinke. Es ist absolut zweiträngig, ob ich Wasser richtig aussprechen kann oder nicht. In der Grubani ist es ganz, ganz wichtig, dass ich Grubani verstehe, verinnerlich und zum Leben erwecke. Darauf ist der Fokus von Grubani. Es gibt auch Ferse, die darauf beweisen. Das würde jetzt zu weit führen, aber wir haben das wirklich dann im Beteil besprochen. Ist vielleicht noch mal gesundertes Thema, als wir nur noch mal gekommen. Ich möchte das in meinem Alltag verstehen. Nicht, wie jetzt hier richtig diese Bank, die ausgesprochen wird, sondern was sie mir über das Thema Freundschaft sagt. Dieses Wissen trage ich dann in meinem Herzen. Wenn ich es lebe, wird aus diesem abstraktem Wissen, aus diesem abstraktem Fers gelebte Weisheit. Und ich habe gesagt, Grubani ist dann hier ein enger Freund, der engste Freund. Und warum? Welche Qualität hat Grubani? Sie hat die Qualität, dass sie immer für mich da ist. 24 Stunden am Tag. Ich musste nichts dafür bezahlen. Ich musste keine Hotline anrufen, wo ich erstmal Geld bezahle. Und jetzt nochmal die Frage, bevor ich zum nächsten Punkt komme, was macht ein Freund aus für euch? Welche Qualitäten muss ein Freund haben, wenn sie eine Freundin haben? Also eine gute Freundin wird ein Ratschlag geben, oder wird das sagen, was für dich gut ist? Richtig, und nicht das, was für dich schlecht ist. Das ist ein ganz entscheidender Punkt bei Freundschaft. Wenn ich sage, hey komm, guck doch keiner zu, lass uns doch mal zwei rauchen. Du wirst doch wirklich in zwei Zigaretten nicht sterben. Nein, wird man nicht sterben. Aber es gibt genügend die zwei, drei Mal gezogen haben und dann irgendwie auf den Geschmack gekommen sind und dann sind sie abhängig geworden. Ich habe einen Freund, der hat als wir zusammen studiert haben, wirklich war der Kettenraucher. Das war schrecklich. Für mich war auch damals nicht sehr eng befreundet, wie wenn wir außen gelaufen sind, dann bin ich immer ein bisschen weiter weg von dem gelaufen, damit mich der Rauch nicht trifft. Wann nicht jetzt nicht schön, ich wollte mich ja nicht absondern. Er war wirklich ein ehrenwärter Mensch, ein guter Mensch. Aber irgendwann in den jungen Jahren, hat er angefangen zu rauchen, war er dann abhängig und hat immer gesagt, es ist so schlimm, ich will aufhören, aber er hat es nicht geschafft. Es war irgendwie eine schöne Zeit, aber auch schrecklich für mich. Ich hatte sogar mal ein Professor, der hat ihm Hörsaal geraucht. Das ist unglaublich, heutzutage geht das gar nicht, aber damals ging das noch. Er war jetzt auch nicht üblich, aber sollte Dinge passieren dann. Und er ist ein Professor. Jetzt ist dieser Freund, er braucht nicht mehr. Er ist jetzt ein Mensch, der sehr spirituell ist. Also er hat Zeit gebraucht, aber er hat es verstanden. Wir wollen Freunde haben, die uns auf den guten Weg bringen. Ich höre das immer wieder, die uns einfach so annehmen, wie wir sind. Also ich raube eine Bank aus, ich lüge die ganze Zeit, ich haue die Leute übers Ohr, ich betrüge, ich bin total unempartisch, ich halte mich trotzdem für ganz toll und schaue auch die anderen Menschen herab und ich möchte so angenommen werden, wie ich bin. Nein, so annehmen, das hat man einmal so schön gesagt, wie Gott uns gemacht hat. Nicht wie wir geworden sind, nicht die entfremdete Version, sondern das Original. Das gilt es anzunehmen. Wenn wir sagen, ja, ich will so angenommen, wie ich bin, was heißt das denn, wer bin ich denn? Jetzt sind wir wieder bei dem Grundthema von Spiritualität, ja? Man do do do do, Kei apna mul pechan. Wir sind hier, um zu erkennen, wer wir eigentlich sind und nicht, sozusagen sind wir hier, um uns mit dem zu identifizieren, die wir geworden sind. Körperlich mit unserer sozialen Identität, mit unserem Aussehen, mit unserer Sprache, sondern das, was dahinter ist auf silischer Ebene, jenseits des Körpers, jenseits der Sprache, jenseits unserer sozialen Identität, jenseits unseres Aussehens. Derjenige, der mir auf diesem Weg hilft, das ist ein Do. Aber wenn wir jetzt hier eh schon beim Gespräch dabei sind, was ich halt oft gesehen habe, so in meinem Gespräch, mit den Leuten, die ich kenne, versuchen, Zikinat zu kommen, wie du gerade gesagt hast, zwar ist es so ein bisschen das Gleiche, aber sehr oft ist es Problem, diese Do-sti, die wir idealerweise mit Gurbani nur haben sollten. Ja, weil Gurbani ist ja das einzigste, was ewig ist, oder die ewige Wahrheit. Es ist halt nicht so einfach, wenn man einen Do-st, bedeutet ja auch, dass man sich mit jemandem verständigen kann. Wenn man zwei Leute sich sehr lieben, dann können sie sich auch ohne Worte und so verständigen. Es ist wahrscheinlich in der Praxis ein bisschen schwierig, geht vielleicht aber auch, aber bei Gurbani ist es ja schon sehr wichtig, dass wir auch Gurbani verstehen können. Da haben wir halt, glaube ich, die Themen in unserem System, im Sikisystem, dass wir gar nicht diesen Zugang, auch wenn wir wollen, also wenn jetzt auch in diesem Beispiel viele zuhören, obwohl die Gruppe, die wir haben, die sind am meisten vielleicht sogar ein bisschen den ganzen Themen näher, haben einfach keinen Zugang, oder sind zu spät dran, um den Zugang jetzt irgendwie herzustellen und sind dann ein bisschen demotiviert, weil man viel lernen muss dazu auch. Das ist gleich noch ein Thema. Ja, sehr wichtig, Ingergreet. Das ist das, was wir hier haben und nehmen. Das heißt, da muss jemand zuhören und jemand muss auch hart geben können. Es ist kein Monolog, es ist keine Einbahnstraße. Und genau deswegen, weil Gurbani spricht ja nicht sozusagen selber, sondern ich muss sie ja zum Sprechen bringen, ist das genau die Herausforderung auf dieser Ebene. Wenn ich gar keinen Zugang habe, auf der Ebene der Buchstaben und Worte nicht zu mir sprechen. Genau, das ist meine... Aber gleichzeitig dürfen wir nicht vergessen, dass Gurbani die Entsprechung seelischer Weisheiten ist, die ich in mir trage. Also, Vinibol der Sabikic Janda, oder? Also, das Göttliche weiß ja sowieso alles, ohne dass ich spreche. Das heißt, da geht es um das Thema Gebäld. Also, ich muss nicht mit der Zunge ein Gebäld sprechen, um meine Sorgen zu teilen, weil Gurbani sagt, Anta de Jamipurga de data weiß sowieso alles. Also, ich muss nicht mehr in Worte passen und schon weiß sozusagen, dass Göttliche in mir was eigentlich los ist. Es geht ja hier auch um sozusagen das Thema, dass ich nichts verbergen kann, vor mir selber, ich kann vor den Menschen Dinge verbergen. Dann so tun das, bin ich unglaublich heilig und ganz toll, aber eigentlich bin ich nicht was ganz anderes. Es geht um das Authentische, es geht um Ehrlichkeit. Und jetzt, wie du sagst, Gurbani, okay, also, wenn ich einen Zugang zu Gurbani habe, wunderbar, dann jetzt diese Pferse öffnen, sie inspirieren mich unglaublich. Wenn ich ein Problem habe, helfen sie mir. Ja, aber wenn ich den Zugang gar nicht habe, in der Tat, wie du sagst, dann haben wir ein großes Problem. Und wir haben jetzt ja schon in verschiedenen Podcasts das Thema Colonisierung angesprochen. Wenn ich nicht nur über zwei Jahre, sondern über Jahrhunderte colonisiert worden bin, bin ich ja sozusagen von Generation zu Generation entfremdet von Gurbani. Und bin jetzt auf einem ganz anderen Planeten und will aber irgendwie wieder zurück zur Erde. Aber weiß eigentlich gar nicht, wie ich sozusagen dahin komme. Ich weiß überhaupt nicht, ob das Raumfahrzeug ich nehmen kann, um zurückzukommen. Und ich verstehe sozusagen, und ich finde da ganz bei euch und ich höre euch, es gibt hier eine Herausforderung, es gibt ein Gap. Und deswegen machen wir sowas wie heute, dass zumindest der Versuch gemacht wird. Wir wissen nicht, ob wir erfolgreich sein werden. Wir geben unser Bestes mit unseren bescheidenen Mitteln, das bisschen, was wir verstanden haben, zu teilen. Damit dieser Gap vielleicht ein wenig kleiner wird. Und ihr vielleicht sagt nach so einem Besprechung, es ist eigentlich eine wunderbare, wunderbare Lebensweise. Und ich möchte sie geben nicht, weil irgendeiner mir das sagt, weil da irgendeine Erwartung ist oder ein Druck ist, sondern weil ich gemerkt habe, dass sie mein Herz berührt und ich glücklicher leben kann. Darum gehst. Weil es mir hilft, sozusagen im Kern zu erkennen, wer ich eigentlich bin. Weil es mir hilft, sozusagen, auf dem