Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Das Opferfest
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2025-06-06
· Köln
· Quelle
Gemeinschaft · Hauptbotschaft
Umkehr · Hauptbotschaft
Fürsorge · tragend
Das Opferfest ist eine Gelegenheit, durch rituelle Handlungen und Großzügigkeit die Gemeinschaft zu stärken und gleichzeitig durch innere Umkehr persönliche Sünden und negative Eigenschaften zu überwinden.
Sehen wir das Opferfest nicht nur als eine Zeit an, in der Tiere geopfert werden. Nutzen wir diese Tage, um auch unsere Sünden und schlechten Angewohnheiten „zu opfern“ – also aufzugeben.
Der Text ist eine Predigt zum islamischen Opferfest (Id al-Adha), die mit einem Lobpreis auf Allah und dem Propheten Muhammad beginnt. Er verweist auf die Sunna, das Festtagsgebet vor der Opfergabe zu verrichten, und betont die Bedeutung der Nachfolge von Ibrahim und Ismail. Die Predigt ruft dazu auf, das Fest als Zeit der Freude, Großzügigkeit und Solidarität zu leben, insbesondere durch die Versorgung Bedürftiger und die Pflege zwischenmenschlicher Beziehungen. Ein zentraler Punkt ist der Aufruf zur inneren Umkehr, bei der Sünden und schlechte Angewohnheiten wie Lügen, Neid und Arroganz 'geopfert' werden sollen. Da das Fest auf einen Freitag fällt, wird die doppelte Segnung beider Tage hervorgehoben. Konkrete Handlungsaufforderungen umfassen das Besuchen Älterer, das Anrufen Ferne und das Gedenken an Verstorbene. Der Text schließt mit dem Bekenntnis zur Einheit Gottes (Tawhid) und dem Ruf 'Allahu Akbar'.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Sünden und schlechte Angewohnheiten aufgeben (innerlich)
- Ältere besuchen und Freude bereiten (zwischenmenschlich)
- Bedürftige und Arme bedenken (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Buchārī, ʿĪdeyn, 3 · Sure al-Anʿām, 6:162
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 3 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Das Opferfest
(06.06.2025)
Alles Lob und Dank gebühren Allah, Der uns aus dem Nichts erschaffen, uns Kenntnis über Seine Existenz gegeben, uns unzählige Gaben geschenkt und uns ein weiteres Mal das Opferfest erreichen lassen hat! Frieden und Segen seien mit unserem geliebten Propheten Muhammed Mustafa (saw.), der seiner Umma (Glaubensgemeinschaft) das Opferfest als Geschenk überbracht hat – mit der Treue des Propheten Ibrahim (as.), der Aufrichtigkeit Hadschars und der Hingabe des Propheten Ismail (as.). Möge Allahs Barmherzigkeit, Vergebung, Liebe und Gnade über uns alle sein. Möge unser Opferfest gesegnet sein!
Liebe Geschwister!
Der Gesandte Allahs (saw.) sprach in einer Predigt am Morgen eines Opferfestes zu seinen Gefährten: „Unser erster Dienst an diesem Tag ist es, das rituelle Festtagsgebet zu verrichten, dann zurückzukehren und unsere Opfergabe darzubringen. Wer so handelt, folgt unserer Sunna.“ Wir haben unser rituelles Festtagsgebet verrichtet – möge Allah es annehmen. Möge Allah auch unsere Opfer – sei es das selbst geschlachtete Tier oder die gespendeten Opfergaben in allen Teilen der Welt – annehmen. Unsere Ritualgebete, all unsere Glaubenspraxen, unser Leben und unser Tod gehören Allah, dem Herrn der Welten. Möge Allah es von uns annehmen!
Liebe Geschwister! Werte Gläubige!
Die Festtage sind Tage der Freude, die den Kern des Islam widerspiegeln. Frieden, Barmherzigkeit, Teilbereitschaft und Solidarität, die das Wesen des Islams bilden, sollen an diesen Tagen lebendig und spürbar sein.
Die Festtage sind Tage der Darbietung und Großzügigkeit. Es sind gesegnete Zeiten, in denen zuerst die Herzen und dann die Tische ihren Gästen geöffnet werden, und in denen das Teilen Segen und Fülle bringt.
Die Festtage sind Tage voller Möglichkeiten zum Guten. Es sind Zeiten, um Bedürftige zu bedenken, Arme zu erfreuen und Waisenkindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Die Festtage sind Tage des Respekts. Es sind besondere Zeiten, in denen wir uns an Liebe, Treue und Dankbarkeit erinnern, in denen wir die Älteren ehren und die Jüngeren erfreuen. Festtage bedeuten nicht nur Freude – sie bedeuten auch, sich zu erinnern, sich zu erkundigen und aufrichtiges Interesse an unseren Mitmenschen zu zeigen.
Liebe Geschwister! Sehen wir das Opferfest nicht nur als eine Zeit an, in der Tiere geopfert werden. Nutzen wir diese Tage, um auch unsere Sünden und schlechten Angewohnheiten „zu opfern“ – also aufzugeben. Lassen wir vom Lügen ab, hören wir mit der üblen Nachrede auf. Entfernen wir Neid, Selbstsucht und Arroganz aus unserem Leben. Vermeiden wir Verschwendung und unrechtmäßige (haram) Einkünfte. Trennen wir uns von der Liebe zur Welt und allem, was uns von Allah entfernt.
Liebe Geschwister! Da das heutige Opferfest auf einen Freitag fällt, erleben wir zwei Feste gleichzeitig! Lasst uns an diesem gesegneten Tag die Freude des Festes gemeinsam mit unseren Liebsten verdoppeln. Lasst uns dieses Fest wirklich wie ein Fest leben, und es auch für andere so erlebbar machen.
Lasst uns, wenn möglich, unsere Älteren persönlich besuchen, sie erfreuen und ihre Gebete entgegennehmen. Lasst uns unsere Liebsten, die in der Ferne wohnen, anrufen und so Nähe schaffen. Lassen wir unsere Nachbarn nicht außerhalb des Segens des Opferfestes stehen. Lasst uns statt unpersönlicher Kettennachrichten individuelle, herzliche Grüße verschicken und die zwischenmenschliche Nähe stärken.
Erfreuen wir unsere Kinder und all jene, die uns mit ihren Grüßen zum Festtag Freude bereiten. Vergessen wir nicht unsere Verstorbenen – gedenken wir ihrer in diesen Tagen besonders. Erinnern wir uns aufrichtig an unseren Schöpfer. Lasst uns gemeinsam laut bekennen, dass es nichts Größeres und keinen anderen Gott gibt als Allah:
Allahu Akbar, Allahu Akbar!
Lā ilāha illallāhu wallāhu Akbar.
Allahu Akbar wa lillāhil-hamd!
DİTİB Hutbe Kommission
Quellen:
Buchārī, ʿĪdeyn, 3.
Sure al-Anʿām, 6:162.
2025-06-06
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