Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Holy Mass – Shrine of the Mother of Good Counsel (Genazzano) (7 September 2026)
ohne Namen ·
Vatikan - Homilien von Papst Leo XIV. ·
2026-09-07
· Vatikanstadt
· Quelle
Hoffnung · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Gemeinschaft · tragend
Das Schweigen der Evangelien über das Leben Marias ist eine göttliche Einladung, durch kontemplative Fantasie und Demut das unsichtbare Heil und den Frieden in der Welt zu erkennen und zu verwirklichen.
Maria ist die Morgendämmerung eines anderen Tages, einer Welt, die endlich vom Bösen befreit ist.
Der Text ist eine Predigt zur Feier der Vigil zur Geburt Marias im Heiligtum von Genazzano. Der Sprecher verweist auf seinen früheren Besuch und das tiefe Verlangen, an diesem Ort zu beten. Im Zentrum steht die Auslegung des Evangeliums durch den heiligen Thomas von Villanova, der das Schweigen der Evangelisten über das Leben Marias als göttliche Absicht deutet. Maria wird als 'Morgendämmerung eines anderen Tages' und als Zentrum des Heilsplans beschrieben, dessen Kleinheit und Marginalität zum Zentrum der Geschichte wurden. Der Text ermutigt die Gläubigen, durch kontemplatives Gebet und Fantasie das Unsichtbare zu erkennen und Frieden in sich wachsen zu lassen. Es wird betont, dass Gottes Weg einfach und still ist, aber mächtig und verwandelnd wirkt. Die Zuhörer werden aufgefordert, das göttliche Wort zu bewahren und durch mutige Entscheidungen zur Bekehrung zu führen.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Leere, Orientierungslosigkeit, Verzweiflung
- Wo sitzt das Übel?
-
in der Epoche selbst, im Zustand des Zeitalters
- Was hilft dagegen?
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Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
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gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
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eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
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auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
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den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
der Text kritisiert nicht
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Das göttliche Wort empfangen, bewahren und durch mutige Entscheidungen zum Licht bringen (innerlich)
- Frieden in sich wachsen lassen und die Grenzen des Verständnisses erweitern (innerlich)
- Das Werk Gottes in Zeiten der Zerstörung sehen und ihm dienen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Eph 2,19 · Lk 1,34 · Lk 2,19.51 · Ps 44,14 · Röm 8,29 · Mi 5,1–4
Gemessen
- Grundhaltung
- 2 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 1, künftig 3
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Liebe Brüder und Schwestern,
Wie ihr euch erinnern werdet, habe ich „in den ersten Tagen meines Pontifikats das Gefühl und das tiefe Verlangen verspürt, Genazzano zu besuchen, das Heiligtum Unserer Lieben Frau des guten Rates, die mich mit ihrer mütterlichen Gegenwart, ihrer Weisheit und dem Beispiel ihrer Liebe zu ihrem Sohn, dem Sohn, der immer das Zentrum meines Glaubens ist, mein ganzes Leben lang begleitet hat“ (Eintrag im Gästebuch des Heiligtums, 10. Mai 2025). Mit Freude bin ich nun wieder hier, um mit euch die Vigil zur Geburt der Allerheiligsten Jungfrau zu feiern und dem Kind Maria das anzuvertrauen, was in dieser armen, doch großartigen Menschheit noch geboren wird: zerbrechlich wie ein Sämling, und doch ein Zeichen der Treue Gottes. Ja, Maria ist die Morgendämmerung eines anderen Tages, einer Welt, die endlich vom Bösen befreit ist. Und hier sind wir, in ihrer Gegenwart, versammelt um den Altar, von dem uns das Heil kommt und der uns verwandelt, indem er uns zu Kindern im Sohn macht. Lasst uns sie um ihren guten Rat bitten, damit wir das göttliche Wort empfangen, es in uns bewahren und es durch mutige und weise Entscheidungen echter Bekehrung zum Licht bringen.
Liebe Freunde, an diesem Ort der langjährigen augustinischen Präsenz werde ich mit Hilfe des heiligen Thomas von Villanova, eines Augustinermönches und Bischofs, der durch die Hingabe seines Lebens dem Dienst an den Armen die Wahrheit des Glaubens tief durchdrungen hat, auf die eben verkündeten biblischen Passagen zurückkommen. Er konnte das Paradox der Kleinheit Marias und, sozusagen, ihrer Marginalität sehen, die zum Zentrum des Heilsplans gemacht wurde. Stellen wir uns die Frage: Was muss die Geburt eines Mädchenkindes in der Zeit von Joachim und Anna bedeutet haben? Der heilige Thomas gräbt tief in diese Frage hinein: „Ich habe oft nachgedacht“, schreibt er, „und mich gefragt, warum die Evangelisten, die so ausführlich über den heiligen Johannes den Täufer und die Apostel gesprochen haben, uns so kurz die Geschichte der Jungfrau Maria erzählen, die sie alle in ihrem Leben und in ihrer persönlichen Würde übertrifft. Warum, frage ich mich, gibt es keine Beschreibung der Art ihrer Empfängnis, ihrer Geburt, ihrer Erziehung, ihrer Gewohnheiten, der Tugenden, die sie schmückten, der menschlichen Beziehung, die sie mit ihrem Sohn teilte, wie sie zu ihm stand, oder wie sie mit den Aposteln nach seiner Himmelfahrt lebte? All diese Dinge waren wichtig, und die Gläubigen hätten sie mit besonderer Andacht gelesen; sie wären eine Freude für das einfache Volk gewesen. Oh, Evangelisten, ich appelliere an euch! Warum habt ihr uns durch euer Schweigen einer so großen Freude beraubt? Warum habt ihr solche freudigen, lang ersehnten und angenehmen Details ausgelassen?“ (vgl. Gesamtausgabe VII, 266,8).
In diesen Worten finden wir einen wichtigen Vorschlag für unseren Glauben: die Schrift und ihre Verfasser zu befragen, in Diskussion mit dem Text zu treten und mit den Zeugen der Offenbarung zu dialogisieren, wie mit Freunden. Denn wir sind in der Tat „Mitbürger des Volkes Gottes und auch Glieder seines Haushalts“ (Eph 2,19), und von Maria selbst lernen wir die Art des Verstehens, die mit Gott spricht, Fragen stellt (vgl. Lk 1,34) und Ereignisse durch das Bewahren und Nachsinnen im Herzen auslegt (vgl. Lk 2,19.51). Das Evangelium nach Matthäus scheint jedoch durch sein Schweigen den heiligen Thomas von Villanova zu verteidigen. Wir haben es gehört: Es verzeichnet die Anwesenheit Marias, aber nicht ein einziges Wort von ihr. Doch die bloße Anwesenheit Marias – und die des Sohnes in ihr – setzt die ganze Geschichte in Bewegung: die von Josef und seinem gesamten Haushalt. Die Anwesenheit Marias bewirkt eine Art Sprung in der Genealogie, wie eine unerwartete Neuheit, die nicht nur Erwartungen, sondern auch das vorhersehbare Verhalten eines Menschen verändern kann. Was Josef hört, was er beschließt und was er tut, ist in der Tat eine Antwort auf Gott und auf die Anwesenheit Marias, auf ihre absolute Andersartigkeit, die jede mögliche Rede und Erzählung transzendiert. In Maria findet das Heil ein Zuhause: Gott mit uns!
Wieder schreibt unser heiliger Thomas: „Nun, was diese Überlegungen von mir betrifft, auf die ich mich bezog, nämlich warum über die Taten der Jungfrau kein Buch geschrieben wurde, wie es über die Taten des Paulus geschehen ist, […] so fällt mir nur ein, dass es so war, weil es dem Heiligen Geist gefiel, und dass, durch Sein Anspornen, die Evangelisten über sie schwiegen, aus dem einfachen Grund, dass die Herrlichkeit der Jungfrau, wie wir im Psalm lesen, ganz in ihr war (vgl. Ps 44,14 Vulg.), und eher vorgestellt als beschrieben werden konnte, und dass, als Zusammenfassung ihrer Geschichte, das, was im Titel ausgedrückt wird, genügt: dass Jesus von ihr geboren wurde. Was wünscht ihr noch zu wissen? Was sucht ihr noch in der Jungfrau? Es genügt euch zu wissen, dass sie die Mutter Gottes ist“ (ebd.).
Liebe Brüder und Schwestern, wir empfinden angesichts dieses Mysteriums beinahe ein Gefühl der Schwindel: Es ist unmöglich, sich daran zu gewöhnen! Wir feiern die Geburt eines kleinen Mädchens, das berufen ist, die Mutter ihres Schöpfers, die Mutter Gottes, der rettet, zu werden. Und doch wird ein kleines Mädchen einfach geboren, genau wie die Töchter und Enkelinnen, die wir in unseren Armen halten. Heute verleihen wir ihr edle und erhabene Titel, wie Herrin und Königin, aber der Weg Gottes war und bleibt einfacher und stiller, doch nicht weniger mächtig und verwandelnd. Es ist der Weg Jesu selbst, „der Erstgeborene unter vielen Brüdern (Röm 8,29). Wie Maria auch, sind auch wir „vorbestimmt, der Gestalt seines Sohnes gleichförmig zu werden“ (ebd.): durch Gnade, gewiss, aber durch das Begehren und die Vorliebe für seinen Weg, seine Entscheidungen, seinen Pfad vor allen anderen. In Jesus Christus wählte Gott die demütigsten historischen Umstände und die demütigste aller Geschöpfe, um die Einzigartigkeit seines Reiches zu offenbaren, in dem Anmaßung keinen Platz hat und Allmacht Schöpfung, Dienst und Fürsorge für das Leben ist.
Der heilige Thomas von Villanova fügt dann hinzu: „Lasst eurer Fantasie freien Lauf, erweitert die Grenzen eures Verständnisses und malt in den Tiefen eurer Seele ein junges Mädchen, das am reinsten, am klügsten, am schönsten, am frommsten, am demütigsten, am sanftmütigsten ist, erfüllt von jeder Gnade, am reichsten in Heiligkeit, geschmückt mit allen Tugenden, geziert durch alle Charismen, Gott völlig gefällig; verherrlicht sie so sehr, wie ihr könnt, stellt sie euch in vollem Umfang eurer Fähigkeit vor“ (ebd.). Der heilige Thomas lädt uns ein, sich diesem wunderbaren Übung der Fantasie hinzugeben. Und er beobachtet: „Der Heilige Geist hat es nicht schriftlich beschrieben, sondern wartete darauf, dass ihr es in euch malt“ (ebd., VII, 266,9). Liebe Brüder und Schwestern, genau so ist es: In der kontemplativen Gebet nimmt das, was die Welt uns nicht sagt, aber das bereits existiert, Gestalt an; das, was noch unsichtbar ist, aber das in sich eine neue Art von Macht besitzt. Dies ist keine Frage der Fantasie, sondern der Prophetie. Wir brauchen dies, in Zeiten der Zerstörung und Unsicherheit, um das Werk Gottes zu sehen und es zu dienen.
Der Prophet Micha, in dem kleinen Betlehem, erahnte das Kommen eines Königs des Friedens, dank dem wir endlich auf der Erde in Sicherheit wohnen könnten (vgl. Mi 5,1–4). Und heute, in der Kollekte, wandten wir uns an das kleine Maria und baten, dass „das Fest ihrer Geburt den Frieden in uns vermehre“. Ja, liebe Freunde, lasst uns Frieden vorstellen – lasst uns die Grenzen unseres Verständnisses erweitern und ein Bild davon in unseren Seelen malen – damit wir erkennen können, dass er bereits existiert, und damit wir ihn willkommen heißen und ihm dienen können. Es ist Gottes Geschenk, der Atem des Auferstandenen, das Werk des Heiligen Geistes. Lasst uns Frieden in uns wachsen lassen. Er wird in der Welt keimen. Und die Mutter des guten Rats wird uns auf dieser Mission begleiten.
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Presseamt des Heiligen Stuhls, Bulletin, 7. September 2026
Wortlaut im Original
Dear brothers and sisters ,
As you will recall, “in the early days of my pontificate I felt a duty and a deep desire to visit Genazzano, the Sanctury of Our Lady of Good Counsel, who has accompanied me throughout my life with her maternal presence, her wisdom and the example of her love for her Son, the Son who is always the centre of my faith” ( Entry in the guest book of the Sanctuary , 10 May 2025). It is with joy that I am here once more, to celebrate with you the Vigil of the Nativity of the Most Holy Virgin and to entrust to the Child Mary that which is still being born within this poor yet magnificent humanity: fragile as a seedling, yet a sign of God’s faithfulness. Yes, Mary is the dawn of a different day, of our world finally freed from evil. And here we are, in her presence, gathered around the Altar from which salvation comes to us and transforms us, making us children in the Son. Let us ask her for her Good Counsel, so that we may receive the divine Word, cherish it within us and bring it to light through courageous and wise decisions of authentic conversion.
Dear friends, in this place of long-standing Augustinian presence, I shall return to the biblical passages just proclaimed with the help of Saint Thomas of Villanova, an Augustinian friar and bishop who, by dedicating his life to the service of the poor, penetrated deeply into the truth of the faith. He was able to see the paradox of Mary’s smallness and, so to speak, her marginality, which was made central to the plan of salvation. Let us ask ourselves: what must the birth of a baby girl have meant in the time of Joachim and Anne? Saint Thomas delves deeply into this: “I have reflected many times”, he writes, “and I have asked myself why the Evangelists, who have spoken so at length about Saint John the Baptist and the Apostles, tell us so briefly the story of the Virgin Mary, who surpasses them all in her life and in her personal stature. Why, I wonder, is there no description of the manner of her conception, her birth, her upbringing, her habits, the virtues that adorned her, the human relationship she shared with her Son, how she related to Him, or how she lived with the apostles after His Ascension? All these things were important, and the faithful would have read them with singular devotion; they would have been a delight to the common people. Oh, Evangelists, I appeal to you! Why have you deprived us of such great joy through your silence? Why have you omitted such joyful, long-awaited and pleasant details?” (cf. Complete Works VII, 266,8).
We find in these words an important suggestion for our faith: to question the Scripture and its writers, to engage in discussion with the text and to dialogue with the witnesses of Revelation, as we would with friends. We are, in fact, ‘fellow citizens with God’s people and also members of his household” ( Eph 2:19), and from Mary herself we learn the kind of understanding that converses with God, asks questions (cf. Lk 1:34) and interprets events by treasuring them and pondering them in the heart (cf. Lk 2:19, 51). The Gospel according to Matthew, however, seems, through its silence, to vindicate Saint Thomas of Villanova. We have heard it: it records Mary’s presence, but not a single word from her. Yet Mary’s mere presence – and that of the Son within her – sets the whole story in motion: that of Joseph and his entire household. Mary’s presence brings about a kind of leap in the genealogy, like an unexpected novelty, capable of altering not only expectations but also a man’s predictable behaviour. What Joseph hears, what he decides and what he does is, in fact, a response to God and to Mary’s presence, to her absolute otherness, which transcends all possible discourse and narrative. In Mary, salvation finds a home: God with us!
Again, our Saint Thomas writes: “Well, regarding these reflections of mine to which I was referring, as to why no book has been written on the deeds of the Virgin, as has been done for the deeds of Paul, […] it occurs to me only that it was so because it pleased the Holy Spirit, and that, by His prompting, the Evangelists remained silent about her, for the simple reason that the Virgin’s glory, as we read in the Psalm, was all within her (cf. PIs 44:14 Vulg.), and could be imagined rather than described, and that, as a summary of her story, what is expressed in the title suffices: that Jesus was born of her. What else do you wish to know? What else are you seeking in the Virgin? It is enough for you to know that she is the Mother of God” ( ibid .).
Dear brothers and sisters, we feel almost a sense of vertigo in the face of this Mystery: it is impossible to grow accustomed to it! We celebrate the birth of a little girl called to become the Mother of her Creator, the Mother of God who saves. And yet, a little girl is simply born, just like the daughters and granddaughters we hold in our arms. Today we bestow upon her noble and exalted titles, such as Lady and Queen, but God’s way has been and remains simpler and more silent, yet no less powerful and transformative. It is the way of Jesus Himself, “the firstborn among many brethren ( Rom 8:29). Just like Mary, we too are “predestined to be conformed to the image of [the] Son” ( ibid .): by grace, certainly, but by desiring and preferring His way, His choices, His path above all others. In Jesus Christ, God chose the humblest historical circumstances and the humblest of creatures to reveal the uniqueness of His Kingdom, in which arrogance has no place and omnipotence is creation, service and care for life.
Saint Thomas of Villanova then adds: “Let your imagination run free, expand the boundaries of your understanding, and paint within the depths of your soul a young woman who is most pure, most prudent, most beautiful, most devout, most humble, most meek, full of every grace, most rich in holiness, adorned with all the virtues, embellished by all the charisms, utterly pleasing to God; magnify her as much as you can, imagine her to the fullest extent of your ability” ( ibid .). Saint Thomas invites us to engage in this marvellous exercise of the imagination. And he observes: “The Holy Spirit did not describe it in writing, but waited for you to paint it within yourself” ( ibid ., VII, 266,9). Dear brothers and sisters, this is exactly the case: in contemplative prayer, that which the world does not tell us, but which already exists, takes shape; that which is still invisible, but which possesses a new kind of power in itself. This is not a matter of fantasy, but of prophecy. We need this, in times of destruction and uncertainty, in order to see the work of God and to serve it.
The prophet Micah, in tiny Bethlehem, foresaw the coming of a King of Peace, thanks to whom we might at last dwell on earth in safety (cf. Mic 5:1–4). And today, in the Collect, turning to little Mary, we asked that “the feast of her birth may increase peace within us”. Yes, dear friends, let us imagine peace – let us expand the boundaries of our understanding and paint a picture of it in our souls – so that we may recognize that it already exists, and so that we may welcome and serve it. It is God’s gift, the breath of the Risen One, the work of the Holy Spirit. Let us allow peace to grow within us. It will germinate in the world. And the Mother of Good Counsel will accompany us on this mission.
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Holy See Press Office Bulletin , 7 September 2026