Vaishnava · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Let me treat unwanted temptations like uninvited visitors: even if I have to entertain them, let me neither embrace nor employ them.
ohne Namen ·
Gita Daily (Chaitanya Charan Das) ·
2026-09-11
· Pune
· Quelle
Demut · Hauptbotschaft
Verantwortung · tragend
Wer Versuchungen als nützliche Werkzeuge einsetzt, verliert die Kontrolle über sie und wird zu ihrem Sklaven; wahre Freiheit besteht im bewussten Abstand und in der Hingabe an Gott.
Hilf mir, daran zu erinnern, dass genau die Versuchung, die ich jetzt als Dienerin einsetzen zu können glaube, mich am Ende als ihre Sklavin einsetzen wird.
Der Text verwendet die Metapher des ungebetenen Gastes, um den Umgang mit inneren Versuchungen zu beschreiben. Er unterscheidet zwischen dem bloßen Wahrnehmen eines Reizes und dem aktiven Einlassen auf ihn. Der Sprecher bittet Gott um Hilfe, einen gesunden Abstand zu wahren und die Versuchung nicht zu 'beschäftigen' oder zu 'umarmen'. Ein zentrales Argument ist die Warnung davor, eine Versuchung als Werkzeug zu nutzen, da sie dann die Kontrolle über den Menschen übernimmt. Der Text ruft dazu auf, Gott einen größeren Platz im Bewusstsein einzuräumen als den Versuchungen. Am Ende wird ein Vers aus der Bhagavad Gita zitiert, der die Stärke der Sinne und die Schwierigkeit ihrer Beherrschung beschreibt. Die Botschaft ist eine Anleitung zur inneren Disziplin und geistigen Wachsamkeit im Alltag.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Genügsamkeit, Fasten, freiwilliges Opfer, Loslassen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
in Täuschung oder Begehren verfangen, aber befreibar
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern (erschlossen)
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Versuchungen ignorieren und ablehnen (innerlich)
- Gesunden Abstand zu Versuchungen wahren (innerlich)
- Gott einen größeren Platz im Bewusstsein einräumen (innerlich)
Genannte Stellen
Bhagavad Gita 2.60
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 1 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Mein lieber Herr, dringen manchmal Versuchungen ungebeten in mein Bewusstsein ein, ausgelöst durch etwas, das ich äußerlich wahrnehme oder innerlich erinnere. Hilf mir, wann immer es möglich ist, sie vollständig zu ignorieren und abzulehnen. Doch manchmal kann ein verführerischer Reiz als Teil eines Pakets kommen – mein Dienst kann es erfordern, ihn wahrzunehmen oder mit ihm umzugehen. In solchen Augenblicken lass mich in seiner Gegenwart sein, ohne seinem Einfluss nachzugeben.
O allwissender Herr, hilf mir, zwischen dem Unterhalten einer Versuchung und ihrem Annehmen zu unterscheiden. So wie Notwendigkeit oder Höflichkeit es von mir verlangen können, einen ungebetenen Gast kurz zu empfangen, lass mich mit der Versuchung nur dann und nur in dem Maße umgehen, wie es notwendig ist. Hilf mir, einen gesunden Abstand zu wahren – höflich, wo es möglich ist, bestimmt, wo es nötig ist.
O allmächtiger Herr, lass mich die Versuchung weder persönlich annehmen noch sie zum Vergnügen einsetzen. Beschütze mich davor, mir vorzustellen, ich könne die Versuchung für mich arbeiten lassen, ohne am Ende für sie arbeiten zu müssen. Hilf mir, daran zu erinnern, dass genau die Versuchung, die ich jetzt als Dienerin einsetzen zu können glaube, mich am Ende als ihre Sklavin einsetzen wird.
O geliebter Herr, möge ich der Versuchung in meinem Bewusstsein keinen größeren Platz einräumen, als es die Umstände erfordern, und dir in allen Umständen einen immer größeren Platz in meinem Bewusstsein einräumen.
***
02.60 Die Sinne sind so stark und ungestüm, o Arjuna, dass sie den Verstand sogar eines Mannes der Unterscheidungskraft, der sich bemüht, sie zu beherrschen, gewaltsam mit sich fortreißen.
Der Beitrag „Lass mich unerwünschte Versuchungen wie ungebetene Gäste behandeln: selbst wenn ich sie empfangen muss, lass mich sie weder umarmen noch einsetzen.“ erschien zuerst auf Chaitanya Charan Das, Bhagavad Gita ISKCON.
Wortlaut im Original
My dear Lord, temptations sometimes enter my consciousness unsolicited, triggered by something I perceive externally or remember internally. Whenever possible, help me neglect and reject them entirely. But sometimes a tempting stimulus may come as part of a package—my service may require me to perceive or engage with it. At such times, let me be in its presence without succumbing to its influence.
O all-perceiving Lord, help me distinguish between entertaining temptation and embracing it. Just as necessity or courtesy may require me to entertain an uninvited visitor briefly, let me engage with temptation only when necessary and only as much as necessary. Help me maintain a healthy distance—politely when possible, firmly when necessary.
O almighty Lord, let me neither embrace temptation personally nor employ it for pleasure. Protect me from imagining that I can make temptation work for me without eventually being made to work for it. Help me remember that the very temptation I think I can employ now as a servant may eventually employ me as its slave.
O beloved Lord, may I give temptation no greater place in my consciousness than circumstances require and give you an ever-greater place in my consciousness in all circumstances.
***
02.60 The senses are so strong and impetuous, O Arjuna, that they forcibly carry away the mind even of a man of discrimination who is endeavoring to control them.
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