Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Wir nähern uns dem Ramadan
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2026-01-23
· Köln
· Quelle
Verantwortung · Hauptbotschaft
Demut · tragend
Wissen · tragend
Der Monat Schaban dient als prophetisch vorgesehene Phase der inneren Reinigung und geistigen Vorbereitung, in der Gläubige durch erhöhte Andacht und Selbstprüfung ihre Taten für das Jenseits bereiten.
Lasst uns heute in die Fußstapfen des Gesandten Allahs treten, indem wir unsere Glaubenspraxen mit Ihlas verrichten und die Vorfreude auf den kommenden Ramadan in unseren Herzen erwecken.
Der Text kündigt den Beginn des Ramadans an und würdigt den Monat Schaban als spirituelle Vorbereitungsphase. Er verweist auf die Praxis des Propheten Muhammad, in Schaban vermehrt freiwillige Gebete zu verrichten, um sich auf das Fasten einzustimmen. Die Gläubigen werden aufgefordert, durch das Lesen und Meditieren des Korans sowie durch erhöhte Gebetspraxis ihre Herzen zu reinigen. Ein zentrales Element ist die Selbstprüfung im Hinblick auf das Jenseits, da die Taten der Gläubigen in diesem Monat Gott vorgelegt werden. Der Text betont die Bedeutung der inneren Aufrichtigkeit (Ihlas) und der geistigen Vorbereitung auf die heilige Zeit. Er schließt mit einer Ermahnung zur Gottesfurcht und zur Achtsamkeit gegenüber dem eigenen Handeln.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Koran lesen und rezitieren (innerlich)
- Freiwillige Gebete verrichten (rituell)
- Selbstprüfung im Hinblick auf das Jenseits vornehmen (innerlich)
Genannte Stellen
Muslim, Siyam, 176 · Nesa'i, Siyam, 70 · Koran 59:18
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 3
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Wir nähern uns dem Ramadan
(23.01.2026)
Der Monat Redscheb, der das Tor zu den gesegneten drei Monaten war, ist zu Ende. Heute befinden wir uns bereits am vierten Tag des Monats Schaban, was bedeutet, dass der Ramadan, der Monat der Barmherzigkeit, nach weniger als einem Monat eintreten wird. Möge Allah uns allen ermöglichen, den Segen und die Gunst dieser heiligen Zeit voll auszuschöpfen und wohlbehalten den Ramadan zu erleben.
Geschwister! Werte Gläubige!
Der Monat Schaban hatte einen ganz besonderen Stellenwert im Herzen unseres geliebten Propheten (s). Er betrachtete diesen Monat als die Vorbereitung auf den Ramadan. In dieser gesegneten Zeit verrichtete er mehr freiwillige Glaubenspraxen als gewöhnlich und zeigte uns, wie wir in die weite spirituelle Atmosphäre des Ramadans eintreten sollten.1
Lasst uns heute in die Fußstapfen des Gesandten Allahs treten, indem wir unsere Glaubenspraxen mit Ihlas verrichten und die Vorfreude auf den kommenden Ramadan in unseren Herzen erwecken. Betreten wir den Ramadan, den Monat des Korans, nicht ohne den Koran. Schmücken wir unsere Zungen mit dem Koran, heilen wir unsere Herzen mit dem Koran, lassen wir uns leiten mit dem Koran.
Das Lernen kennt kein Alter! Wenn wir das Lesen des Korans noch nicht beherrschen, dann lasst uns sofort beginnen, das heilige Buch Allahs lesen zu lernen. Wenn wir den Koran bereits lesen können, dann lasst uns jeden Tag – auch wenn es nur ein paar Seiten sind – Koran rezitieren, um unsere Seele auf den Ramadan vorzubereiten. Lasst uns über die Bedeutung der Verse nachdenken und versuchen, den Ruf Allahs in unser Leben einfließen zu lassen. Verrichten wir die vorgeschriebenen Rituale und vermehren zugleich unsere freiwilligen Gebete. Lasst uns mehr Zeit in der Niederwerfung verbringen und mehr Gebete sprechen. Bereiten wir uns innerlich, geistig, moralisch und körperlich auf den Ramadan vor.
Werte Gläubige!
All diese Vorbereitungen sind im Grunde ein prophetisches Erbe, das über Jahrhunderte weitergegeben wurde. Unser Prophet (s) erklärte den Monat Schaban und den Sinn des Fastens in diesem Monat mit folgenden Worten: „Der Monat Schaban ist der Monat zwischen Redscheb und Ramadan, über den die Menschen oft unachtsam sind. Doch in diesem Monat werden die Taten Allah, dem Herrn der Welten, vorgelegt. Und ich wünsche, dass meine Taten Allah vorgelegt werden, während ich faste.“2
Verehrte Gläubige!
Die Lehre unseres Propheten (s), dass unsere Werke Allah vorgelegt werden, mahnt uns zur Vorbereitung auf den Ramadan und erinnert uns daran, rechtzeitig in unser ewiges Leben zu investieren. Diese Vorbereitung betrifft nicht nur einen Monat, sie umfasst unsere gesamte Mühe, die wir für die Verschönerung unseres Jenseits aufbringen. Ich möchte meine Predigt mit der Ermahnung unseres Schöpfers abschließen, die zu einer tiefen Selbstprüfung einlädt: „Gläubige! Fürchtet Allah. Jede Seele soll bedenken, was sie für das Jenseits vorausschickt. Seid achtsam gegenüber Allah; Er weiß genau, was ihr tut.“3
Die DİTİB-Predigtkommission
Quellen:
1 Muslim, Siyam, 176.
2 Nesa‘i, Siyam, 70.
3 Koran, al-Haschr, 59/18.
2026-01-23
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