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Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Wo kommt meine Hilfe her? – Psalm 121

FeG Dresden · FeG Dresden – Predigt-Podcast · 2026-08-23 · Dresden · Quelle

Hoffnung · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Dankbarkeit

Das irdische Leben ist eine Pilgerreise zu einer himmlischen Heimat, und die Hilfe für alle Schwierigkeiten auf diesem Weg kommt ausschließlich von Gott, dem Schöpfer von Himmel und Erde.

Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Von dem Gott, der diese Berge geschaffen hat. Der Souverän über allem steht. Der alles sieht und der mich an Ziel bringt. Meine Hilfe kommt von ihm.

Die Predigt führt über den Vergleich von Mixtapes mit den Psalmen 120–134 (Hinaufgangspsalmen) zu Psalm 121. Die Pilger sangen diese Lieder auf dem Weg nach Jerusalem, der als anstrengend und gefährlich beschrieben wird. Der erste Vers des Psalms wird doppelt gedeutet: Die Berge können sowohl Schutz (Zion) als auch Gefahr (Räuber, heidnische Altäre) darstellen. Die Antwort auf die Frage nach der Hilfe ist in beiden Fällen dieselbe: Sie kommt vom Herrn, dem Schöpfer von Himmel und Erde. Der Text überträgt das Bild auf das christliche Leben als Pilgerreise zu einer himmlischen Heimat. Die Zuhörer werden aufgefordert, sich zu fragen, wo sie Hilfe brauchen und woher sie diese Hilfe beziehen. Die Predigt schließt mit dem Hinweis, dass Gott durch Menschen hilft, die die Wahrheit aussprechen und an Gottes Versprechen erinnern.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Ps 121 · 2. Mose 23 · Ps 125 · Lk 10 · Eph 3,20

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
1 von 3, benannt: Heiden mit ihren Altären in den Bergen
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Herzlich willkommen zur Predigt der FHG Dresden. Wir wünschen dir eine gewinnbringende Zeit. Mehr Informationen zu unserer Gemeinde findest du unter dresden.fhg.de Ich freue mich sehr, dass ich heute die Gelegenheit habe, bei euch zu Predigen einfach hier zu sein mit euch und den Vormittag mit euch zu verbringen. Ich bin sehr dankbar für die Einladung. Zum Beginn habe ich eine Frage für euch. Es ist mir schon klar, dass für die jüngere Generationen es kann sein, dass es eine schwere Frage ist. Aber ich stelle die Frage trotzdem. Kann mir jemand von euch sagen, was das ist? Weißt du, was es ist? Nein. Nein, es ist kein Radio. Fast. Was ist das? Eine Kassette. Ganz genau. Es ist eine Kassette. Als ich Teenager war vor vielen Jahren, waren die Kassetten unsere damalige Spotify. Heute kann man auf Spotify in Sekunden schnell eine Playliste erstellen. Da gab es in verschiedenen Liedern und Musikern. Damals hatte man entweder einen Haufen Kassetten von einer anderen Musikgruppe oder man sammelte alle seine Lieblingslieder auf einer leeren Kassette, damit sie alle an einem Ort waren. Diese Sammlung von Liedern hieß damals eine Mixtape. Oder eine vermischte Kassette, eine selbst aufgenommener Kassette. Weil es eine Mischung aus verschiedenen Songs von verschiedenen Musikern war. Und diese Prozess, ein Mixtape zu machen, war sehr aufwendig. Wie viele von euch Erwachsen haben das schon mal gemacht? Genau, ihr wisst wovon ich rede. Man brauchte erst mal eine leere Kassette und ein Aufnahmegerät. Man steckte die Kassette ins Aufnahmegerät und dann konnte man die Musik direkt aus dem Radio, also aus einem anderen Gerät aufnehmen. Man städte sich also mit dem Aufnahmegerät vor das Radio und nahm seine Lieblingssongs direkt vom Radio auf. Später gab es ein Gerät und das Radio und Aufnahmegerät war ein Gerät. Man konnte das ganze Prozess mit einem Gerät machen, das ist sehr modern. Und wenn der Radiomoderator ankündigte, dass ein bestimmtes Lied gespielt werden würde, hat man die Kassette vorgespürt und gleichzeitig auf Play und Rekord gedrückt, wenn das Lied angefangen hat und auf Stopf, wenn das Lied vorbei war. Man hat sich immer geärgert, wenn man die erste Töne verpasst hat. Oder wenn der Radiomoderator über das Lied am Ende gesprochen hat. Es war so ärgerlich, aber so hat man seine Lieblingslieder gesammelt und eine Playliste erstellt. Solche Mixtapes waren für mich besonders wichtig, wenn ich eine lange Reise vor mir hatte. Man hatte die Möglichkeit, die Kassetten in den meisten Autos zu spielen. Meine Universität war so 10 Stunden von meinem Elternhaus entfernt. Es war mir wichtig, dass ich gute Musik für die Reise dabei hatte. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber wenn ich gute Musik auf einer Reise hören kann, dann fühlt sich die Fahrt nicht so lange an. Es hilft mir, in die richtige Stimmung für diese lange Reise zu kommen. Musik für eine Reise zu sammeln, ob das auf einer Kassette oder auf ein CD oder bei Spotify, ist nichts Neues. Im alten Testament lesen wir, wie sich die Juden z.B. 3-mal im Jahr sich auf dem Weg zum Tempel in Jerusalem gemerkt haben, um dort 3 verschiedene vorgeschriebene Feste zu feiern. Es war das Fest der ungesäuerte Brote, um sich daran zu erinnern, wie Gott sie aus Ägypten geführt hat. Es war das Fest der Ernte, am Anfang der Erntezeit. Es war das Laubhüttenfest am Ende der Erntezeit. Die waren vorgeschriebene 2.Mose 23. 3-mal im Jahr soll jedermann in Israel vor Gott dem Herrn erscheinen. Also machten sie sich 3-mal im Jahr auf dem Weg nach Jerusalem, um diese Feste zu feiern. Es war nicht nur so, dass sie eine lange Reise nach Jerusalem hatten, sondern Jerusalem, wo sie hin mussten, liegt etwa 823 Höhenmeter in den Bergen. Das heißt, die Reise war auch gefährlich und anstrengend, denn die meisten sind zu Fuß gegangen. Die hatten vielleicht höchstens einen Esel dabei, aber die meisten sind zu Fuß gegangen. Die haben diese lange Reise gemacht. Und so, als sie in die Berge gestiegen sind, um sich gegenseitig zu ermutigen und für den Aufstieg aufzumuntern und auch um ihre Herzen für das Fest vorzubereiten, haben sie Lieder gesammelt, die sie auf diesem Weg hinauf in die Stadt gesungen haben. Und diese Sammlung, diese Playliste sozusagen von Liedern finden wir in dem Psalm 120-134 zusammengestellt. Die heißen Walfalslieder oder Pilgerlieder oder Lieder des Aufstiegs. Interessanterweise werden sie auch Stufenlieder genannt, denn jeder Psalm in dieser Sammlung war ein Schritt sozusagen in Richtung Jerusalem. Wenn man diese Psalmen in ihre Reihen vorgeließt, kann man der Reise ein Stück folgen. Zum Beispiel, Psalm 120 beginnt mit den Pilgern in einer fernen Land, in einer feinlichen Umgebung. Psalm 122, sind sie ein bisschen näher. Also, da wird die Ankunft der Pilger in Jerusalem dargestellt. Und der Rest der Psalmen in dieser Playlist bewegt sich auf den Tempel zu, wobei verschiedene Eigenschaften Gottes erwähnt werden. Man kommt immer näher ans Ziel. Ich kann euch neu ermutigen, diese Psalmen, also 120 bis 134, in der Reihenfolge zu lesen und zu versuchen, euch diese Reise nach Jerusalem vorzustellen. Heute schauen wir einen von diesen Psalmen genauer an, und zwar Psalm 121, wo sie immer noch auf dem Weg Richtung Jerusalem waren, aber noch nicht angekommen. Die hatten noch die Berge vor sich. Und zunächst möchte ich dem Psalm für euch vorlesen. Und während ich das tue, versuch dir, die Pilger auf dem Weg nach Jerusalem vorzustellen. Vielleicht hilft euch dieses Bild. Versetze dich in ihre Lage. Was siehst du? Was riechst du auf dem Weg? Was hörst du? Vielleicht Gespräche von den anderen Pilger um dich herum? Was spürst du? Stell dir die Sonne und Hitze vor, wie du schwitzt, wie du versuchst, dich vor der Sonne zu schützen. Der Weg ist auch steinig und staubig, kein Asphalt. Nach dem langen Weg tun die Muskeln und Gelenke weh. Und überlegt mal, warum sie genau diesen Psalm zu diesem Zeitpunkt auf der Reise gesungen haben. Und wenn es dir hilft, schliegt mal die Augen und höre dem Psalm. Psalm 121. Ich schaue hinauf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Er wird nicht zulassen, dass du stolperst und fällst. Der dich behütet, schläft nicht. Seht, der Israel behütet, wird nicht müde und schläft nicht. Der Herr selbst behütet dich. Der Herr ist dein Schützen der Schatten über deiner rechten Hand. Die Sonne wird dir am Tag nichts anhaben, noch der Mond beinacht. Der Herr behütet dich vor allem unheil und bewahrt dein Leben. Der Herr behütet dich, wenn du kommst und wenn du wieder gehst, von nun an bis in Ewigkeit. Wir sind natürlich keine Pilger auf dem steinigen, staubigen Weg nach Jerusalem, um dort feste zu feiern. Aber die Bibel sagt definitiv, dass wir Pilger sind. Dass wir auf einem Weg zu einem bestimmten Ziel sind. Dass unser Leben auf Erde nur die Reise auf dem Weg zu unserer Heimat ist. Und diese Tatsache, diese Wahrheit, dass wir Pilger sind, dass wir auf dem Weg zu unserer Heimat sind. Diese Wahrheit dürfen wir nicht vergessen, wenn wir diesen Psalm lesen. Diese Welt und alles, was wir hier erleben, ist nicht unsere Heimat. Und so Ziel kommt noch. Und es ist viel, viel schöner, viel besser als alles, was wir hier erleben. Im Psalm 121 nähern sich die Pilger ihrem Ziel. Aber noch vor dem Ziel standen die Berge und sie mussten durch, die mussten rüber. Und der Psalmes sagt, er singt, ich schaue hinauf zu den Bergen. Woher wird meine Hilfe kommen? Und es gibt zwei Möglichkeiten, wie wir diesen ersten Vers verstehen können. Oder wie sie die Berge betrachtet haben. Zwei Möglichkeiten. Auf einer Seite, weil Jerusalem in den Bergen lag, oder liegt immer noch, weil Jerusalem in den Bergen lag, waren die Berge ein Ort des Segens, des Schützes für sie. Psalm 125, was auch ein Pilgerlied ist, beginnt so. Die auf den Herrn vertrauen sind wie der Berg Zion. Er steht fest und sicher und hat für immer Bestand. Und wie die Berge Jerusalem umgeben und schützen, so umgibt und schützt der Herr sein Volk, jetzt und für alle Zeit. Also die Bergen waren schützend und segend für sie, weil Jerusalem da war. Vielleicht sagt er, ich schaue hinauf zu den Bergen. Woher kommt meine Hilfe? Also von dort, wo Gott wohnt in Jerusalem. Aber gleichzeitig könnten die Berge auch ein Ort der Gefahr, der Unsicherheit, der Schwierigkeiten für einen erschöpften Pilger sein. In den Bergen versteckten sich wilde Tiere. In den Bergen versteckten sich die Räuber, so wie in der Geschichte vom herzlichen Samariter. In Lukas Zehns fängt so an, ein Mann befand sich auf der Straße von Jerusalem nach Jericho, als er von Räubern überfallen wurde. Das ist genau in dieser Gegend. Die Berge waren gefährlich. Die Berge waren auch ein Ort, wo die Heiden ihre Altäre gebaut haben. Und das war den Pilgern bewusst. Ich schaue hinauf zu den Bergen, hinauf zu den Bergen, dort wo die heidnische Altäre gebaut sind. Aber wo kommt meine Hilfe her? Man könnte es auch so lesen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man die Berge betrachten konnte. Aber egal, wie die Berge in diesem Vers betrachtet werden, ob sie gefährlich oder schützen sind, die Antwort auf diese Frage in Vers 2 ist gleich. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat. Von dem Gott, der diese Berge geschaffen hat. Der Souverän über allem steht. Der alles sieht und der mich an Ziel bringt. Meine Hilfe kommt von ihm. Als Pilger in dieser Welt. Wo brauchst du Hilfe? Wie alle brauchen Hilfe, ob wir es zugeben oder nicht? Wo brauchst du Hilfe? Gerade eben, vielleicht mit den Finanzen klarzukommen. Oder in deinen Beziehungen, deine nächste zu lieben. Brauchst du da Hilfe? Bei der Erziehung deiner Kinder? Eltern, braucht ihr Hilfe, eure Teenagers zu verstehen? Teenies, braucht ihr Hilfe, eure Eltern zu verstehen? Ich weiß nicht, ob es Teenies gibt. Mit deinem Körper Gesundheit, braucht ihr Hilfe, auf Arbeit in der Schule den Vortrag zu halten, Masterarbeit abzuschließen. Braucht ihr Hilfe, ein schwieriges Gespräch zu führen, jemandem zu vergeben? Braucht ihr da Hilfe? Brauchst du Hilfe, das Richtige zu tun? Zu Sünde in deinem Leben Nein zu sagen? Versuchungen zu widersprechen, Widerstehen. Wo brauchst du Hilfe? Es ist eine berechtigte Frage. Aber genauso legitim ist die Frage, wo kommt deine Hilfe her? Wo suchen wir Hilfe, wenn wir Hilfe brauchen? Wenn ich ganz ehrlich bin, ist die Versuchung für mich, wenn ich Hilfe suche, Hilfe bei Quellen zu suchen, die mir letztlich nicht angemessen helfen können. Anstatt zu Gott zu gehen, der meine Not viel besser kennt, als ich sie selber kenne, anstatt zu Gott zu gehen, der mir viel besser helfen kann als jeder andere. Und der unendlich viel mehr tun kann, als wir je bitten oder nur hoffen würden. Erfessert 3, verse 20. Gott liebt es, uns zu helfen. Er liebt es, er steht bereit, uns zu helfen, wenn wir Hilfe brauchen, egal wie oder was, die umständen sind. Er ist da und er möchte uns helfen. Die Tatsache ist, und ich bin davon überzeugt, Gott hilft uns in unserem Alltag viel öfter, als wir es wahrnehmen. Und manchmal hilft Gott uns, indem er Leute an unsere Seite stellt, die die Wahrheit über unsere Situation aussprechen. Manchmal brauchen wir solche Menschen, die uns genau die Dinge sagen, die andere sich nicht zu sagen trauen. Manchmal brauchen wir solche Menschen, die uns genau die Dinge sagen, die andere sich nicht zu sagen trauen. Und manchmal brauchen wir Menschen, die uns einfach an die Wahrheit über Gott erinnern. Wer Gott ist, was Gott uns verspricht, wie Gott wirkt. Hast du solche Leute in deinem Leben? Der Psamus hatte welche, die ihn tatsächlich auf der Reise begleitet haben. Habt ihr das in dem Psam gemerkt? In den ersten zwei Versen redete der Psalmist über sich selbst oder mit sich selbst. Ich schaue hinauf zu den Bergen. Meine Hilfe kommt vom Herrn. Und dann plötzlich ändert sich die Person, die redet. Er wird nicht zulassen, dass du stolpers und fässt. Der dich behütet, schläft nicht. Sehr der Israel behütet, wird nicht müde und schläft nicht. Eine zweite Person taucht auf, spricht dem Psalmisten an oder der Psalmist spricht ihm an und erinnert ihn an Wahrheiten über Gott. Wahrheiten, entscheidende Wahrheiten für seine Situation auf der Reise. Entscheidende Wahrheiten für deine Situation, wo du gerade Hilfe brauchst. Was sind die Wahrheiten in diesem Versen über Gott? Lass sie einfach auflisten. Er lässt nicht zu, dass du stolpers und fässt. Das ist eine Wahrheit über Gott. Er hält dich. Er ist beständig und zuverlässig. Er schläft nicht. Wird nicht müde. Das ist eine Wahrheit über Gott für deine Situation. Nicht einmal ein kleines Nickerchen. Deine Situation, wo du gerade Hilfe brauchst. Deine Situation langweilt ihn nicht. Gott ist dir gegenüber nicht gleichgültig oder vernachlässig dich. Seine Aufmerksamkeit ist immer, immer auf dich gerichtet. Er lässt sich nicht ablenken. Seine Aufmerksamkeit ist auf dich gerichtet und er kann nicht weggucken. Er kann nicht weggucken. Er sieht dich. Er sieht deine Situation. Es langweilt ihn nicht. Und dann kommt sieben Mal, wie du holst. Er behüte dich. Er behüte dich. Er behüte dich. Er ist dein Schützen der Schatten. Er bewahrt dein Leben. Vor allen extremen. Vor allen extremen. Und alles dazwischen. Von der Sonne, vom Mond, am Tag, bei Nacht. Wenn du kommst, wenn du wieder gehst, von nun an bis in die Ewigkeit. Das sind Wahrheiten über Gott für deine Situation. Von diesem Gott bekommst du Hilfe. Schön, oder? Das ist eine letzte Frage, die ich stellen möchte. Es kann sein, dass ihr euch diese Frage selber im Laufe der Predigt gestellt habt. Wenn im Text steht, dass er nicht zulässt, dass ich stolperer oder falle. Oder dass er mich vor allem unheilbehütet. Oder dass er mein Leben bewahrt. Bedeutet das, dass ich vollkommene Gesundheit, Komfort und Glück erwarten soll? Ich meine, das sind richtig krasse Aussagen, oder? Heißt das, dass mir als Christ nichts Schlimmes passieren wird? Wenn man das so liest, könnte man das so verstehen, oder? Und dann muss ich das mit meiner Erfahrung als Christ vergleichen. Ich habe lange in diesem, ich habe lange, wir alle haben lange genug in dieser Welt gelebt, um zu wissen, dass das nicht wahr sein kann, oder? Dr. David Jeremiah, ein amerikanischer Prediger, sagt, die Bibel lügt uns nie, indem sie behauptet, das Leben sei einfach. Christ zu sein ist kein Freifahrtsschein. Es gibt keine Abkürzungen, um die wesentliche menschliche Erfahrung zu umgehen. Aber irgendwie kommen die Menschen auf diese falsche Idee und wenn sie schließlich mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, wie es immer der Fall ist, kommen sie zu der irrationalen Schlüssefolgerung, dass das Vorhahnsein von Schwierigkeiten die Abwesenheit von Gott impliziert. Einen größeren Irrtum kann man sich nicht vorstellen. Zitat Ende. Das heißt, nur weil ich Christ bin, bedeutet nicht, dass ich nichts Schlimmes erleben werde. Wie ist denn dieser Text zu verstehen? Aus der Perspektive eines Pilgers. Aus der Perspektive eines Pilgers. Es macht einen Unterschied, ob ich mein Leben so lebe, als gäbe es nur diese Welt. Es macht einen Unterschied. Also wäre diese Welt das Ziel. Dann würde ich diesem Psalm lesen und sagen, das ist nicht wahr. Das kann nicht wahr sein. Alles Unglück würde diesem Psalm widersprechen. Aber wenn Christus mein größter Schatz ist, nicht das, was mir diese Welt anbieten kann, nicht mein Besitz, nicht mein Körper, nicht meine Träume oder was auch immer, sondern Christus, wenn er mein größter Schatz ist, wenn er mein Heimat, wenn er mein Ziel ist und wenn mein Blick nach vorne gerichtet ist auf das, was noch kommt, eine Ewigkeit mit meinem größten Schatz. Und wenn ich mein Leben hier auf Erde wirklich, als das eines Pilgers betrachte, der nur unterwegs ist zu seinem Warnheim, zu seinem Wahnsinn, werde ich, egal was ich in diesem Leben erfahre, egal was mir passiert, werde ich eines Tages mit Sofersicht sagen können, er hat mein Leben bewahrt. Ich bin angekommen. Jesus hat mein Leben bewahrt. Es hat sich gelohnt. Der, der sein Leben für uns geopfert hat, der die größte Last der Welt getragen hat, unsere Sünde, damit wir diese Ewigkeit mit ihm erleben dürfen. Er bringt uns an Ziel. Das tut er. Und er begleitet uns auf dem Weg und hilft uns beim jeden schwierigen, schmerzhaften, fröhlichen Schritt dahin. Er ist nah. Er ist aufmerksam. Er sieht uns. Er begleitet uns. Und er allein ist unsere Hilfe. Und er hilft uns gern. Wo brauchst du heute Hilfe? Zum Schluss möchte ich euch die Gelegenheit geben, in der Stille, eine Minute, stille Zeit, um, also Gott, um Hilfe zu bitten für deine jetzigen Situation. Du kennst deine Situation, du weißt, wo du Hilfe brauchst. Nutze dieser Zeit, diese stille Zeit und rede mit ihm. Sag ihm, vielleicht ist es nur drei Wörter, was du sagst. Gott, hilf mir. Aber rede mit ihm. Sag ihm, was deine Situation ist und bitte ihm um Hilfe. Amen. Danke fürs Zuhören. Das Evangelium von Jesus Christus ist die gute Nachricht, dass Jesus der Sohn Gottes für uns gestorben und auferstanden ist. Er hat mit seinem Leben für alles bezahlt, was in seinen Augen nicht gut ist vor Gott. Jeder, der ihm vertraut, kann ein Kind Gottes werden. Ich lade dich jetzt ein, dein Leben Jesus Christus zu öffnen und zu sagen, komm in mein Leben. Vergib mir, was in deinen Augen nicht gut war. Ich nehme dich als meinen Herrn und Retter an. Ich will dich kennenlernen und mein Leben nach deinen Maßstäben führen. Danke, dass du mich angenommen hast.