Heilung von Trauma und Ablehnung ist möglich, wenn man Unterstützung findet und lernt, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen; die eigene Identität ist keine Schwäche, sondern eine Stärke.
Der Text erzählt die autobiografische Geschichte von Jordan, der in England aufwuchs, als queeres Kind Ablehnung erfährt, in Sucht und missbräuchliche Beziehungen gerät und schließlich durch die Unterstützung von Familie, Freunden und einer Wohltätigkeitsorganisation heilt. Die Kernbotschaft lautet, dass Heilung möglich ist und dass die eigene Identität – insbesondere die queere – nicht die Ursache des Leidens war, sondern die Ablehnung und das Trauma. Jordan arbeitet heute in der psychischen Gesundheitsversorgung und lebt offen mit HIV. Der Text richtet sich an Menschen, die kämpfen, und ermutigt sie, dass sie Liebe und Unterstützung verdienen. Am Ende wird zu Spenden für die LGBT Foundation aufgerufen, um LGBTQ+-Menschen im Vereinigten Königreich zu unterstützen. Der Text verbindet persönliche Zeugnis mit gesellschaftlichem Appell und hoffnungsvoller Botschaft.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Von Jordan (Er/Sie)
Frühe Jahre und verborgener Schmerz
Meine Geschichte beginnt im Südwesten Englands, zwischen Devon und Cornwall, wo ich meine frühen Jahre mit meiner jungen Mutter verbrachte. Sie war eine Jugendliche, als sie Mutter wurde, und von Anfang an zeigte sie eine Stärke, die ich erst später im Leben wirklich verstehen würde.
Die ersten vier Jahre meines Lebens fühlen sich wie ein absichtsvolles Verschwimmen an, Erinnerungen, zu denen ich zurückkehren und die ich mit Ehrlichkeit betrachten musste. Viele Jahre lang hatte ich Mühe zu verstehen und zu akzeptieren, was während meiner Kindheit geschehen war und wie diese Erfahrungen den Menschen geformt haben, zu dem ich wurde. Wenn ich heute zurückblicke, kann ich sehen, dass viele der Entscheidungen, die ich später im Leben traf, Versuche waren, mit einem Schmerz umzugehen, den ich noch nicht benennen konnte.
Jahre später wurde mein Vater zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt für den Schaden, den er unserer Familie und anderen zugefügt hatte. Der Mut meiner Mutter gab uns schließlich die Chance, zu entkommen und von vorn anzufangen.
Das Leben wurde sicherer, aber es war nicht immer leicht. Die nächste Person in unserem Leben war eine Verbesserung, aber als queeres Kind, das versuchte zu verstehen, wer ich war, lernte ich schnell, dass Anderssein etwas war, das manche Menschen schwer akzeptieren konnten.
Er war ein stolzer Militär, Kapitän der lokalen Rugby- und Fußballmannschaften, und er konnte ein Kind nicht verstehen, das seine Freude im Gärtnern, Singen und in Kreativität fand, statt im Sport. Ohne es zu wollen lernte ich, dass ich Teile von mir verbergen musste, um mich akzeptiert zu fühlen.
Auf der Suche nach Zugehörigkeit
Als ich älter wurde, begann ich, an Orten nach Zugehörigkeit zu suchen, die sie mir nicht geben konnten. Mit sechzehn begann ich, mit Substanzen zu experimentieren und stark zu trinken. Mit achtzehn packte ich meine Koffer und zog nach London, in der Hoffnung, endlich das Leben und die Gemeinschaft zu finden, nach denen ich immer gesucht hatte.
Ich begann, in den psychischen Gesundheitsdiensten des NHS zu arbeiten, und anderen zu helfen kam mir natürlich. Mir lagen Menschen in Krisen sehr am Herzen, weil ich verstand, wie es sich anfühlte, zu kämpfen. Aber während ich Schmerz bei anderen erkennen konnte, hatte ich noch nicht gelernt, meinen eigenen zu verstehen. Ich hatte nicht gelernt, wie gesunde Liebe aussah, oder wie tief meine frühen Erfahrungen die Entscheidungen geformt hatten, die ich traf.
In meinen frühen Zwanzigern geriet ich in die Sucht. Ich brachte mich in gefährliche Situationen, auf der Suche nach Verbindung und Akzeptanz an Orten, die mich am Ende schädigten.
Eines Nachts nahm ich an, was ich für Ecstasy hielt, von jemandem, dem ich vertraute. Es war es nicht. Ich verlor das Bewusstsein, und als ich aufwachte, wusste ich, dass mir etwas Schlimmes widerfahren war. Ich werde nicht so tun, als hätte dieser Moment alles über Nacht verändert, aber er wurde der Punkt, an dem ich erkannte, dass ich nicht weiter so leben konnte, wie ich es tat. Es war der Anfang, mich selbst zu wählen, und begann meine Reise zu einem Leben ohne Drogen.
Ein Wendepunkt
Als ich meldete, was geschehen war, verließ ich den Ort mit dem Gefühl, dafür gerügt zu werden, dass ich Drogen genommen hatte, statt als jemand zugehört zu werden, der Trauma erlebt hatte. Ich entschied mich, den Fall nicht weiter zu verfolgen. Lange Zeit verstärkte das die Scham, die ich bereits trug.
Obwohl ich aufgehört hatte, Drogen zu nehmen, suchte ich immer noch nach Liebe an Orten, die sie mir nicht geben konnten. Ich infizierte mich mit HIV, wurde von meiner Familie und meinen Freunden isoliert und fand mich in einer missbräuchlichen Beziehung wieder, in der mein Bedürfnis, geliebt zu werden, gegen mich verwendet wurde.
Trauma hat die Art, dich davon zu überzeugen, dass du allein bist.
Schließlich eskalierte der Missbrauch in Gewalt. Bis dahin hatte ich mich physisch und emotional von den Menschen isoliert, die sich am meisten um mich sorgten. Die Beziehung erreichte einen Punkt, an dem die Polizei involviert wurde, und plötzlich zerbrach meine ganze Welt.
Was als Nächstes geschah, veränderte mein Leben.
Sicherheit und Unterstützung finden
Meine Mutter stieg in ihr Auto und fuhr hunderte Meilen, um mich in Sicherheit zu bringen. Freunde in London halfen mir, einen Wohnort zu finden, und unterstützten mich, während ich langsam mein Leben neu aufbaute. Die Menschen, die ich verloren geglaubt hatte, hatten nie aufgehört, mich zu lieben. Sie hatten einfach nur darauf gewartet, dass ich bereit war, sie wieder hereinzulassen.
Neben der unverbrüchlichen Unterstützung meiner Familie und meiner gewählten Familie erhielt ich Hilfe von einer Wohltätigkeitsorganisation gegen häusliche Gewalt. Sie halfen mir zu verstehen, was mir widerfahren war, die Schuld und Verwirrung zu verarbeiten, die ich mit mir trug, und wieder ein Gefühl von Sicherheit zu bekommen. Zum ersten Mal seit langer Zeit erkannte ich, dass ich nicht alles allein tragen musste.
Die Heilung war keine gerade Linie. Es gab Rückschläge. Es gab Tage, an denen ich alles in Frage stellte. Es gab Momente, in denen alte Bewältigungsmechanismen leichter schienen, als meiner Vergangenheit ins Auge zu blicken.
Aber allmählich lernte ich, meine Warnsignale zu erkennen, mein Trauma zu verstehen, gesündere Beziehungen aufzubauen und Bewältigungsstrategien zu entwickeln, die mich nicht mehr in eine Krise zurückführten.
Überleben in Stärke verwandeln
Vielleicht war die größte Lektion, die ich gelernt habe, dass Heilung nicht bedeutet, so zu tun, als wäre deine Vergangenheit nicht passiert, oder sich selbst für die Entscheidungen zu bestrafen, die du getroffen hast, als du versuchtest zu überleben. Es bedeutet, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen, zu verstehen, warum diese Entscheidungen damals Sinn ergaben, und daran zu glauben, dass man etwas Besseres verdient. Irgendwann hörte ich auf, mich nur als jemanden zu sehen, der überlebt hatte. Ich wurde jemand, der an der Seite anderer stehen konnte.
Queer zu sein war nie das, was mich gebrochen hat. Die Ablehnung, die Scham und das Trauma, die ich mit mir trug, waren die Dinge, von denen ich mich heilen musste. Heute sehe ich meine Identität, meine Erfahrungen und meinen Weg als einige meiner größten Stärken.
Wenn ich zurückblicke, frage ich mich oft, wie anders meine Zwanziger gewesen wären, wenn jemand früher erkannt hätte, was ich mit mir trug. Es gibt immer noch so viel Schweigen und Scham rund um Missbrauch innerhalb von Familien, und doch ist er weit verbreiteter, als viele Menschen ahnen. Wenn ich als Teenager die richtige Unterstützung erhalten hätte, wären die Dinge vielleicht nicht so schwierig geworden, wie sie es waren.
Aber ich erzähle meine Geschichte nicht, weil ich mir wünsche, die Vergangenheit ändern zu können.
Ich erzähle sie, weil ich hoffe, dass jemand anderes die Unterstützung bekommt, die er braucht, früher, als ich sie bekommen habe.
Heute bin ich seit fünf Jahren clean von Drogen. Ich bin glücklich, gesund und lebe offen mit HIV. Ich bin nicht nachweisbar. Ich habe einen Beruf, der es mir ermöglicht, Menschen durch einige der schwersten Momente ihres Lebens zu begleiten, und das ist ein Privileg, das ich nie selbstverständlich hinnehme.
Wichtigsterweise weiß ich, dass ich geliebt werde.
Lange Zeit suchte ich nach Liebe an Orten, die sie mir nie geben konnten, weil ich nicht daran glaubte, gesunde Liebe zu verdienen. Jetzt weiß ich, dass die Menschen, die dich wirklich lieben, dich nicht bitten werden, jemand anderes zu werden.
Hoffnung beginnt hier
Wenn du dies liest und du kämpfst, dann wisse bitte Folgendes: Deine Vergangenheit mag Teile von dir erklären, aber sie muss nicht deine Zukunft bestimmen. Heilung ist selten schnell und fast nie perfekt, aber sie ist immer möglich. Du wirst nicht durch die schlimmsten Dinge definiert, die dir widerfahren sind. Du verdienst Liebe, Unterstützung und Hoffnung, genau so, wie du bist.
Es gab eine Zeit, in der ich nur versuchte zu überleben. Heute darf ich anderen helfen, zu erkennen, dass sie gedeihen können.
Wenn das Teilen meiner Geschichte nur einer einzigen Person hilft zu glauben, dass sie eine Zukunft verdient, an die sie nie gedacht hätte, dann wird jeder schwierige Schritt, der mich hierhergebracht hat, sich gelohnt haben. Und an den kleinen Jungen, der so viel seiner Kindheit damit verbrachte, zu glauben, dass er die Welt allein bewältigen musste … nichts, das dir widerfahren ist, kann jemals nehmen, wer du bist.
Du musstest nie jemand anderes werden, um Liebe zu verdienen.
Eines Tages wirst du ein Leben mit Menschen aufbauen, die dich genau so sehen, wie du bist, und dich deshalb lieben. Du wirst entdecken, dass deine größte Stärke nicht das ist, was du überlebt hast, sondern die Güte, die du anderen deshalb entgegenbringst.
Mach weiter. Die Welt ist so viel besser, wenn du darin bist.
Hoffnung beginnt mit Menschen wie dir. Wenn du heute spendest, stellst du sicher, dass LGBTQ+-Menschen im gesamten Vereinigten Königreich sich jeden Tag gesehen, sicher und wertgeschätzt fühlen. Deine Unterstützung ermöglicht es uns, die Tausende zu erreichen, die auf lebensrettende Dienste für Verbindung, Wohlbefinden und Hoffnung angewiesen sind.
Möchtest du deinen Moment der Hoffnung und Freude teilen? Sende ein Selfie und eine kurze Geschichte darüber, was dir Hoffnung und Freude schenkt, an stories@lgbt.foundation, oder teile es unter #LGBTHopeStartsHere und #hopeandjoy und verlinke @lgbtfdn.
Wortlaut im Original
By Jordan (He/They)
Early Years and Hidden Pain
My story begins in the South West of England, between Devon and Cornwall, where I spent my early years with my young mum. She was a teenager when she became a parent, and from the very beginning she showed a strength I would only truly understand later in life.
The first four years of my life feel like a purposeful blur, memories I have had to return to and look at with honesty. For many years, I struggled to understand and accept what had happened during my childhood and how those experiences shaped the person I became. Looking back now, I can see that many of the choices I made later in life were attempts to cope with pain I didn’t yet know how to name.
Years later, my father was sentenced to 18 years in prison for the harm he caused to our family and others. My mum’s courage eventually gave us the chance to escape and begin again.
Life became safer, but it wasn’t always easy. The next person in our lives was an improvement, but as a queer child trying to understand who I was, I quickly learned that being different was something some people struggled to accept.
He was a proud military man, captain of the local rugby and football teams, and he couldn’t understand a child who found joy in gardening, singing and creativity rather than sport. Without meaning to, I learned that I had to hide parts of myself to feel accepted.
Searching for Belonging
As I got older, I started searching for belonging in places that couldn’t give it to me. At sixteen, I began experimenting with substances and drinking heavily. At eighteen, I packed my bags and moved to London, hoping I would finally find the life and community I had always been looking for.
I started working in NHS mental health services, and helping others came naturally to me. I cared deeply about people in crisis because I understood what it felt like to be struggling. But while I could recognise pain in other people, I hadn’t yet learned how to understand my own. I hadn’t learned what healthy love looked like, or how deeply my early experiences had shaped the choices I was making.
In my early twenties, I became caught in addiction. I put myself in dangerous situations, searching for connection and acceptance in places that ultimately harmed me.
One night, I accepted what I believed was ecstasy from someone I trusted. It wasn’t. I lost consciousness, and when I woke, I knew something terrible had happened to me. I won’t pretend that moment changed everything overnight, but it became the point where I realised I couldn’t keep living the way I was. It was the beginning of choosing myself and began my journey to a life without drugs.
A Turning Point
When I reported what had happened, I left feeling as though I was being judged for taking drugs rather than listened to as someone who had experienced trauma. I chose not to pursue the case further. For a long time, that reinforced the shame I already carried.
Although I had stopped using drugs, I was still searching for love in places that couldn’t give it to me. I contracted HIV, became isolated from my family and friends, and found myself trapped in an abusive relationship where my need to be loved was used against me.
Trauma has a way of convincing you that you’re alone.
Eventually, the abuse escalated into violence. By then, I had become physically and emotionally isolated from the people who cared about me most. The relationship reached a point where the police became involved, and suddenly my whole world fell apart.
What happened next changed my life.
Finding Safety and Support
My mum got into her car and drove hundreds of miles to bring me to safety. Friends in London helped me find somewhere to live and supported me as I slowly rebuilt my life. The people I thought I’d lost had never stopped loving me. They had simply been waiting for me to be ready to let them back in.
Alongside the unwavering support of my family and chosen family, I received help from a domestic abuse charity. They helped me understand what had happened to me, process the guilt and confusion I carried, and begin to feel safe again. For the first time in a long time, I realised I didn’t have to carry everything on my own.
Healing wasn’t a straight line. There were setbacks. There were days when I questioned everything. There were moments when old coping mechanisms felt easier than facing my past.
But slowly, I learned to recognise my warning signs, understand my trauma, build healthier relationships and develop ways of coping that no longer led me back into crisis.
Turning Survival into Strength
Perhaps the biggest lesson I learned was that healing isn’t about pretending your past didn’t happen or punishing yourself for the choices you made when you were trying to survive. It’s about meeting yourself with compassion, understanding why those choices made sense at the time, and believing you deserve something better. At some point, I stopped seeing myself only as someone who had survived. I became someone who could stand beside others.
Being queer was never the thing that broke me. The rejection, shame and trauma I carried were the things I had to heal from. Today, I see my identity, my experiences and my journey as some of my greatest strengths.
Looking back, I often wonder how different my twenties might have been if someone had recognised what I was carrying much earlier. There is still so much silence and shame around abuse within families, yet it is far more common than many people realise. If I’d received the right support as a teenager, perhaps things wouldn’t have become as difficult as they did.
But I don’t tell my story because I wish I could change the past.
I tell it because I hope someone else gets the support they need sooner than I did.
Today, I am five years clean from drugs. I am happy, healthy and living openly with HIV. I am undetectable. I have a career that allows me to support people through some of the hardest moments of their lives, and that is a privilege I never take for granted.
Most importantly, I know I am loved.
For a long time, I searched for love in places that could never give it to me because I didn’t believe I deserved healthy love. Now I know that the people who truly love you won’t ask you to become someone else.
Hope Starts Here
If you’re reading this and you’re struggling, please know this: your past may explain parts of you, but it does not have to decide your future. Healing is rarely quick, and it is almost never perfect, but it is always possible. You are not defined by the worst things that have happened to you. You are worthy of love, support and hope, exactly as you are.
There was a time when I was just trying to survive. Today, I get to help others realise they can thrive.
If sharing my story helps just one person believe that they deserve a future they never thought possible, then every difficult step that brought me here will have been worth it. And to the little boy who spent so much of his childhood believing he had to face the world alone… nothing that happened to you could ever take away who you are.
You never needed to become someone else to deserve love.
One day, you’ll build a life with people who see you exactly as you are and love you because of it. You’ll discover that your greatest strength isn’t what you’ve survived, but the kindness you’ll show others because of it.
Keep going. The world is so much better with you in it.
Hope starts with people like you. By donating today , you’ll ensure LGBTQ+ people across the UK feel seen, safe and valued every day. Your support will enable us to reach the thousands who rely on life-saving services for connection, wellbeing and hope.
Want to share your moment of hope and joy? Send a selfie and a short story about what gives you hope and joy to stories@lgbt.foundation , or share using #LGBTHopeStartsHere and #hopeandjoy and tag @lgbtfdn .