Die christliche Identität gründet sich auf die unbedingte, über die menschliche Logik hinausgehende Liebe des perfekten Gottes zu unperfekten Menschen, die am Kreuz Jesu sichtbar wurde.
Der Prediger Jan Luca Künzl nutzt die Geschichte des Pinguins als Analogie für Dinge, die menschlicher Logik nicht standhalten, um die Unbegreiflichkeit der göttlichen Liebe einzuführen. Er definiert Gottes Liebe als 'unverschämt', also über das Maß hinausgehend, und stellt sie als Kern des Christentums dar: der perfekte Gott liebt unperfekte Menschen. Am Beispiel von 1. Johannes 4,9-10 wird das Kreuz Jesu als ultimativer Beweis dieser bedingungslosen Liebe und Sühne dargestellt. Der Text ermutigt die Zuhörer, diese Liebe nicht nur intellektuell zu verstehen, sondern sie persönlich zu erfahren und darauf zu vertrauen, auch in Momenten des Zweifels. Es wird betont, dass Jesus eine Person ist, die man kennenlernen soll, und nicht nur ein Mittel zum Heil. Die Predigt schließt mit der Einladung, das Abendmahl als tägliche Erinnerung an diese Liebe zu feiern.
1. Joh 4,8 · 1. Joh 4,9-10
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Guten Morgen auch noch mal von meiner Seite. Das ist so wie ein Privileg heute für mich hier zu sein, so ich predigen zu dürfen, nicht nur weil es die Gemeinde von meinem Papa ist, sondern weil ich wirklich glaube, dass Jesus jeden Einzelnen von euch so sehr liebt und dass Jesus heute wirklich zu uns sprechen möchte. Und weil ich weiß, dass meine Kraft dazu alleine auf gar keinen Fall ausreicht, will ich am Anfang noch mit uns beten. Jesus, ich danke, dass du hier bist. Jesus, ich bitte dich, dass du mich gebrauchst, heute um deinen Wort zu verkünden. Herr, ich bitte dich, begegnet du uns. Heil, ihr Geist, ich bitte, dass du unsere Herzen wirklich aufmacht und deine Liebe in unsere Herzen ausgeht. Danke, Jesus, dass du uns so gut kennst und genauer weißt, was wir heute brauchen. Herr, gib uns das, was wir heute brauchen. Und segne diese Predigt, segne die nächsten Minuten und lass uns dich heute tiefer kennenlernen. Amen. Ich möchte meine Predigt starten mit einer kleinen Frage an meine Familie, die hat sie da ist. Es ist für mich auch eine Ehre, dass ihr auch heute da seid. Und zwar laut die Frage, was war mein Lieblingstier, als ich ein kleines Kind war? Genau, Pinkweene. Und ich habe ein kleines Bild mitgebracht von Pinkween und ich weiß nicht, wie viel du in deinem Leben schon nachgedacht hast über Pinkweene. Ich schätze mal nicht ganz so viel, wenn es nicht auch deine Lieblingstiere sind zufälligerweise. Aber wenn du dir diesen Pinkween anschaust, dann stellst du fest, dass es ein Vogel ist. Also der hat Flügel, der hat Federn, auch wenn es aussieht wie Fell, der hat ein Schnabel, der legt Eier. Also es ist ein Vogel, aber wie ihr sehen könnt, fliegt der Vogel nicht. Ein Pinkween kann nicht fliegen, obwohl es ein Vogel ist, sondern er lebt eigentlich die meiste Zeit auf dem Land. Aber wenn du dir den jetzt noch genauer anschaust, siehst du, der hat nicht mal Knie. Also im Laufen ist er wirklich auch nicht besonders gestickt, sondern du kannst wirklich im Internet auch massenweise Videos anschauen, davon wie Pinkween ständig auf die Schnauze fliegen, weil die über so kleine Eisklumpen fliegen oder so. Also es ist ein Vogel, der nicht fliegen kann und er lebt die meiste Zeit auf dem Land, aber er kann auch nicht wirklich gut laufen, das ist wirklich eigentlich erbärmlich. Aber es gibt eine Sache, die können Pinkween richtig gut, besser als alle anderen Tiere, würde ich behaupten. Und das ist tauchen. Und ich habe es leider kein Bild mitgebracht, von Pinkween ertaucht, aber ihr könnt mir glauben, Pinkween ertauchen unfassbar gut. Sie sind flinker als jedes andere Tier, schneller als jedes andere Tier und wirklich unglaublich flexibel und einfach beeindruckend, wenn sie mal im Wasser sind. Und was ich eigentlich mit dieser ganzen Story nur sagen will, ist, dass sich Gott manchmal einfach nicht versteht. Ich denke mir so, warum so kompliziert? Also warum ein Vogel, der auf dem Land lebt, aber eigentlich fürs Wasser geschaffen ist? Warum so kompliziert? Und ich verstehe Gott in dem Punkt einfach nicht, warum er den Pinkween so gemacht hat, wie er ihn gemacht hat. Aber ich sehe, dass es funktioniert. Ich sehe, dass ein Pinkween trotzdem glücklich ist, auch wenn er oftmals auf die Schnauze fliegt. Und fassst du jetzt Angst, dass ich über Pinkween ne Predige? Keine Angst. Ich werde nicht über Pinkween ne Predige, sondern der einzige Punkt, den ich gerade machen wollte, war, es gibt Dinge, die wir nicht verstehen können. Der Pinkween ist ein lustiges Beispiel, aber es gibt auch Sachen, die uns wirklich beschäftigen. Dinge, die wir wirklich gerne verstehen würden. Ja, warum wird die eine Person geheilt und die andere persönlich? Warum verliere ich? Warum habe ich mein Job verloren? Warum passiert dies oder jenes? Es gibt einfach Dinge, die irgendwie unerklärlich sind für uns. Und dann gibt es auch Dinge, die wir auch nicht verstehen können, aber in die wir uns trotzdem klammern, an denen wir uns festhalten können und die uns einen unumstößlichen Halt geben im Leben. Und eine dieser Wahrheiten ist, dass Gott dich liebt. Gott liebt dich. Und ich glaube, dass wir Gottes Liebe nicht wirklich greifen können, nicht wirklich verstehen können, genauso wenig wie ich verstehen kann, warum Gott den Pinkween so gemacht hat, wie er ihn gemacht hat. Kann ich verstehen, wie tief seine Liebe zu mir ist. Das Einzige, was ich machen kann, ist, ihm ganz zu vertrauen. In 1 Johannes 4 verse 8 heißt es, Gott ist Liebe. Und genauso wenig wie ich Gott erklären kann, wie ich Gott greifen kann, kann ich Liebe erklären, kann ich Liebe greifen. Denn wenn Gott Liebe definiert, dann ist Liebe so viel und endlich größer, als ich es jemals verstehen könnte, als meine Logik es greifen könnte. Wenn wir uns fragen, was Liebe ist, müssen wir also auf Gott schauen. Müssen wir uns fragen, wie ist Gott? Es scheint aber das Natürlichste für Gott zu lieben, zumindest sagt uns, dass dieser fährt. Aber wie sieht diese Liebe genau aus? Was bedeutet das denn jetzt genau? Gott liebt mich. Und mein Predigt immer lauter zu heute, unverschämter Liebe. Ich glaube, Daniela und Paul Gerhard, ihr habt euch mehr Gedanken gemacht über das Wort an sich als ich. Aber ich habe auch meine Hausaufgaben gemacht und habe meinen Duden nachgeschaut. Und es bedeutet auch so viel wie über das Maß hinaus, über die Grenzen hinaus. Und Gottes Liebe geht wirklich über unsere Logik hinaus, über unseren Verstand hinaus, über das, was für uns irgendwie logisch erscheint. Ich weiß, ob du es schon mal versucht hast, Liebe zu definieren. Aber ich komme da sehr krass an meine Grenzen. Überhaupt ist doch die Forschung des Gott uns liebt verrückt. Wie kommt Gott auf die Idee, uns Menschen zu lieben? Er braucht uns Menschen doch gar nicht. Ich habe mal so eine Debatte gesehen zwischen einem Christen und mehreren Nicht-Christen. Und einer der Nicht-Christen hat die Frage gestellt, wie kann der perfekte Zuneigung empfinden für das Unperfekte? Und mit anderen Worten, wie kann der allmächtige Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, der so glücklich ist in sich selbst, zufrieden in sich selbst, der Menschen überhaupt nicht braucht, der perfekte ist in allen seinen Werken, der hoch erhaben ist über jede Macht. Wieso empfindet der Zuneigung zu uns unperfekten, ungerechten, sündigen Menschen? Und als ich diese Frage gehört habe in dieser Debatte, dachte ich mir, ja, das ist der Kern von Christsein. Darum geht es. Das ist die gute Nachricht. Das ist das Evangelium. Das ist die Botschaft, an die wir glauben, dass der perfekte Gott uns unperfekte Menschen liebt. Es geht nicht bei uns darum, um einen besonderen Gottesdienstauablauf oder besondere Lieder, die wir singen. Es geht nicht um ein besonderes Verhalten oder irgendein religiöses Zeug und Inhalt, sondern Christsein im Kern bedeutet genau das, der perfekte Gott liebt unperfekte Menschen. Ist das nicht die beste Nachricht, die du heute überhaupt hören kannst? Sollte uns diese Nachricht nicht jedes Mal, wenn sie hören, in absolute Freude versetzen? Sollten wir nicht jedes Mal, wenn sie das hören, wirklich aufstehen und hüpfen und tanzen, einfach weil Gott so gut ist? Aber vielleicht geht es dir wie mir und ich fühle mich nicht jedes Mal danach oder nicht immer danach, vor Freude zu hüpfen und Lobpreis zu machen. Sondern es gibt auch Momente, wo ich mich frag, Gott, wo bist du eigentlich gerade? Was machst du gerade? Ich brauche dich gerade so sehr, Gott, ich brauche deine Liebe. Vielleicht fühlst du auch gerade einfach Gottes Liebe nicht. Vielleicht denkst du dir, Gott, wo bist du? Was machst du? Hast du schon mal solche Gedanken gehabt? Vielleicht bin ich auch der Einzige. Aber vielleicht bist du auch wie ich christlich aufgewachsen und du hast schon tausend Mal den Satz gehört, Jesus liebt dich, Jesus fühlt dich, Jesus ist mit dir, Jesus ist immer da und so weiter. Aber was bedeutet dieser Satz überhaupt? Was bedeutet es, dass Jesus mich liebt? Was ist Liebe überhaupt? All diese Fragen sind so sehr in meinem Herzen und irgendwie musste ich ja eine Antwort finden auf diese Frage. Wir benutzen das Wort Liebe ja auch irgendwie für sehr unterschiedliche Dinge. Ich kann zu einem Menschen sagen, ich liebe dich und im nächsten Moment sage ich dich lieb, Steak oder Pancakes oder was auch immer. Es ist das gleiche Wort, das wir benutzen, aber es bedeutet völlig verschiedene Sachen. Unsere Vorstellung von dem, was Liebe ist, wird ja auch noch zusätzlich von unserer Gesellschaft geprägt, das das Hollywood vielleicht als Liebe bezeichnet, aber irgendwie viel mehr nur körperliche Anziehung ist. Und das scheidet sich ja maßgeblich von dem, was wir sagen, was wir meinen, wenn wir sagen, Jesus liebt dich. Mit was ist Gottes Liebe überhaupt vergleichbar? Wenn wir sie schon nicht definieren können, dann können wir sie ja vielleicht mit irgendwas vergleichen. Ist Gottes Liebe vergleichbar mit einem Vater, der sein Kind liebt oder wie eine Mutter, die ihr Kind liebt, ist sie wie die Liebe zwischen zwei Geliebten oder wie die Liebe zwischen Freunden ist sie wie die Liebe, die man hat für eine hilfsbedürftige Person auf der Straße. Liebt Gott mich eigentlich, weil er mich mag oder liebt er mich einfach nur, weil er es muss? Ich will dich einladen, heute werden wir in meiner Präsentie wirklich dein Herz zu öffnen für Gottes Liebe. Ich habe überhaupt nicht das Ziel, eine abstrakte Theologie darzustellen von Gottes Liebe und mein Ziel ist auch nicht, dass du heute nach Hause gehst und Liebe verstanden hast, sondern mein Ziel ist, ob du seit 50 Jahren Christ bist oder Jesus noch gar nicht kennst, dass du heute der Person, der Liebe in Person begegnest. Ich habe letztes ein Lied gehört, wo es hieß, Herr, lass mich nicht vergessen, dass du eine Person bist und nicht nur mein Plan, um in den Himmel zu kommen. Jesus ist eine Person, Gott ist eine Person. Er ist nicht nur unser Plan, um in den Himmel zu kommen. Wir sind nicht nur hier, um in den Himmel zu kommen. Wir sind hier, um die Person Jesus Christus kennenzulernen. Und wenn es heißt, Gottes Liebe, dann dürfen wir uns füllen lassen von seiner Liebe heute Morgen. Mein Ziel ist heute, wenn du nach Hause gehst, weißt, dass du geschaffen bist, um von Gott geliebt zu sein und in seiner Liebe zu leben. Um dahin zu kommen, habe ich heute drei Punkte mitgebracht. Normalerweise bekommt dir, glaube ich, immer sieben Punkte von meinem Papa, aber heute bekommt dir nur drei von mir. Und der erste Punkt ist der perfekte, liebt das Unperfekte. Wenn du deine Bibel dabei hast, darfst du gerne mit mir aufschlagen. Erst Johannes, vier. Aber wir werden auch die Texte an der Wand haben. Wir lesen ab fest neun. Und Gottes Liebe zu uns ist daran sichtbar geworden, dass Gott seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns durch ihn das Leben zu geben. Das ist das Fundament der Liebe. Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Sünden zu uns gesandt hat. Halleluja. Gott definiert Liebe durch seinen Sohn. In Jesus spielt sich das perfekte, gesamte Wesen Gottes wieder. Alles, was Jesus tat, entsprach dem Herzen Gottes. Wenn Jesus eine Person geheilt hat, dann tat er das, weil es dem Wesen Gottes entspricht, weil Gott die Person geliebt hat und weil Gott die Person gerne geheilt sehen wollte. Wenn Jesus zu einer Person gesagt hat, dass sie dir deine Sünden begeben, dann tat er das, weil Gott der Person ihre Sünden vergeben wollte. Doch den größten Beweis der Liebe Gottes gab er uns, indem sein Sohn Jesus Christus am Kreuz für uns starb, für unsere Sünden, um uns dadurch wahres Leben zu schenken. Und eine Möglichkeit, um immer wieder nachzudenken, über das, was Jesus für uns getan hat am Kreuz, ist Abendmalt zu feiern. Ich will euch von der Begegnung erzählen, mit Gott, die ich mal hatte, habe ich über mehrere Wochen hinweg jeden Tag das Abendmalt gefeiert für mich allein. Und ich habe mich jeden Tag daran erinnert, was Gott für mich getan hat. Und ich saß einfach in meinem Zimmer und habe nachgedacht, darüber, was Jesus für mich getan hat. Ich habe darüber nachgedacht, wie er die Dornenkrone aufgesetzt bekommen hat. Ich habe darüber nachgedacht, wie er ausgepeitscht wurde. Ich habe darüber nachgedacht, welche Schläge er bekommen hat. Und so weiter. Und während ich darüber nachgedacht habe, wie er ausgepeitscht wurde, habe ich mir so vorgestellt, wie er einfach vor mir steht. Und ich habe so gemerkt, irgendwie wie jede seiner Wunden meinen Namen schreit. Wie seine Wunden schreien gern, Luca, du bist schuld. Du bist schuld daran, dass ich das hier mache. Und ich hatte so ein krasses Schuldgefühl, so eine krasse Erkenntnis meiner eigenen Schuld, wie noch nie zuvor. Und ich war in meinem Zimmer und habe so bitterlich angefangen zu weinen, weil ich einfach nicht klarkam auf meine eigene Schuld. Und ich glaube, dass viele Christen an diesem Punkt kommen. Oder auch wenn du noch nicht Christ bist, sondern einfach Jesus auch noch nicht kennst. Dass du an diesem Punkt kommst und dir denkst, oh Mann, das schulde mein Leben. Ich bin schuldig. Und ich glaube, dass wir häufig dann den Rückschluss ziehen, dass wenn Gott sein Leben für uns gegeben hat, wie doch Gott etwas schuldig sind. Wie doch Gott irgendwas zurückgeben müssen für das, was er für uns getan hat. Das macht ja auch total viel Sinn. Mein deutsches Hirn ist so auf Aktion, Reaktion gepohlt. Es macht so viel Sinn. Ich bin heilig und rein und tue richtig tolle Dinge und Gott liebt mich. Aber dann habe ich einen schlechten Tag und mache vielleicht Dinge, die Gott nicht so gefallen und Gott liebt mich nicht. Macht für mich total viel Sinn, dass Gottes Liebe irgendwie abhängig ist von dem, was ich tue. Aber so ist Gottes Liebe nicht, sondern seine Liebe ist bedingungslos. Seine Liebe ist nicht abhängig von dem, was ich tue. Und vielleicht hast du auch manchmal das Gefühl, du müsstest Gott noch irgendetwas beweisen. Du müsstest etwas tun, damit Gott dich liebt und irgendwie, damit Gott irgendwie glücklich mit dir ist. Aber das ist wirklich ein extrem trauriges Evangelium. Obwohl Evangelium bedeutet gute Nachricht. Es ist eine frohe Botschaft. Aber ich glaube, dass wir häufig mich mit eingeschlossen, eigentlich manchmal ein sehr trauriges Evangelium glauben. Stell dir vor, du bist auf der Straße und predigst dieses Evangelium zu den Leuten und sagst, hey, weißt du was, du musst dich nur genug anstrengen und dann liebt Gott dich. Oder, hey, wusstest du schon, du bist es Gott schuldig, ihm dein Leben zu geben. Wer hat Bock auf so eine Nachricht? Also, da müsste ich uns wirklich nicht wundern, wenn wir das predigen, dass dann niemand unserer Botschaft zuhören wird. Das ist nicht die gute Nachricht, sondern eine sehr traurige Nachricht. Und ich bin einfach ehrlich mit euch, ich bin mit dem Evangelium groß geworden. Aber trotzdem ist einfach das manchmal in meinem Herzen, was ich fühle. Und irgendwo stimmt es ja auch, dass Gott möchte, dass wir ihm unser ganzes Leben geben. Aber es fängt nicht mit unserer Leistung an, sondern es fängt mit seiner Liebe an. Deshalb heißt es hier auch in dem Text, das ist das Fundament der Liebe. Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns liebt und seinen Sohn als Sühneopfer für unsere Söhnen zu uns gesandt hat. Gott hat dich nicht erst dann geliebt, als du ganz viele tolle Sachen gemacht hast. Gott hat dich nicht erst in dem Moment angefangen zu lieben, als du ihm dein Leben gegeben hast. Sondern noch bevor du Gott kanntest, noch bevor du überhaupt geboren warst, noch bevor du irgendwas tun konntest, hat Gott dich schon geliebt. Noch bevor du irgendetwas für ihn tun konntest, hat Gott sich schon dafür, das zu entschieden, für dich zu sterben, für dich ans Kreuz zu gehen. Und der Gott, der er liebt, dich unfassbar. Und dieses Wort Sühneopfer ist irgendwie so ein altes Wort, mit dem man heutzutage vielleicht nicht mehr ganz so viel anfangen kann. Aber Sühne bedeutet ja, dass der eine für den anderen stirbt, um für seine Schuld zu sühnen oder zu bezahlen. Und in diesem Fall stirbt der Gerechte für den Ungerechten, der Perfekte Stüpfel den Unperfekten. Wo macht das Sinn? Wo ist die Logik dahinter? Ich habe gesagt, ich wollte Physik studieren. Das heißt, in mir drin ist dieser Drang nach Logik. Und ich denke mir, Gott, warum machst du so was? Warum bist du so verrückt? Warum machst du das? Und ich war letztens bei meinem besten Freund zu Besuch, der vor ein paar Wochen sein erstes Kind bekommen hat. Und ein Baby kann wirklich gar nichts. Aber das ist wirklich so hilfsbedürftig. Und es hat die ganze Zeit rumgeschrien. Erst hat es Hunger, dann muss es aus Klo, dann ist es frustriert, weil es müde ist, aber irgendwie nicht schlafen kann. Und manchmal hat sich den Eindruck, es schreit einfach nur umzuschreien. Keine Ahnung. Auf jeden Fall war es mega anstrengend für meinen besten Freund und seine Frau. Und trotzdem macht sie es ultra gerne, weil sie einfach dieses kleine Baby-Sos erleben. Die beiden geben so viel Zeit hin, auch so viel Geld hin, ein Baby zu haben ist auch irgendwo echt teuer. Sie geben so viele Nerven hin, weil sie einfach diesen kleinen Menschen so sehr lieben. Sie werden bereit, alles für ihn hinzugeben, obwohl er noch gar nichts für sie gemacht hat, gar nichts. Und das ist etwas Wunderschönes. Ich glaube, diese Liebe, die Eltern für ihre Kinder haben, ist etwas ganz Besonderes. Und ich glaube, es ist auch wir häufig vor Gott zu sind, wie diese kleinen hilfsbedürftigen Babys, die von ihrem himmlischen Vater so unendlich geliebt sind. Und es ist aber auch so, dass mein Freund sich nicht denkt, jetzt kümmere ich mich um mein Baby und investiere ganz viel Zeit und Geld in dieses Baby, damit es später für mich arbeiten kann, damit es mir später irgendwas zurückgeben kann. Also was für Eltern? Sondern mein Freund gibt sich hin für dieses Baby, für einen Zweck, um Beziehungen mit diesem Baby irgendwann zu haben, damit dieses Kind irgendwann aufwächst und wenn es großes, ein neistes Leben hat, ein schönes Leben hat und damit eine Liebesbeziehung entsteht zwischen den Beinen. Eine Beziehung, die auf Liebe beruht, nicht auf Leistung, dass dieses Kind anfängt zu arbeiten. Habt ihr diesen Punkt verstanden? Das ist mir wirklich so unfassbar wichtig. Gott möchte nicht, dass wir durchs Leben gehen mit einem ständigen Schuldgefühl, dass wir die ganze Zeit denken, wir sind Gott irgendwas schuldig. Gott ist nicht als dann zufrieden mit dir, wenn du anfängst, irgendwas für ihn zu tun. Gott möchte einfach die Beziehung mit dir. Er möchte, dass wir erfüllt werden mit seiner Liebe. Das bedeutet nicht, dass Gott egal ist, wie du handelst, aber er hat sich nicht für uns hingegeben, damit wir viel arbeiten, sondern für Beziehung. Und meine Geschichte mit dem Abendmahl ist zum Glück noch nicht fertig. Denn als ich da so geweint habe und drüber nachgedacht habe, wie schuldig ich mich fühle, hat mich irgendwann so eine krasse Liebe erfüllt. Ich habe so gemerkt, wie Gott zu mir sagt, ich habe es gerne getan, ich habe es für dich getan. Und ich habe wieder so angefangen zu weinen, aber diesmal nicht aus Schuldgefühl, sondern einfach, weil ich überwältigt war von dieser Liebe. Weil ich diese Liebe nicht verstanden habe, die Gott zu mir hat. Es ist so unverschämt, so unverdient. Und ich weiß eine Sache, Gott sehnt sich so sehr nach dir, Gott ist verrückt nach dir. Nur deshalb war er bereit, so etwas Verrücktes zu machen, wie ans Kreuz zu gehen für uns. Seine Liebe ist wirklich verrückt. Jesus liebt dich. Das ist mir so wichtig, dass wir das verstehen. Jesus liebt uns. Punkt aus, fertig. Dann kannst du nicht sendern. Jesus liebt dich. An deinem besten Tag wie an deinem schlechtesten Tag. Ob du gerade dich ultraheilig fühlst, ultra rein, oder ob du dich total schuldig fühlst, Jesus liebt dich. Egal, ob du seit 50 Jahren Christ bist, oder Gott noch gar nicht kennst, Jesus liebt dich. Er liebt dich an keinem deiner Tage mehr oder w