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Queer-Community · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

100 Jahre Michel Foucault: Sein Jahr in Hamburg

ohne Namen · Initiative Queer Nations – Blog · 2026-10-15 · Berlin · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Gemeinschaft

Die unabhängige wissenschaftliche Aufarbeitung von Foucaults Hamburg-Zeit und die freie Bereitstellung dieser Erkenntnisse sind notwendig, um gesellschaftliche Gerechtigkeit und queere Sichtweisen zu fördern.

Wir verzichten bewusst auf Paywalls, um unsere Arbeit für alle frei zugänglich zu machen – getreu dem Motto Magnus Hirschfelds „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“.

Der Text würdigt den 100. Geburtstag von Michel Foucault und lenkt den Blick auf seine wenig beachtete Zeit in Hamburg 1959/60. Der Historiker Rainer Nicolaysen hat diese Episode erforscht und seine Ergebnisse in zwei Zeitschriften veröffentlicht. Die Publikationen behandeln Foucaults Arbeit am Institut Français, die Fertigstellung seines Werks 'Wahnsinn und Gesellschaft' sowie seine Erfahrungen in der queeren Szene St. Paulis. Die Initiative Queer Nations bietet beide Fassungen des Textes kostenlos zum Download an. Zudem wird auf einen Fernsehauftritt Nicolaysens im Magazin 'Kulturzeit' hingewiesen. Der Text betont die Bedeutung von Wissenschaft und Bildung für die Förderung von Gerechtigkeit, angelehnt an Magnus Hirschfeld. Er appelliert an die Leser, die unabhängige Arbeit der Initiative durch Spenden oder Mitgliedschaft zu unterstützen. Damit soll sichergestellt werden, dass Debatten unabhängig vom Mainstream angestoßen werden können.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
in Wirtschaft, Politik, gesellschaftlichen Strukturen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 3, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Ein großes Werk und eine wenig bekannte Episode: Zu Michel Foucaults 100. Geburtstag richten wir den Blick auf seinen Aufenthalt 1959/60 in Hamburg. Der Historiker Rainer Nicolaysen hat diese Zeit erforscht – seine Spurensuche gibt es hier auf Deutsch und Englisch zum kostenfreien Download. Michel Foucault im Porträt (Foto: Nemomain, CC BY-SA 3.0 , Wikimedia Commons ). Von Redaktion Heute, am 15. Oktober, wäre Michel Foucault 100 Jahre alt geworden. Mit seinen Arbeiten zur Diskurstheorie, zu Macht und Wissen, zu Überwachung und Normalität wurde er zu einem der einflussreichsten Philosophen des 20. Jahrhunderts und prägte maßgeblich auch queere Theoriemühen. 1984 starb er an den Folgen der Immunschwächekrankheit Aids. Wenig Bekanntes zu Foucault In jüngster Zeit erfuhr sein Werk neues Interesse, es gab Neuauflagen bestehender sowie Erstveröffentlichungen bisher nicht publizierter Texte. Doch bis heute bleibt eine interessante Episode in seinem Leben kaum beachtet, auch nicht in der überarbeiteten Ausgabe von Didier Eribons Foucault-Biographie: Sein Aufenthalt in Hamburg 1959/60. Die Gedenktafel am Hamburger Institut Français, deren Text Rainer Nicolaysen verfasst hat (Foto: Ulli 2mecs – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikimedia). Erstmals hat sich 2016 Rainer Nicolaysen, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Hamburg und Mitherausgeber unseres „Jahrbuch Sexualitäten“, mit Michel Foucaults einjährigem Aufenthalt in der Bundesrepublik befasst. Anhand von Quellen werden ausführlich und im Zusammenhang dargestellt: Foucaults Direktorenzeit am Institut Français, der Abschluss seines ersten großen Werkes „Wahnsinn und Gesellschaft“ und seine nächtlichen Streifzüge durch das schwule (queere) St. Pauli. Nicolaysen veröffentlichte die Ergebnisse dieser Forschung unter dem Titel „Foucault in Hamburg. Anmerkungen zum einjährigen Aufenthalt 1959/60“ im 102. Band der Zeitschrift des Vereins für Hamburgische Geschichte (ZHG). 2023 folgte dann eine englische Übersetzung in Ausgabe 40 der Zeitschrift „Theory, Culture & Society“. Wir freuen uns sehr, dass wir mit freundlicher Genehmigung des Autors beide Fassungen seines Textes hier zum kostenfreien Download anbieten dürfen: Foucault in Hamburg. Anmerkungen zum einjährigen Aufenthalt 1959/60 (PDF) Foucault in Hamburg: Notes on a One-Year Stay, 1959–60 (PDF) „Kulturzeit“ mit Foucault Fernsehtipp: Rainer Nicolaysen wird in der heutigen Ausgabe des Magazins „Kulturzeit“ auf 3sat in einem Beitrag über Foucault zu sehen und zu hören sein. Hier kann man den Beitrag vorab sehen: Dir gefällt dieser Beitrag? Halte uns den Rücken frei! Hinter unserer Arbeit steckt ehrenamtliches Engagement. Wir verzichten bewusst auf Paywalls, um unsere Arbeit für alle frei zugänglich zu machen – getreu dem Motto Magnus Hirschfelds „Durch Wissenschaft zur Gerechtigkeit“ . Damit die Initiative Queer Nations e. V. auch weiterhin unabhängig des Mainstreams Debatten anstoßen kann, brauchen wir deine Unterstützung. Jetzt spenden oder Mitglied werden