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¿Qué significa el discernimiento? Cardenal Carlos Aguiar Retes

ohne Namen · Arquidiócesis Primada de México – Homilías des Kardinals Carlos Aguiar Retes · 2026-08-31 · Ciudad de Mexico · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Fürsorge · tragend Gemeinschaft · tragend

Das wahre Leben und das ewige Heil werden nur durch die tägliche, demütige Unterscheidung des göttlichen Willens und die Nachfolge Jesu Christi erreicht, nicht durch menschliche Eigenlogik oder weltliche Maßstäbe.

Nicht unsere Denkweise muss in letzter Instanz definieren, was wir tun müssen, sondern was Gott von uns will.

Der Text definiert das theologische Konzept des 'Discernimento' (Unterscheidung) als den Prozess, den Willen Gottes im Alltag zu erkennen. Er stützt sich auf biblische Lesungen aus dem Jeremia, dem Psalm 63, dem Römerbrief und dem Matthäus-Evangelium. Die Unterscheidung wird als notwendig auf individueller, familiärer und kirchlicher Ebene dargestellt. Ein zentrales Kriterium ist die Ausrichtung an Jesus Christus statt an weltlichen Maßstäben oder menschlicher Eigenlogik. Der Text mahnt ab, sich nur auf menschliche Autoritäten zu verlassen, und ermutigt zur täglichen Reflexion über das eigene Handeln. Es wird ein Gebet an Maria von Guadalupe eingelegt, das um Hilfe bei der Unterscheidung bittet. Zudem werden aktuelle gesellschaftliche Themen wie die Sorge um die Schöpfung und das Schicksal verschwundener Personen angesprochen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen; Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Jer 20,7 · Ps 63,2 · Röm 12,2 · Mt 16,21-23 · Mt 16,24-25

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
«Du hast mich verführt, Herr, und ich ließ mich verführen… In mir war wie ein brennendes Feuer». Tatsächlich, wie der Prophet Jeremia sagt, sät Gott im Inneren des Menschen Unruhen angesichts der Realität, die wir leben, und bewegt unser Herz, einzugreifen, um denen zu helfen, die Hilfe benötigen. Deshalb antworteten wir auf diese Lesung mit dem Psalm, indem wir sangen: «Herr, Gott, meine Seele dürstet nach dir. Herr. Du bist mein Gott, dich suche ich, nach dir dürstet meine Seele». Der Apostel Heilige Paulus geht in der zweiten Lesung in derselben Tonart, ermahnt uns und sagt: «Durch die Barmherzigkeit, die Gott euch offenbart hat, ermahne ich euch, dass ihr euch selbst darbringt… Lasst euch nicht von den Maßstäben dieser Welt verwandeln… Erkennt, was der Wille Gottes ist». Das ist die Unterscheidung. Wir müssen uns im Laufe des Tages immer Zeit nehmen. Was will Gott von mir heute? Und diese Unterscheidung muss die Realitäten berücksichtigen, mit denen wir an diesem Tag in Bezug auf die anderen, auf unsere Gesellschaft, auf die ganze Welt in Berührung kommen. Die Unterscheidung ist daher grundlegend, sowohl auf individueller Ebene, aber sie ist auch auf gemeinschaftlicher Ebene notwendig. So werden wir unterscheiden können, was Gott von mir persönlich erwartet, und was von uns als Familie, Gemeinschaft, Pfarrei, diözesane Kirche usw. Im Evangelium nach Matthäus müssen wir die Unterscheidung mit Jesu Christi und seinen Lehren als grundlegendes Kriterium vornehmen. So werden wir das ewige Leben im Himmel erlangen. In der Tat, Heiliger Matthäus behauptet: «Jesu begann seinen Jüngern zu verkünden, dass er leiden musste… von den Ältesten,… zum Tode verurteilt und am dritten Tag auferstehen». Jesus überträgt ihnen, was er in seinem historischen Kontext wahrnimmt. Und Petrus, so sagt uns das Evangelium, versuchte, ihn abzuhalten, aber Jesus, sich an Petrus wendend, sagte zu ihm: «Weiche von mir, Satan». Welche harte Ausdrucksweise an seinen Jünger, dem er aufgetragen hatte, der Kopf der Gemeinschaft zu sein. Wenn wir nur darauf aus sind, bei der Autorität gut dazustehen und nicht bei dem, was Gott von uns will, handeln wir wie Petrus, wir irren uns. Wir sind Satan für den anderen, indem wir tun, was wir nicht tun sollten. Das ist es, was Jesus sagt, wenn er fortfährt: «Deine Denkweise ist nicht die Gottes, sondern die der Menschen». Hier hinterlässt er uns ein grundlegendes Kriterium: Nicht unsere Denkweise muss in letzter Instanz definieren, was wir tun müssen, sondern was Gott von uns will. Und deshalb ist es so wichtig, uns Zeit zu nehmen, sei es früh am Morgen, sei es am Abend, um uns vor den Umständen dieses Tages zu fragen: Was verlangt Gott von mir? Wie muss ich in dieser oder jener Situation handeln, die sich darstellt? Deshalb schließt Jesus mit den Worten an seine Jünger: «Wer mit mir kommen will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir,… denn wer sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden». Das ist die Garantie. Das Jüngersein Jesu, Teil dieser Gemeinschaft zu sein und immer zu unterscheiden, was Gott von mir will, garantiert uns das ewige Leben bei dem Vater, dem Sohn, dem Heiligen Geist und bei Maria. Deshalb, weil unsere Mutter es war, die diese Anweisungen vollständig erfüllte. Bitten wir sie, dass sie, wofür sie kam, uns auch uns hilft, zu entdecken, was Gott der Vater von meinem Leben und meinem Verhalten erwartet. Öffnen wir ihr unser Herz und drücken wir ihr unsere Bedürfnisse nach Beistand von ihrer Seite aus. Unsere Mutter, Maria von Guadalupe, in der Erinnerung daran, dass du gekommen bist, um den wahren Gott bekannt zu machen, durch den man lebt, bitten wir dich, uns zu helfen, gute und treue Jünger deines Sohnes zu sein, sagte Jesus, indem er unser Leben gemäß seinen Lehren lenkt und so zum Haus des Vaters Gottes gelangt und das ewige Leben genießt. Daher, geliebte Mutter, hilf uns, gute Verwalter der Güter der Natur in dieser Welt zu sein und den neuen Generationen beizubringen, guten Gebrauch von ihr zu machen, da sie das gemeinsame Haus der Menschheit ist. An diesem Tag legen wir auch alle Mütter, Väter, Söhne und Töchter sowie Geschwister, die suchen, in deine Hände, die den tiefen Schmerz des Nichtwissens darüber erleben, wo sich einer oder mehrere ihrer verschwundenen Angehörigen befinden. Zweifellos wird uns sehr dabei helfen, diese Verantwortungen zu erfüllen, die Brüderlichkeit und die Solidarität in allen Bereichen des alltäglichen Lebens zu fördern, indem wir gute und dauerhafte Fundamente festigen, die es ermöglichen, die Zivilisation der Liebe zu verwirklichen. Alle Gläubigen, die an diesem Sonntag hier anwesend sind, empfehlen wir uns dir, die auf unserem Weg als Zeichen der Rettung und der Hoffnung leuchtet. O gütige, o barmherzige, o süße Jungfrau Maria von Guadalupe. Amen. Der Beitrag „Was bedeutet das Discernimento?“ Kardinal Carlos Aguiar Retes wurde zuerst auf der Website des Erzbistums Mexiko veröffentlicht.
Wortlaut im Original
“Me sedujiste, Señor, y me dejé seducir… Había en mí como un fuego ardiente”. Efectivamente, como dice el profeta Jeremías, Dios siembra en el interior del hombre inquietudes ante la realidad que vivimos, y mueve nuestro corazón a intervenir para ayudar a quienes lo necesitan. Por eso respondimos a esta lectura con el salmo cantando: “Señor, Dios, mi alma tiene sed de ti. Señor. Tú eres mi Dios, a ti te busco, de tí está sedienta mi alma”. El apóstol San Pablo, en la segunda lectura, va en la misma tónica, nos exhorta diciendo: “Por la misericordia que Dios les ha manifestado, los exhorto a que se ofrezcan ustedes mismos… No se dejen transformar por los criterios de este mundo… sepan distinguir cuál es la voluntad de Dios”. Eso es el discernimiento. Tenemos que darnos siempre tiempo en el día. ¿Qué quiere Dios de mí hoy? Y ese discernimiento debe de tener en cuenta las realidades, que vamos tocando durante ese día en relación con los demás, con nuestra sociedad, con el mundo entero. El discernimiento es, pues, fundamental, tanto de manera individual, pero es necesaria también de manera comunitaria. Así sabremos distinguir lo que Dios espera de mí en lo personal, y de nosotros como familia, comunidad, parroquia, Iglesia diocesana, etcétera. En el evangelio de San Mateo, el discernimiento lo debemos hacer teniendo como criterio fundamental a Jesucristo y sus enseñanzas. Así lograremos la vida eterna en el cielo. En efecto, San Mateo afirma: “Jesús comenzó a anunciar a sus discípulos que tenía que padecer… de parte de los ancianos,… ser condenado a muerte y resucitar al tercer día”. Jesús les transmite lo que va advirtiendo en su contexto histórico. Y Pedro, nos dice el Evangelio, trató de disuadirlo, pero Jesús, dirigiéndose a Pedro, le dijo: “Apártate de mí, Satanás”. Qué dura expresión a su discípulo, que le había encomendado ser cabeza de la comunidad. Cuando nosotros solo pretendemos quedar bien con la autoridad y no con lo que Dios quiere de nosotros, actuamos como Pedro, nos equivocamos. Somos Satanás para el otro, haciendo lo que no debemos de hacer. Eso es lo que dice Jesús cuando continúa diciendo: “‘Tu modo de pensar no es el de Dios, sino el de los hombres”. Aquí nos deja un criterio fundamental: No es nuestro modo de pensar el que tiene que definir, en última instancia, lo que debemos hacer, sino lo que Dios quiere de nosotros. Y por eso es tan importante darnos tiempo, sea temprano en la mañana, sea en la noche, para que preguntarnos, ante las circunstancias de ese día, ¿qué pide Dios de mí? ¿Cómo debo de actuar ante tal o cual situación que se está presentando? Por ello termina diciendo Jesús a sus discípulos: “El que quiera venir conmigo, que renuncie a sí mismo, que tome su cruz y me siga,… porque el que pierde su vida por mí la encontrará”. Esa es la garantía. El ser discípulo de Jesús, formar parte de esta comunidad, y discernir siempre lo que Dios quiere de mí, nos garantiza la vida eterna al lado del Padre, del Hijo, del Espíritu Santo y de María. Por eso, porque nuestra madre fue quien cumplió cabalmente estas instrucciones. Pidámosle a ella que para eso vino, que nos ayude también a nosotros para descubrir lo que Dios Padre espera de mi vida y de mi conducta. Abrámosle nuestro corazón, y expresémosle nuestras necesidades de auxilio de su parte. Madre nuestra, María de Guadalupe, recordando que viniste para dar a conocer al verdadero Dios por quien se vive, te pedimos nos auxilies para ser buenos y fieles discípulos de tu Hijo, dijo Jesús, conduciendo nuestra vida conforme a sus enseñanzas y así llegar a la casa de Dios Padre y gozar de la vida eterna. Por tanto, madre querida, ayúdanos a ser buenos administradores de los bienes de la naturaleza en este mundo y a enseñar a las nuevas generaciones a hacer buen uso de ella, ya que es la casa común de la humanidad. En este día también ponemos en tus manos a todas las madres, padres, hijos y hermanos buscadores que viven el profundo dolor de no saber dónde se encuentra uno o varios de sus seres queridos desaparecidos. Sin duda, para cumplir estas responsabilidades, nos ayudará mucho propiciar la fraternidad y la solidaridad en todos los ámbitos de la vida cotidiana, consolidando buenos y perdurables cimientos, que hagan posible lograr la civilización del amor. Todos los fieles aquí presentes este domingo nos encomendamos a ti, que brillas en nuestro camino como signo de salvación y de esperanza. Oh clemente, oh piadosa, oh dulce Virgen María de Guadalupe. Amén. La entrada ¿Qué significa el discernimiento? Cardenal Carlos Aguiar Retes se publicó primero en Arquidiócesis de México .