Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Homilia do D. Henrique Soares da Costa – XXIV Domingo do Tempo Comum – Ano A
ohne Namen ·
Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe ·
2026-09-08
· Quelle
Barmherzigkeit · Hauptbotschaft
Gemeinschaft · tragend
Umkehr · tragend
Wahre menschliche Freiheit und die Erfahrung der göttlichen Liebe sind nur möglich, wenn der Mensch seine in sich geschlossene Haltung aufgibt und sich durch bedingungslose Vergebung gegenüber den Brüdern öffnet, da die Kirche als Ort der göttlichen Herrschaft diese Barmherzigkeit manifestieren muss
Wir müssen verstehen, dass es unmöglich ist, Gott als Liebe und Süße zu erfahren – und unser Gott ist so; Jesus hat es uns so offenbart! –, wenn wir uns nicht von der Liebe und Süße Gottes überfluten lassen, unser Herz überfluten lassen, bis es zu den Brüdern überquillt!
Die Homilie interpretiert das Gleichnis vom unerbittlichen Schuldner (Mt 18) als zentralen Aufruf zur bedingungslosen Vergebung innerhalb der christlichen Gemeinschaft. Der Prediger argumentiert, dass wahre Freiheit und Reife nur durch die Öffnung für Gott und das Loslassen eigener Leidenschaften wie Groll und Rache möglich sind. Er stellt fest, dass die heutige, selbstvertrauensvolle Menschheit dieses Prinzip oft nicht versteht, da sie sich in sich selbst schließt. Das Leben wird als Geschenk Gottes verstanden, das für Ihn gelebt werden muss, was den Gläubigen zum Maßstab macht. Die Kirche wird als Ort definiert, an dem die Herrschaft Gottes durch Barmherzigkeit und die Nachfolge Jesu sichtbar wird. Es wird davor gewarnt, dass man Gottes Vergebung nicht erfahren kann, wenn das eigene Herz gegenüber den Brüdern verschlossen bleibt. Der Text schließt mit dem Appell, durch Gebet und Eucharistie das Herz des Vaters zu lernen, um ein Zeichen des Reiches Gottes zu sein.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Festhalten, Begehren, Nicht-loslassen-Können; Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- Vergeben (zwischenmenschlich)
- Betend und eucharistisch das Herz des Vaters lernen (innerlich)
- Sich von Gott messen lassen (innerlich)
Genannte Stellen
Eclo 27,33–28,9 · Ps 102 · Röm 14,7–9 · Mt 18,21–35
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3, benannt: Nicht-Gläubige oder in sich geschlossene Menschen
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 1
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Eclo 27,33–28,9
Ps 102
Röm 14,7–9
Mt 18,21–35
Liebste, im Evangelium haben wir die Gleichnis des unerbittlichen Schuldners gehört. Erinnern wir uns daran, dass wir das 18. Kapitel des heiligen Matthäus beenden, in dem Jesus über das Leben der Kirche, der Gemeinschaft seiner Jünger, handelt. Im vergangenen Sonntag hat uns der Herr Jesus befohlen, den Bruder zu zurechtweisen, der uns Unrecht tut. Zurechtweisen, um zu retten, zurechtweisen, um Vergebung zu schenken. Heute fragt Petrus, wie oft man demjenigen vergeben soll, der uns in der Gemeinschaft Unrecht getan hat. Jesus antwortet: Vergib immer! Doch vertiefen wir dieses Wort Gottes, das uns als Licht und Weg unseres Lebens gerichtet ist.
Etwas, das die heutige Menschheit, so voller Selbstvertrauen, nicht versteht, ist, dass unsere wahre Freiheit, die authentische Reife, nur möglich ist, wenn wir in unserem Leben für Gott offen sind. Der in sich geschlossene Mensch ist Gefangener seiner Leidenschaften, seiner Neigung zur Selbstbehauptung, zur Bitterkeit, zum Groll, zur Rache… Wenn wir uns für Gott öffnen und die Mut haben, uns von ihm messen zu lassen, dann sind wir gezwungen, uns selbst loszulassen, und wir fühlen uns gedrängt, zu sehen, zu fühlen und zu handeln gemäß dem Herzen Gottes. Nehmen wir die erste Lesung der Messe. Beobachten wir, wie Gott uns Zügel anlegt, wie er uns erzieht, wie er uns Maßstab und Vorbild dient: „Wer Rache nimmt, wird die Rache des Herrn finden, der strenge Rechenschaft über seine Sünden ablegen wird. Vergib dem Unrecht, das dein Nächster begangen hat: so werden dir, wenn du betest, deine Sünden vergeben. Gedenke deines Endes und höre auf zu hassen; denke an die Zerstörung und an den Tod, und beharre in den Geboten. Gedenke des Bundes des Höchsten, und achte nicht die Schuld des anderen!“ Siehe, Brüder, Gott legt uns Zügel und Leinen an die Leidenschaften! Und warum? Weil, wie der Psalm sagt: „Er vergibt dir alle Schuld und heilt dich vor allen Gebrechen. Er errettet dein Leben vom Grab und krönt dich mit Gnade und Erbarmen. Er zürnt nicht ewig und gedenkt nicht immer des Zorns. Er handelt nicht nach unseren Sünden und straft uns nicht nach unseren Schuldigkeiten…“ Dies ist der große Unterschied zwischen dem, der glaubt und nicht glaubt, zwischen dem, der für Gott offen ist und dem, der sich vor ihm verschließt. Für den, der glaubt, ist der Maßstab Gott, das Herz des Vaters im Himmel, wie es uns Jesus offenbart hat!
Diese Idee erscheint sehr klar in der zweiten Lesung von heute. Der Apostel erinnert uns daran, dass das Leben uns nicht in geschlossener, absoluter Weise gehört; das Leben ist ein Geschenk und muss als Geschenk gelebt werden: „Keiner von uns lebt für sich selbst oder stirbt für sich selbst. Wenn wir leben, so leben wir für den Herrn; wenn wir sterben, so sterben wir für den Herrn. Ob wir also leben oder sterben, so gehören wir dem Herrn.“ Er ist daher unser Maßstab, unser Kriterium und unsere Verwirklichung; er, der für uns gestorben und auferstanden ist, um unser Herr zu sein.
In diesem Sinne halten wir uns nun beim Evangelium auf. Wie bereits gesagt, geht es hier weiterhin um das Leben in der Kirche. Wie oft sollen wir vergeben? Bis wann sollen wir ein offenes, verfügbares Herz bewahren, ohne uns von Traurigkeit und Bitterkeit, von Groll und Verschlossenheit leiten zu lassen? Bis wann sollen wir die Süße, Tochter der Hoffnung, Frucht der Gewissheit des Sieges des Herrn, aufrechterhalten? Der Herr Jesus warnt uns, dass die Vergebung immer zu geben ist, denn das Herz des Vaters, wie das des Königs im Gleichnis, ist so: voller Mitleid, fähig, jede Schuld zu vergeben. Beachtet, ihr Liebsten, dass Jesus damit beginnt zu sagen, dass das Reich der Himmel so ist: die Herrschaft eines Königs, der Vater ist und vergibt. Nun, der Vater regiert nur im Herzen dessen, der so vergibt, wie er selbst vergibt, wie er uns in Jesus, der gestorben und auferstanden ist, um die Vergebung Gottes für uns zu sein, vergibt und aufgenommen hat! Das ist die Kirche: der Raum, die Umgebung, in der die Herrschaft Gottes sich in der Welt manifestieren soll; Ort der Barmherzigkeit, der Aufnahme, der Liebe, der tausendmaligen Vergebung, der Hoffnung, die nicht aufgibt, der Süße, die von jenem auf der Kreuz geöffneter Herzen gelernt und getrunken wird. Die Kirche muss so sein, nicht weil wir nett sind, sondern weil wir es so vom Herzen des Vaters Jesu gelernt haben. Denn wie wird jemand die Vergebung Gottes erfahren, dessen Herz für die anderen verschlossen ist? Wer wird wirklich erkennen, dass er alles Gott schuldet und nie genug zurückzahlen wird, wenn er die Schulden der Brüder nicht vergibt? Wir müssen verstehen, dass es unmöglich ist, Gott als Liebe und Süße zu erfahren – und unser Gott ist so; Jesus hat es uns so offenbart! –, wenn wir uns nicht von der Liebe und Süße Gottes überfluten lassen, unser Herz überfluten lassen, bis es zu den Brüdern überquillt!
Ihr Liebsten im Herrn, möge die Stille des Gebetes, die beharrliche Betrachtung Christi und seiner Gesten und Worte, die fromme, besinnliche und ergebene Teilnahme an der Eucharistie unser Herz lehren, vom Herzen des Vaters Jesu zu lernen. So wird die Gemeinschaft, die Kirche genannt wird – diese Gemeinschaft, die sich zur Eucharistie versammelt –, ein Zeichen des Reiches, ein Anfang des Reiches, ein Same des Reiches sein. Nur so können wir zur nach Gott dürstenden Welt sagen: Kommt und seht! Der Herr möge es uns gewähren. Amen!
D. Henrique Soares da Costa
Der Beitrag „Homilie von D. Henrique Soares da Costa – 24. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A“ erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
Eclo 27,33-28,9
Sl 102
Rm 14,7-9
Mt 18,21-35
Caríssimos, no Evangelho ouvimos a parábola do devedor implacável. Recordemos que estamos terminando o capítulo 18 de São Mateus, no qual Jesus trata da vida da Igreja, a Comunidade dos seus discípulos. No Domingo passado, o Senhor Jesus nos mandava corrigir o caso o irmão nos fizesse o mal. Corrigir para salvar, corrigir para dar o perdão. Hoje, Pedro pergunta quantas vezes se deve dar o perdão a quem nos fez mal na Comunidade. Jesus responde: Perdoa sempre! Mas, aprofundemos esta Palavra de Deus que nos é dirigida como luz e caminho da nossa vida.
Uma coisa que a humanidade atual, tão cheia de si, não compreende é que a verdadeira liberdade nossa, a autêntica maturidade, somente é possível se formos abertos para Deus na nossa vida. O homem fechado em si é presa de suas paixões, de sua tendência a autoafirmação, à amargura, ao rancor, à vingança… Quando nos abrimos para Deus e temos a coragem de nos deixar medir por ele, aí sim, somos obrigados a nos deixar a nós mesmos e nos sentimos compelidos a ver, sentir e agir conforme o coração de Deus. Tomemos a primeira leitura da Missa. Observemos como Deus nos coloca freio, como nos educa, como nos serve de medida e modelo: “Quem se vingar encontrará a vingança do Senhor, que pedirá severas contas dos seus pecados. Perdoa a injustiça cometida por teu próximo: assim, quando orares, teus pecados serão perdoados. Lembra-te do teu fim e deixa de odiar; pensa na destruição e na morte, e persevera nos mandamentos. Pensa na aliança do Altíssimo, e não leves em conta a falta alheia!” Eis, irmãos, Deus no colocando freio e rédeas às paixões! E por quê? Porque, como diz o Salmo: “Ele te perdoa toda culpa, e te cerca de carinho e compaixão. Não fica sempre repetindo as suas queixas, nem guarda eternamente o seu rancor. Não nos trata como exigem nossas faltas nem nos pune em proporção às nossas culpas…” É esta a grande diferença entre quem crê e não crê, entre quem é aberto para Deus e para ele se fecha. Para quem crê, a medida é Deus, é o coração do Pai do céu, tal qual Jesus no-lo revelou!
Esta ideia aparece muito clara na segunda leitura de hoje. O Apóstolo nos recorda que a vida não nos pertence de modo fechado, absoluto; a vida é um dom e como dom deve ser vivida: “Ninguém dentre nós vive para si mesmo ou morre para si mesmo. Se estamos vivos, é para o Senhor que vivemos; se morremos, é para o Senhor que morremos. Vivos ou mortos, pertencemos ao Senhor”. Ele, portanto, é nossa medida, nosso critério e nossa realização; ele, que por nós morreu e ressuscitou, para ser o nosso Senhor.
Pensando nisso, detenhamo-nos, agora, no Evangelho. Como já disse, a questão aqui é ainda a vida na Igreja. Quantas vezes perdoar? Até quando conservar um coração aberto, disponível, sem deixar-se levar pela tristeza e a amargura, o rancor e o fechamento? Até quando manter a doçura, filha da esperança, fruto da certeza da vitória do Senhor? O Senhor Jesus nos adverte que o perdão deve ser dado sempre porque o coração do Pai, como o do rei da parábola, é assim: cheio de compaixão, capaz de perdoar toda a dívida. Observem, caríssimos, que Jesus começa dizendo que o Reino dos Céus é assim: o reinado de um rei que é Pai e perdoa. Ora, o Pai somente reina no coração de quem perdoa como ele mesmo perdoa, como ele mesmo nos perdoou e acolheu em Jesus, que morreu e ressuscitou para ser o perdão de Deus para nós! Eis o que é a Igreja: o espaço, o ambiente no qual o reinado de Deus deve manifestar-se no mundo; lugar da misericórdia, do acolhimento, do amor, do perdão mil vezes, da esperança que não desiste, da doçura aprendida e bebida daquele Coração aberto na cruz. A Igreja deve ser assim, Não porque sejamos bonzinhos, mas porque aprendemos assim do coração do Pai de Jesus. Com efeito, como experimentará o perdão de Deus quem tem o coração fechado para os outros? Quem reconhecerá de verdade que tudo deve a Deus e nunca pagará o bastante quem não perdoa as dívidas dos irmãos? É preciso que compreendamos ser impossível experimentar Deus como amor e doçura – e nosso Deus é assim; Jesus no-lo revelou assim! – se não nos deixar inundar pelo amor e doçura de Deus, inundar nosso coração, até transbordar para os irmãos!
Caríssimos, no Senhor, que o silêncio da oração, que a contemplação persistente do Cristo e de seus gestos e palavras, que a participação piedosa, recolhida e devota da Eucaristia, faça o nosso coração aprender do Coração do Pai de Jesus. Eis aqui como a Comunidade chamada Igreja – esta Comunidade reunida para a Eucaristia – será sinal do Reino, início do Reino, semente do Reino. Somente assim, poderemos dizer ao mundo sedento de Deus: Vinde e vede! Que o Senhor no-lo conceda. Amém!
D. Henrique Soares da Costa
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