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Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Holy Mass for the Care of Creation (Pontifical Gardens of Castel Gandolfo, 1st September 2026)

ohne Namen · Vatikan - Homilien von Papst Leo XIV. · 2026-09-01 · Vatikanstadt · Quelle

Umkehr · Hauptbotschaft Dankbarkeit · tragend Verantwortung · tragend

Die bewusste Betrachtung der Schöpfung als göttliches Werk führt zu einer inneren Umkehr, die sich in einem verantwortungsvollen und liebevollen Handeln zum Schutz der Umwelt und der Armen manifestieren muss.

Diese Aufgabe der Betrachtung, die uns auf eine Begegnung mit dem Herrn vorbereitet, ist ein erster Schritt hin zu einer „authentischen ökologischen Umkehr, bei der die Auswirkungen unserer Begegnung mit Jesus Christus in unserem Verhältnis zur uns umgebenden Welt sichtbar werden“

Der Text ist eine Predigt zum Welttag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung, gehalten in den Pontifical Gardens of Castel Gandolfo. Er lädt die Gläubigen ein, die Schönheit der Natur als Zeugnis der göttlichen Herrlichkeit zu betrachten, basierend auf Lesungen aus dem Buch der Weisheit, Psalm 18 und dem Matthäusevangelium. Die Predigt verbindet diese kontemplative Haltung mit dem Beginn der 'Saison der Schöpfung', einer fünf Wochen dauernden Periode des Gebets und Engagements. Es wird eine 'authentische ökologische Umkehr' gefordert, bei der die Begegnung mit Jesus Christus in einem verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt sichtbar wird. Der Text appelliert an die persönliche und kollektive Verantwortung, die ursprüngliche Harmonie wiederherzustellen und Schaden in Leben zu verwandeln. Als Vorbild wird der heilige Franziskus von Assisi herangezogen, dessen Cantico delle creature als Gebet aufgenommen wird. Die Predigt schließt mit dem Aufruf, universelle Brüderlichkeit zu leben und die Schöpfung zu schützen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Gier, Konsum, unstillbares Verlangen nach mehr (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf Tradition, Väter, gewachsene Praxis
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Weis 13,1–9 · Ps 18 · Mt 6,24–34 · Jes 2,4

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Liebe Brüder und Schwestern, an diesem Welttag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung bieten uns die für die heutige Liturgie ausgewählten Lesungen zwei Einladungen, die Werke des Herrn zu betrachten – eine Aufgabe, die in der Umgebung dieser wunderschönen Gärten gewiss nicht schwer ist. Das Buch der Weisheit ermutigt uns, die Schönheit und die Macht der Schöpfung zu betrachten, um ihren Schöpfer zu würdigen (vgl. Weis 13,1–9). Es wäre oberflächlich, sich über Feuer, Wind, rasende Wasser oder die Sterne des Himmels zu wundern, ohne unseren Blick zum Schöpfer solcher Wunder emporheben zu lassen. Psalm 18 mahnt uns, unsere Augen emporzurichten, um den Himmel zu betrachten, der die Herrlichkeit Gottes verkündet, und das Gewölbe, das das Werk seiner Hände kundtut. Die gesamte Schöpfung spricht uns von der Größe ihres Schöpfers, sofern unsere Augen und Herzen für ein so großes Geheimnis offen bleiben. Ebenso lädt uns die Evangelienstelle aus Matthäus (vgl. Mt 6,24–34) ein, die Schöpfung zu betrachten, während sie die besondere Liebe des Herrn zur menschlichen Person hervorhebt. Wenn wir mit Staunen auf die Vögel der Luft und die Lilien des Feldes blicken – so kostbar in den Augen ihres Schöpfers –, erkennen wir die Größe der Liebe Gottes zu uns. Wenn der Herr es nicht versäumt, Pflanzen und Tieren eine so prächtige Schönheit zu verleihen und für all ihre Bedürfnisse zu sorgen, wie viel aufmerksamer wird er dann gegenüber den Bedürfnissen seiner geliebten Söhne und Töchter sein! Heute Abend, während wir die Einladung annehmen, innezuhalten und vor den Werken Gottes nachzudenken, beginnen wir die „Saison der Schöpfung“ – eine fünf Wochen dauernde Periode, die dem Gebet und dem Einsatz für die Bewahrung unseres „gemeinsamen Hauses“ gewidmet ist. Daher lassen wir an diesem Tag und in den kommenden Wochen einige Momente verstreichen, um aus dem Trubel unseres Alltags innezuhalten, um die tiefe Harmonie zu genießen, von der wir selbst ein Teil sind. Lassen wir die vielen Geräusche, die durch menschliche Tätigkeit erzeugt werden, in den „stummgeschalteten Modus“ versetzen, damit wir die melodische Stimme der Schöpfung hören können, durch die Gott, der Urheber aller Dinge, zu uns spricht. Diese Aufgabe der Betrachtung, die uns auf eine Begegnung mit dem Herrn vorbereitet, ist ein erster Schritt hin zu einer „authentischen ökologischen Umkehr, bei der die Auswirkungen unserer Begegnung mit Jesus Christus in unserem Verhältnis zur uns umgebenden Welt sichtbar werden“ (Botschaft zum elften Welttag des Gebets für die Bewahrung der Schöpfung, 1. September 2026). Aus der Betrachtung der Schöpfung und der Begegnung mit ihrem Schöpfer entsteht das Bewusstsein für unseren besonderen Platz im wunderbaren Plan Gottes und für die Verantwortung, die wir sowohl persönlich als auch kollektiv für die Erhaltung der ursprünglichen Harmonie tragen. So können wir, indem wir uns unserer Mängel und Versagen bewusst werden, unser Engagement erneuern, die Beziehungen unter allen Geschöpfen gemäß dem Willen ihres Schöpfers wiederherzustellen. Aus diesem Grund widerhallt die Botschaft für den heutigen Welttag „den prophetischen Ruf, ‚Schwerter zu Pflugscharen zu schmieden‘ (Jes 2,4) … um Schaden in Leben zu verwandeln“. Es ist noch nicht zu spät, und die Saison der Schöpfung ruft uns zu einer tiefgreifenden Umkehr auf: „Was für die Zerstörung verwendet wurde, kann in Richtung Leben umgelenkt werden, in Richtung Fürsorge für die Armen, Ernährung der Hungernden und Bewahrung der Schöpfung“ (ebd.). Die Saison, die wir heute beginnen, wird am 4. Oktober enden, wenn wir das achte Jahrhundert des Hingangs (Transitus) des heiligen Franziskus von Assisi feiern werden. Papst Franziskus schöpfte besondere Inspiration aus ihm, als er die Enzyklika Laudato Si’ verfasste und das Borgo zum Leben rief, das uns heute beherbergt. Lassen wir uns daher geistlich mit dem Poverello von Assisi verbinden und machen wir sein Loblied zu unserem eigenen: „Gelobt seist du, mein Herr, mit all deinen Geschöpfen, vor allem Bruder Sonne… Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne… Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind… Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser… Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer… Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester Mutter Erde, die uns nährt und regiert.“ Mit dem heiligen Franziskus erneuern wir unser Engagement, jene universelle Brüderlichkeit zu leben und zu fördern, die untrennbar mit der Aufgabe der Sorge für die Schöpfung verbunden ist.
Wortlaut im Original
Dear brothers and sisters , On this World Day of Prayer for the Care of Creation, the readings chosen for today’s liturgy offer us two invitations to contemplate the works of the Lord — a task that is certainly not difficult in the setting of these beautiful gardens. The Book of Wisdom encourages us to contemplate the beauty and power of creation, in order to appreciate its Creator (cf. Wis 13:1–9). It would be superficial to marvel at fire, wind, rushing waters or the stars of heaven, without allowing our gaze to rise to the Creator of such wonders. Psalm 18 urges us to lift our eyes to contemplate the heavens, which proclaim the glory of God, and the firmament, which declares the work of his hands. All creation speaks to us of the greatness of its Creator, if only our eyes and hearts remain open to such a great mystery. Similarly, the Gospel passage from Matthew (cf. Mt 6:24–34) invites us to contemplate creation, while emphasizing the Lord’s special love for the human person. As we look upon the birds of the air and the lilies of the field with wonder — so precious in the eyes of their Creator — we come to understand the greatness of God’s love for us. If the Lord does not fail to bestow such splendid beauty upon plants and animals and provide for all their needs, how much more attentive will he be to the needs of his beloved sons and daughters! This evening, as we accept the invitation to pause and reflect before the works of God, we begin the “Season of Creation” — a period of five weeks devoted to prayer and commitment to the care of our “common home.” On this Day, therefore, and in the weeks ahead, let us set aside a few moments to pause from the frenzy of our daily lives, in order to savor the profound harmony of which we ourselves are a part. Let us place in “silent mode” the many noises generated by human activity, so that we may hear the melodious voice of creation, through which God, the Author of all things, speaks to us. This task of contemplation, which disposes us to an encounter with the Lord, is a first step towards an “authentic ecological conversion, where the effects of our encounter with Jesus Christ become evident in our relationship with the world around us” ( Message for the Eleventh World Day of Prayer for the Care of Creation , 1 September 2026 ). From contemplating creation and encountering its Creator, there arises an awareness of our particular place within God’s wondrous plan, and of the responsibility that we bear both personally and collectively for preserving the original harmony. Thus, as we become conscious of our shortcomings and failures, we can renew our commitment to restoring the relationships among all creatures according to the will of their Creator. For this reason, the Message for today’s World Day echoes “the prophetic call to ‘beat swords into ploughshares’ ( Is 2:4)… to transform harm into life.” It is not yet too late, and the Season of Creation calls us to a profound conversion: “What has been used for destruction can be redirected toward life, toward the care of the poor, the nourishment of the hungry, and the safeguarding of creation” ( ibid. ). The Season we begin today will conclude on 4 October, when we will celebrate the eighth centenary of the Transitus of Saint Francis of Assisi. Pope Francis drew particular inspiration from him in writing the Encyclical Letter Laudato Si’ and in giving life to the Borgo that welcomes us today. Let us therefore unite ourselves spiritually with the Poverello of Assisi and make his Canticle of praise our own: “Praised be you, my Lord, with all your creatures, especially Sir Brother Sun… Praised be you, my Lord, through Sister Moon and the stars… Praised be you, my Lord, through Brother Wind... Praised be you, my Lord, through Sister Water… Praised be you, my Lord, through Brother Fire… Praised be you, my Lord, through our Sister Mother Earth, who sustains and governs us.” With Saint Francis, let us renew our commitment to living and promoting that universal fraternity which is inseparably bound to the task of caring for creation.