Die göttliche Vergebung ist keine bloße Schuldentlastung, sondern eine rehabilitierende Gnade, die den Menschen befähigt, die Kette der Rache zu durchbrechen und barmherzig zu handeln.
Der Text analysiert die liturgischen Lesungen des Sonntags, insbesondere das Evangelium nach Matthäus über die Vergebung. Er stellt die Parabel vom Schuldner in den Kontext der Genesis und der Rache-Kette, um die göttliche Gnade als Rehabilitation statt bloße Schuldentlastung zu definieren. Die Barmherzigkeit Gottes wird als Grundlage für das christliche Miteinander und die Überwindung von Rache dargestellt. Ein aktueller Bezug wird zur Friedenswoche in Kolumbien hergestellt, wo die Durchbrechung der Rachekette als dringliche Aufgabe genannt wird. Der Text betont, dass die empfangene Gnade existenziell gelebt und an andere weitergegeben werden muss.
Sir 27,30-28,7 · Ps 102 · Röm 14,7-9 · Mt 18,21-35 · Gen 4,24 · Röm 11,29 · 1 Kor 2,16 · Phil 2,5
Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
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Lesung aus dem Buch Sirach 27, 30–28, 7 Verzeihe die Beleidigung deines Nächsten und wenn du betest, werden deine Sünden vergeben
Das Buch des Weisen sammelt die Betrachtungen des Meisters Jesus ben Sira im zweiten Jahrhundert vor Christus. Die Herrschaft der Griechen hat zwar aufgehört, doch bestehen im Volk die Auswirkungen der Politik der Hellenisierung fort; in diesem Kontext reflektiert der Autor über das Gesetz und die Propheten, um vor den neuen Generationen das religiöse Erbe Israels und den Wert der Tradition zu würdigen. Wie in den sogenannten weisheitlichen Büchern besteht der zentrale Punkt darin, den Lesern darzulegen, dass die wahre Weisheit in der Furcht Gottes besteht, das heißt, ständig in der Gegenwart Gottes zu leben und das Leben innerhalb der religiösen Ordnung zu halten.
In den für die erste Lesung der Messe dieses Sonntags vorgeschlagenen Versen warnt der Autor, dass das Aufrechterhalten des Zorns und des Rachegewünsches die Person daran hindert, die Vergebung ihrer eigenen Sünden zu empfangen; die Vergebung der Sünden des Nächsten und die Aufgabe der Rache bereiten den Sünder darauf vor, die Vergebung Gottes zu empfangen: „Wenn ein Mensch den Zorn gegen einen anderen nährt, wie kann er dann die Heilung des Herrn erwarten?“. Aus diesen Betrachtungen heraus beginnt man zu verstehen, dass die von Gott angebotene Vergebung viel mehr ist als die Stornierung einer Schuld: Sie besteht in der Rehabilitation des Sünders, und diese Rehabilitation ist Gnade, die die Person darauf vorbereitet, die Vergebung zu empfangen. Der Text schließt mit der Einladung ein, die Gebote und den Bund als Gaben (Segnungen) zu erinnern, die Gott dem Menschen anbietet; man empfängt die Gebote und den Bund, um sich über die Verfall und den Tod zu erheben.
Psalm 102 Der Herr ist barmherzig und gnädig, langsam zum Zorn und reich an Güte
Im Körper des Psalms gibt es zwei Teile: Der erste besteht in einem Dank für die erlebte Rettung; der zweite ist ein Hymnus, der Gott für seine Werke zugunsten des Volkes verherrlicht. In der heutigen Messe wird der erste Teil verwendet. In ihm drückt ein Mann aus, der die Vergebung seiner Schuld erfahren hat und nun von seiner Krankheit und dem Tod gerettet wird.
In der ersten Strophe, die vom Lektionar vorgeschlagen wird, ermutigt der Beter sich selbst, Gott aus dem Innersten seines Wesens zu preisen; die Übersetzung sagt „Seele“. Im Grunde handelt es sich darum, die gesamte Existenz als Dankbarkeit auf Gott auszurichten. In der Heiligen Schrift bedeutet Segnen, jemanden in seiner Macht und Würde anzuerkennen.
In der zweiten Strophe proklamiert der Beter die persönliche Erfahrung der Rettung: Die Vergebung der Sünde manifestiert sich in der Wiederherstellung der Gesundheit und damit darin, aus der Grube (dem Tod) befreit zu werden. Aufgrund der in dieser Situation verbrachten Tage ist derjenige, der krank war, nun mit Gnade und Zärtlichkeit erfüllt. In der dritten Strophe wird das, was ein individueller Gesang war, zu einem Hymnus; der Psalmist betrachtet das Handeln Gottes in der Geschichte Israels. Die Heilsgeschichte ist Gegenwart und Güte des Herrn: Er streitet nicht und hegt keinen Groll, sodass die Größe Gottes darin zum Ausdruck kommt, dass er die Irrtümer nicht bestraft. In der vierten Strophe werden Bilder der Ferne herangezogen, um die absolute Erlassung der Schuld auszudrücken.
3 Lesung aus dem Brief des Apostels heiligen Paulus an die Römer 14, 7-9 Ob wir leben oder sterben, wir gehören dem Herrn
Im Brief an die Römer geht der Apostel heilige Paulus, nachdem er große dogmatische Themen dargelegt hat, im Kapitel 12 dazu über, die Christen jener Gemeinde zu ermahnen und ihnen das anzubieten, was als ein Code des christlichen Lebens betrachtet werden kann. Innerhalb dieses ermahnten Teils behandelt er im Kapitel 14 die Notwendigkeit, auf die „Schwachen“ Rücksicht zu nehmen; dazu warnt er vor Bräuchen, die die Ausübung der Nächstenliebe behindern können. Die christlichen Gemeinden der apostolischen Zeit setzten sich aus judenchristlichen und heidnisch-christlichen Gläubigen zusammen. In diesem Umfeld entsteht das Thema der Judaizierer: Juden, die Jesus als den Messias annehmen und an ihn glauben, aber weiterhin Vorschriften des Gesetzes hinsichtlich Daten, Tagen, Lebensmitteln, Riten usw. beobachten.
Die vom Lektionar vorgeschlagenen Verse sind Teil der Orientierung des Apostels, um die Uneinigkeiten hinsichtlich der Lebensmittel und der Kulttage zu überwinden. Die in ihnen enthaltene Orientierung stützt sich auf eine christologische Argumentation: Die Taufe verbindet den Gläubigen mit Christus und daher wird der Unterschied zwischen Jude und Nicht-Jude aufgehoben; durch die Taufe ist jeder Gläubige Christus geweiht, er ist Eigentum Christi. Die Taufe macht frei, nach dem eigenen Gewissen zu leben, sei es ein Jude oder ein Nicht-Jude. So dass, wenn einer bestimmte Tage beobachtet, er dies aus seinem Gewissen heraus um des Herrn willen tut; und wenn einer sich bestimmter Lebensmittel entzieht, tut er dies aus Gewissensgründen um des Herrn willen.
In der Gemeinde gibt es einige, die heilige Paulus als „in dem Glauben schwach“ bezeichnet; der Schwache ist eine Person, die sich über die Handlungen anderer beunruhigt, die anders handeln, als er es tut. In dieser Situation müssen die Starken die Schwachen dulden.
Sowohl den einen als auch den anderen schenkt Gott die Gnade, ihrem Gewissen treu zu bleiben. Heilige Paulus lädt dazu ein, dem einzigen Herrn zu dienen, und niemand kann einem anderen seinen christlichen Status absprechen.
Der christliche Glaube ist eine Beziehung zum Herrn, eine Beziehung, die über die besonderen Unterschiede oder Barrieren hinausgeht. Durch den Glauben lebt der Christ nicht für sich selbst, sondern
4 für die anderen; auch stirbt er nicht für sich selbst, das heißt, er unterwirft sich nicht der radikalen Einsamkeit, um in einer totalen Isolation zu leben, sondern er duldet durch Christus die Unterschiede.
Lesung des heiligen Evangeliums nach heilige Matthäus 18, 21-35 Ich sage dir nicht, dass du bis zu siebenmal vergibst, sondern bis zu siebzigmal sieben
Im vorgeschlagenen Text werden zwei Teile erkannt: Im ersten die Reaktion des Petrus auf das Protokoll der brüderlichen Korrektur, damit kein Bruder verloren geht; der zweite ist eine Parabel, die den Vorschlag Jesu erweitert, die Kette der Rache zu durchbrechen.
Auf die Frage des Jüngels antwortet der Meister zunächst, indem er sagt, dass die Vergebung immer der Rache überlegen sein muss. Im Hintergrund der Frage des Petrus liegt, nicht ohne Ironie, die Situation der Rache Kains, die im Buch Genesis erzählt wird; dort lesen wir, dass „wer Kain tötet, siebenfach dafür büßen wird“. Die Antwort auf die Frage des Petrus wird mit einem Spiel mit Zahlen ausgearbeitet, das Jesus aus dem Klagelied Lamechs – eines Nachkommen Kains – auf derselben Seite der Genesis übernimmt: Wenn die Rache Kains siebenfach war, wird die Lamechs siebzigfach sein (vgl. Gen 4, 24).
Zweitens erweitert Jesus durch eine Parabel seine Antwort über die Vergebung, die der Rache überlegen ist. Hier gibt es eine wichtige Änderung: Es wird von den Zahlen zur Art und Weise übergegangen; es gibt eine Verschiebung vom „Wie viel“ zum „Wie“. Der Jünger hat „wie viel“ gefragt, nun antwortet der Meister „wie“.
Dazu schlägt Jesus eine Parabel vor, die darauf abzielt zu erklären, wie der Vater im Himmel vergibt. Der unmittelbare Kontext – die Zahlen 7 und 70 – veranlasst dazu, zu erwarten, dass die Parabel klärt, wie die Vergebung dazu führt, die Kette der Rache zu durchbrechen.
Bei der Aufgabe, die Lehre der Parabel zu interpretieren, muss man mit dem Missverständnis beginnen, das das Zurücknehmen oder Aufheben der Vergebung hinterlässt.
Die Anwendung der von Jesus selbst erwähnten Geschichte – „So wird es auch mein himmlischer Vater mit euch tun“ – wirkt schockierend: Der himmlische Vater, dargestellt durch den König, der
5 Rechenschaft verlangt, hat einen Beamten, der ihm schuldete, vergeben, doch später widerruft er diese Vergebung und überliefert jenen Beamten schließlich den Henkern, bis er die gesamte Schuld bezahlt. Dies lässt zweifeln: Verzeiht Gott und hebt dann diese Vergebung auf? Ist die Vergebung Gottes nicht für immer? „Die Gaben und der Ruf Gottes sind unwiderruflich“ (Röm 11, 29).
Auf der Suche nach der Klärung dieser Zweifel versteht man die Vergebung als etwas, das über das Begleichen von Rechnungen durch eine Art Amnestie oder Vergessen hinausgeht. Aus diesem Kontext heraus drängt das Evangelium der heutigen Messe dazu, die Vergebung aus dem Bereich der Buchhaltung – „wie viel“ – herauszuholen, um die Vergebung, die Gott dem Sünder anbietet, als Gabe, als Gnade zu begreifen, die den Menschen rehabilitiert. Die Parabel, die Jesus erzählt, stellt die Vergebung als Gnade, als Geschenk, als Gabe dar, die aus der Unentgeltlichkeit Gottes hervorgeht: „Die ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich darum gebeten hast.“ Für den Begünstigten – den Sünder – ist die Vergebung eine Gabe oder eine Gnade, die dieser entweder nicht annehmen oder aber dankbar empfangen kann.
In diesem Kontext besteht das „Dankbarsein“ in etwas, das weit mehr ist als Höflichkeit oder Worte der Zufriedenheit; „dankbar empfangen“ bedeutet, die Gabe existenziell anzunehmen, aus jener Gabe oder Gnade heraus zu leben, sich die Gabe anzueignen. Dankbar empfangen bedeutet, die empfangene Gnade in das eigene Leben einzubeziehen: sie zu nutzen, sie für das einzusetzen, wofür sie gedacht wurde. Und die Gnade, da sie gerade Gnade ist, entzieht sich der Buchhaltung.
Der Sünder, der die Gnade der Vergebung „dankbar“ empfängt, beginnt, aus eben dieser Gnade heraus zu leben. Wenn der Mensch die Gnade wahrhaftig lebt und annimmt, beginnt er, das Leben Gottes zu leben, beginnt er, barmherzig zu sein, beginnt er, das Denken Christi zu haben (vgl. 1 Kor 2, 16), mit den Gefühlen Christi zu empfinden (vgl. Phil 2, 5). So bedeutet das Empfangen der Gnade der Vergebung, weit mehr als die Streichung einer Schuld, die Rehabilitation des Sünder, sodass dieser beginnt, ein Leben wie das Christi zu führen.
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Lebensereignis. Wir beenden die von der Bischofskonferenz Kolumbiens initiierte Woche für den Frieden; der Frieden ist in vielen Orten unseres Landes eine bedrohte Realität. Im Evangelium ermutigt uns Jesus, die Barmherzigkeit Gottes bewusst zu empfangen, um die Kette der Rache zu durchbrechen, die viele Menschen blenden.
Ausarbeitung. Im Text des Evangeliums vom vergangenen Sonntag legte Jesus die Art und Weise dar, wie ein Jünger handeln muss, wenn er durch das falsche Verhalten eines Bruders betroffen ist: die Stufen der „brüderlichen Zurechtweisung“. Anlässlich dieser Anweisung stellt Petrus Jesus eine Frage: „Wenn mein Bruder mich beleidigt, wie oft muss ich ihm vergeben?“ Auf diese Weise schreitet die vierte Predigt Jesu im Evangelium nach dem heiligen Matthäus voran, eine Predigt, in der Jesus das Thema des Gemeinschaftslebens der Jünger aufgreift.
Das Evangelium der Messe dieses Sonntags hat zwei Teile. Im ersten wird der Dialog, nicht ohne Ironie, zwischen Petrus und Jesus dargestellt. Diese Ironie wird durch die Zahlen sieben und siebzig angetrieben, Zahlen, die im 4. Kapitel des Buches Genesis eine Kette der Rache darstellen: „Wer Kain tötet, wird siebenfältig gerächt werden“ (Vers 15) und „Kain wird siebenfältig gerächt, und Lamech siebenundsiebzigfältig“ (24).
Der zweite Teil des Evangeliums besteht aus einer Parabel, die in diesem Kontext als Jesu Empfehlung dient, die Kette der Rache zwischen den Menschen zu durchbrechen. Die Parabel überrascht, denn bei einer ersten Lese scheint sie zu sagen, dass Gott vergibt und dann seine Vergebung widerrufen kann: „Der Herr, erzürnt, überlieferte ihn den Henkern, bis er die ganze Schuld bezahlt habe. So wird es auch mein himmlischer Vater mit euch tun.“
Die Gleichnisse sind in der Regel Erzählungen, die eine Krise darstellen, eine Information, die nicht mit dem übereinstimmt, was wir gewohnt sind zu hören oder zu denken, und genau dieser „Fehler“ ist der Schlüssel zur Interpretation der Botschaft. Gesehen in diesem Licht ist es notwendig, den Sinn-Schlüssel nicht so sehr im ersten Schuldner zu erkennen, sondern in dem, was die Vergebung bedeutet, die Gott anbietet.
7 Viele Christen denken das christliche Leben in Begriffen von „Wer sündigt und betet, hat’s geschafft“; jedoch ist die christliche Vergebung etwas anderes. Die Vergebung Gottes ist nicht buchhalterischer Art: Sie ist Gnade, sie ist Gabe. Die Vergebung Gottes ist Gnade (Barmherzigkeit), um den Sünder wieder aufzubauen und ihn Gott gleich zu machen: „Hättest du nicht auch Mitleid mit deinem Mitgefangenen haben sollen, wie ich Mitleid mit dir hatte?“ Durch die Gabe seiner Gnade befähigt uns Gott, in den Beziehungen zu den Brüdern und Schwestern ihm gleich zu werden.
Wie jede Gabe (oder jedes Geschenk) muss sie empfangen und verwendet werden. Aus seiner besonderen Erfahrung heraus bekräftigt der heilige Paulus, dass er von der Gnade lebt: „Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Mein jetziges Leben im Fleisch lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich für mich hingegeben hat“ (Gal 2, 20). Es ist dramatisch, aber es kann vorkommen, dass jemand die Gnade empfängt und sie in seinem Glaubensleben nicht wirken lässt.
Ich komme zum Ritus. Jedes Mal, wenn wir eines der Sakramente feiern, bietet uns Gott seine Liebe, seine Gnade, seine Barmherzigkeit an, damit wir in unseren Beziehungen zu den anderen und in unserer Art zu denken und zu handeln barmherzig sind, wie er barmherzig zu jedem von uns war. Die Teilnahme am Tisch der Eucharistie verbindet uns mit Christus, um wirksam zu werden als Gestalter des Friedens und der Versöhnung.
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Eingangsmonition
Liebe Brüder und Schwestern, der Sonntag ist die wöchentliche Feier der Osternacht; er ist ein christlicher Festtag, ein Tag, um in unseren Aktivitäten innezuhalten und uns mit dem Herrn und mit den Brüdern und Schwestern zu treffen, um so unser Glaubensleben zu stärken. An diesem Sonntag, innerhalb der Woche für den Frieden, nehmen wir den Ruf an, den uns das Motto gibt: „Der Frieden ruft uns, bewegt uns, vereint uns“, und insbesondere die Einladung dieses Tages: „In unserem gemeinsamen Haus und in unseren Pfarreien wird der Frieden gewoben mit der Hoffnung, die von Christus kommt“.
Öffnen wir unseren Verstand und unser Herz, um von Gott die Gaben seiner Barmherzigkeit zu empfangen und uns darauf einzustellen, diese Eucharistie als Zeichen der Versöhnung mit den Brüdern und Schwestern und mit unserem gemeinsamen Haus zu leben. Alle seien willkommen zur Feier der Messe.
Monition zu den Lesungen
Das christliche Leben entsteht aus der Gnade, die wir im Wort und in den Sakramenten empfangen.
An diesem Sonntag der Woche für den Frieden lassen wir die Heilige Schrift unseren Weg der Versöhnung mit den Brüdern und Schwestern und mit unserem gemeinsamen Haus erleuchten.
Hören wir aufmerksam auf die Stimme Gottes, die in jedem von uns wirkt.
9 Gebet der Gläubigen
Präses: Wir bitten, liebe Brüder und Schwestern, um die Barmherzigkeit Gottes und bitten ihn, dass er die Gebete derer hört, die ihr Vertrauen in ihn gesetzt haben, insbesondere an diesem Sonntag der Woche für den Frieden, in dem wir anerkennen, dass der Frieden uns ruft, uns bewegt, uns vereint.
R/. Heiliger Vater, höre uns.
1. Herr, wir bitten dich für unsere Kirche: dass sie weiterhin die Botschaft des Reiches treu verkündet und dem Frieden des Herrn in die Welt bringt, damit in jeder Gemeinschaft die Versöhnung mit den Brüdern und Schwestern und mit unserem gemeinsamen Haus gewoben wird.
2. Herr, wir bitten dich für Papst Leo, für unseren Bischof Luis José und für die Priester, die dein Evangelium predigen: Hilf ihnen mit der Gabe der Weisheit, damit sie uns leiten, die Gaben deiner Gnade in unserer Geschichte zu erkennen und als Gestalter des Friedens zu leben.
3. Herr, wir bitten dich für die misshandelten Menschen, für die Opfer der Ungerechtigkeiten und für diejenigen, die ohne Zuneigung aufgewachsen sind: dass sie in den Christen die Barmherzigkeit finden, die es ihnen ermöglicht, ihre Würde als Kinder Gottes anzuerkennen und ihre Wunden zu heilen.
4. Herr, wir bitten dich für die Menschen guten Willens, die täglich für die Versöhnung und den Frieden unter den Kolumbianern arbeiten: Mögen die Früchte ihrer Bemühungen sich in einer brüderlichen, toleranten und respektvollen Gesellschaft gegenüber dem Leben in all seinen Formen manifestieren.
5. Herr, wir bitten dich für diejenigen, die am Tisch des Wortes und der Eucharistie teilnehmen: Möge die empfangene Gnade jeden von uns zu fruchtbarem Boden machen, der Früchte der Liebe, der Solidarität und der Sorge für unser gemeinsames Haus hervorbringt, um das Leben der leidenden Brüder und Schwestern erträglicher zu machen.
Präsident: Barmherziger Vater, der du immer denen vergibst, die ihren Brüdern und Schwestern vergeben, höre unsere Gebete und schaffe in uns ein neues Herz, das, als Spiegel des Herzens Christi, die erlittenen Kränkungen vergisst und die anderen daran erinnert, wie sehr du uns liebst. Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
10 XXIV. Sonntag im Jahreskreis, Zyklus A, 13. September
1. Begleiten – Hat dich ein Freund je um Verzeihung gebeten? War es dir schwer, nach einem Streit wieder mit ihm zu spielen? Das Leben mit anderen wird schwierig, wenn wir Wut und Groll im Herzen tragen; wir verlieren den Frieden und füllen uns mit Bitterkeit. Es ist nicht gesund, so zu bleiben. Deshalb lädt uns Jesus ein, die Versöhnung zu suchen und Vergebung zu gewähren, nicht nur zum Wohl dessen, der uns gegenüber Fehler begangen hat, sondern auch zu unserem eigenen Wohl.
Zweifellos fällt es uns schwer, andere zu vergeben, vor allem wenn Schmerz, Traurigkeit und Frustration vorhanden sind, aber es ist nicht ratsam, dabei zu verweilen. So wie wir erwarten, dass uns verziehen wird, wenn wir uns irren, erwarten auch die anderen, dass wir vergeben. Jesus lehrt uns, dass ein vergebendes Herz wie das Herz Gottes ist.
2. Motivieren
Im heutigen Evangelium fragt Petrus Jesus, wie oft er vergeben müsse. Er versteht, dass es viele Male sind, deshalb fragt er, ob es sieben Male sein sollen. Aber die Antwort Jesu geht viel weiter: „Ich sage dir nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal sieben“ (Mt 18, 22). Wir müssen immer vergeben, ohne Rechnungen und ohne Grenzen.
Dies verstehen wir dank der Geschichte eines Mannes, der eine große Vergebung erhielt, aber nicht bereit war, einen anderen zu vergeben.
Mit diesen Worten zeigt uns Jesus, dass die Vergebung nicht darin besteht, die Anzahl der Male zu zählen, in denen jemand sich irrt, sondern darin, zu lernen, so zu lieben, wie Gott uns liebt. Er gibt uns immer eine neue Chance, von neuem anzufangen. Auch in dieser Zeit, um den Glauben zu kultivieren, lädt er uns ein, zu lassen, dass die Vergebung unsere Freundschaft mit Jesus und mit denen, die uns umgeben, wachsen lässt.
11 3. Herausfordern – Die Herausforderung dieser Woche ist, den ersten Schritt zu tun, um den Frieden aufzubauen.
Wenn du mit jemandem aus deiner Familie, einem Freund oder einem Klassenkameraden streitest, suche einen Moment, um zu sagen: „Lasst uns Frieden schließen“ oder „Ich verzeihe dir“. Du wirst sehen, wie dieser einfache Gestus den Tag eines anderen verändern und auch deinen Tag verändern kann.
Fragen wir uns:
• Was kann ich tun, damit es mir nicht so schwer fällt, um Verzeihung zu bitten, wenn ich mich irre?
• Gibt es jemanden, den ich heute vergeben muss?
Denke an eine Person, mit der du jeden Tag zusammen bist – jemanden aus deiner Familie, einen Freund oder einen Klassenkameraden –, zeichne ein Bild für sie, schreibe ihr einen schönen Satz, wie „Danke für das, was du für mich tust“ oder „Danke, dass du mein Freund bist“ oder „Jesus will, dass wir im Frieden leben“, und überreiche es mit einem Lächeln.
12 Ein
Wortlaut im Original
1
Lectura del libro de Sirácida 27, 30–28, 7 Perdona la ofensa de tu prójimo y, cuando reces, tus pecados serán perdonados
El libro del Eclesiástico recoge las consideraciones del maestro Jesús ben Sira en el siglo II a. C. Ya ha cesado la dominación de los griegos, pero subsisten en el pueblo los efectos de la política de helenización; en este contexto, el autor reflexiona sobre la Ley y los profetas para ponderar ante las nuevas generaciones el patrimonio religioso de Israel y el valor de la tradición. Como en los libros llamados sapienciales, el punto central es exponer a los lectores que la verdadera sabiduría consiste en e l temor de Dios, es decir, vivir constantemente en la presencia de Dios y mantener la vida dentro del orden religioso.
En los versículos propuestos para la primera lectura de la misa de este domingo, el autor advierte que mantener la ira y el deseo de venganza impide a la persona recibir el perdón de sus propios pecados; perdonar los pecados del prójimo y renunciar a la venganza prepara al pecador para recibir el perdón de Dios: «Si un ser humano alimenta la ira contra otro, ¿cómo puede esperar la curación del Señor?». A partir de estas consideraciones se comienza a entender que el perdón ofrecido por Dios es XXIV Domingo del Tiempo Ordinario (ciclo A)
13 de septiembre de 2026
2 mucho más que la cancelación de una deuda: consiste en la rehabilitación del pecador, y esta rehabilitación es gracia que prepara a la persona para recibir el perdón. El texto concluye invitando a recordar los mandamientos y la alianza como dones (bendiciones) que Dios ofrece al ser humano; se reciben los mandamientos y la alianza para sobreponerse a la corrupción y a la muerte.
Salmo 102 El Señor es compasivo y misericordioso, lento a la ira y rico en clemencia
Hay dos partes en el cuerpo del salmo: la primera consiste en una acción de gracias por la salvación experimentada; la segunda es un himno que glorifica a Dios por sus obras en favor del pueblo. En la misa de hoy se emplea la primera parte. En ella se expresa un hombre que ha experimentado el perdón de sus culpas y ahora se ve salvado de su enfermedad y de la muerte.
En la primera estrofa propuesta por el leccionario, el orante se anima a sí mismo a alabar a Dios desde lo más íntimo de su ser; la traducción dice “alma”. En el fondo, se trata de encauzar toda la existencia hacia Dios como agradecimiento. En la Sagrada Escritura, bendecir es reconocer a alguien en su poder y dignidad.
En la segunda estrofa, el orante proclama la experiencia personal de salvación: el perdón del pecado se manifiesta en la recuperación de la salud y, así, en verse librado de la fosa (la muerte). Por los días transcurridos en esa situación, quien estuvo enfermo ahora es colmado de gracia y de ternura. En la tercera estrofa, lo que ha sido un canto individual pasa a ser un himno; el salmista contempla la acción de Dios en la historia de Israel. La historia de salvación es presencia y bondad del Señor: él no pleitea ni guarda rencor, de modo que la grandeza de Dios se manifiesta en que no castiga los yerros. En la cuarta estrofa se acude a imágenes de lejanía para expresar la absoluta remisión de la culpa.
3 Lectura de la carta del apóstol san Pablo a los Romanos 14, 7-9 Ya vivamos, ya muramos, somos del Señor
En la carta a los Romanos, el apóstol san Pablo, luego de presentar grandes temas doctrinales, pasa en el capítulo 12 a exhortar a los cristianos de aquella comunidad, ofreciéndoles lo que se puede considerar como un código de vida cristiana. Dentro de esta parte exhortativa, en el capítulo 14 aborda la necesidad de cuidar a los “débiles”; para ello advierte sobre usos que pueden impedir la práctica de la caridad. Las comunidades cristianas del tiempo apostólico estaban conformadas por judeocristianos y pag ano-cristianos. En este ambiente surge el tema de los judaizantes: judíos que aceptan y creen en Jesús como el Mesías, pero que continúan observando prescripciones de la Ley en torno a fechas, días, alimentos, ritos…
Los versículos propuestos por el leccionario son parte de la orientación del Apóstol para superar las discrepancias en torno a los alimentos y a los días de culto. La orientación que se encuentra en ellos se funda en un razonamiento de orden cristológico: el bautismo une al creyente a Cristo y, por ello, se suprime la diferencia entre judío y no judío; por el bautismo, cada creyente está consagrado a Cristo, es propiedad de Cristo. El bautismo hace libre para vivir según la propia conciencia, así se trate de un judío o de un no judío. De modo que, si uno observa determinados días, desde su conciencia lo hace por el Señor; y si uno se priva de determinados alimentos, lo hace en conciencia por el Señor.
En la comunidad hay unos a quienes san Pablo denomina “débiles en la fe”; el débil es una persona que se inquieta ante las acciones de otros que actúan de manera diferente a como él lo hace. En esta situación, los fuertes deben tolerar a los débiles.
Tanto a unos como a otros, Dios les concede la gracia de ser fieles a su conciencia. San Pablo invita a servir al único Señor, y ninguno puede negar su condición de cristiano a otro.
La fe cristiana es una relación con el Señor, una relación que va más allá de las diferencias o barreras particulares. Por la fe, el cristiano no vive para sí mismo, sino
4 para los otros; tampoco muere para sí mismo, es decir, no se somete a la soledad radical para vivir en un aislamiento total, sino que, por Cristo, tolera las diferencias.
Lectura del santo evangelio según san Mateo 18, 21-35 No te digo que perdones hasta siete veces, sino hasta setenta veces siete
En el texto propuesto se reconocen dos partes: en la primera, la reacción de Pedro ante el protocolo de la corrección fraterna para evitar que se pierda un hermano; la segunda es una parábola que amplía la propuesta de Jesús para romper la cadena de la venganza.
A la pregunta del discípulo, el Maestro responde, en primer lugar, diciendo que el perdón debe sobreponerse siempre a la venganza. En el trasfondo de la pregunta de Pedro está, no sin ironía, la situación de la venganza de Caín narrada en el libro del Génesis; allí leemos que «el que mate a Caín lo pagará siete veces». La respuesta a la pregunta de Pedro se elabora con un juego de cifras que Jesús retoma del lamento de Lámec —descendiente de Caín — en la misma página del Génesis: si la venganza de Caín valía por siete, la de Lámec valdrá por setenta (cf. Gn 4, 24).
En segundo lugar, mediante una parábola, Jesús amplía su respuesta sobre el perdón que se sobrepone a la venganza. Aquí hay un cambio importante: se pasa de las cifras a la manera; hay un desplazamiento del “cuánto” al “cómo”. El discípulo ha preguntado “cuánto”, ahora el Maestro responde “cómo”.
Para ello, Jesús propone una parábola que busca explicar cómo el Padre del cielo perdona. El contexto inmediato —las cifras 7 y 70— induce a esperar que la parábola aclare cómo el perdón lleva a romper la cadena de venganza.
En la tarea de interpretar la enseñanza de la parábola es preciso comenzar por la incomprensión que deja el desdecirse o anular el perdón.
La aplicación de la historia referida por Jesús mismo —«Lo mismo hará con ustedes mi Padre celestial»— resulta chocante: el Padre celestial, representado por el rey que
5 pide cuentas, ha perdonado a un funcionario que le debía, pero más tarde se desdice de ese perdón y termina entregando a aquel funcionario a los verdugos hasta que pague toda la deuda. Esto hace dudar: ¿es que Dios perdona y luego anula ese perdón?, ¿acaso el perdón de Dios no es para siempre? «Los dones y la llamada de Dios son irrevocables» (Rom 11, 29).
Al buscar despejar estas dudas se llega a entender el perdón como algo más que saldar cuentas por una especie de amnistía u olvido. Desde este contexto, el evangelio de la misa de hoy impulsa a sacar el perdón del ámbito de la contabilidad —“cuánto”— para comprender el perdón que Dios ofrece al pecador como un don, como una gracia que rehabilita al ser humano. La parábola que narra Jesús presenta el perdón como una gracia, como un regalo, como un don que brota de la gratuidad de Dios: «Toda aquella deuda te la perdoné porque me lo rogaste». Para el beneficiario —el pecador— el perdón es un don o una gracia que este puede no recibir o, bien, acoger con agradecimiento.
En este contexto, el “agradecimiento” consiste en algo mucho más que cortesía o palabras de satisfacción; recibir “con agradecimiento” es asumir existencialmente el don, es vivir a partir de aquel don o gracia, es apropiarse del don. Recibir con agradecimiento quiere decir incorporar dentro de la propia vida la gracia que se ha recibido: es utilizarla, hacerla servir en aquello para lo cual ha sido concebida. Y la gracia, como es precisamente gracia, escapa de la contabilidad.
El pecador, al recibir “con agradecimiento” la gracia del perdón comienza a vivir de esta misma gracia. Cuando el hombre vive y asume auténticamente la gracia, principia a vivir la vida de Dios, principia a ser misericordioso, comienza a tener el mismo pensamiento de Cristo (cf. 1 Cor 2, 16), a sentir con los mismos sentimientos de Cristo (cf. Fil 2, 5). De modo que recibir la gracia del perdón, mucho más que la cancelación de una deuda implica la rehabilitación del pecador de tal forma que este empieza a llevar una vida como la de Cristo.
6
Hecho de vida. Estamos terminando la Semana por la Paz promovida por la Conferencia Episcopal de Colombia; la paz es una realidad amenazada en muchos lugares de nuestro país. En el evangelio, Jesús nos alienta a recibir conscientemente la misericordia de Dios para romper la cadena de venganza que enceguece a muchas personas.
Desarrollo. En el texto del evangelio del domingo anterior, Jesús expuso la manera como un discípulo debe obrar en el caso de verse afectado por el mal proceder de algún hermano: las instancias de la “corrección fraterna”. A propósito de esta instrucción, Pedro plantea a Jesús una pregunta: «Si mi hermano me ofende, ¿cuántas veces tengo que perdonarlo?». De esta forma avanza el cuarto sermón de Jesús en el evangelio según san Mateo, sermón en el que Jesús aborda el tema de la vida comunitaria de los discípulos.
El evangelio de la misa de este domingo tiene dos partes. En la primera se presenta el diálogo, no sin ironía, entre Pedro y Jesús. Esta ironía se impulsa con las cifras siete y setenta, cifras que en el capítulo 4 del libro del Génesis están presentando una cadena de venganza: «El que mate a Caín lo pagará siete veces» (versículo 15) y «Caín será vengado siete veces, y Lamec setenta y siete» (24).
La segunda parte del evangelio está constituida por una parábola que, en este contexto, viene a ser la recomendación de Jesús para romper la cadena de la venganza entre los seres humanos. La parábola sorprende porque, en una primera lectura, pareciera decir que Dios perdona y luego puede desdecirse de su perdón: «El señor, indignado, lo entregó a los verdugos hasta que pagara toda la deuda. Lo mismo hará con ustedes mi Padre celestial».
Las parábolas suelen ser narraciones que presentan una crisis, una información que no concuerda con lo que estamos habituados a escuchar o a pensar, y precisamente este “error” es la clave para interpretar el mensaje. Visto así, es preciso reconocer la clave de sentido no tanto en el primer deudor, sino en lo que significa el perdón que Dios ofrece.
7 Muchos cristianos piensan la vida cristiana en términos de “el que peca y reza empata”; sin embargo, el perdón cristiano es algo diferente. El perdón de Dios no es de tipo contable: es gracia, es don. El perdón de Dios es gracia (misericordia) para reconstruir al pecador y asemejarlo a Dios: «¿No debías tú también tener compasión de tu compañero, como yo tuve compasión de ti?». Por el don de su gracia, Dios nos habilita para asemejarnos a él en las relaciones con los hermanos.
Como todo don (o regalo), es preciso recibirlo y utilizarlo. A partir de su particular experiencia, san Pablo afirma que él vive de la gracia: «Vivo, pero no soy yo el que vive, es Cristo quien vive en mí. Y mi vida de ahora en la carne, la vivo en la fe del Hijo de Dios, que me amó y se entregó por mí» (Gál 2, 20). Es dramático, pero puede darse el caso de quien recibe la gracia y no la hace servir en su vida de fe.
Paso al rito. Cada vez que celebramos alguno de los sacramentos, Dios nos ofrece su amor, su gracia, su misericordia, para que en nuestras relaciones con los demás y en nuestra forma de pensar y actuar seamos misericordiosos como él ha sido misericordioso con cada uno de nosotros. La participación en la mesa de la Eucaristía nos une a Cristo para ser artífices de paz y reconciliación.
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Monición de entrada Hermanos, el domingo es la celebración semanal de la Pascua; es día de fiesta cristiana, día para hacer una pausa en nuestras actividades y encontrarnos con el Señor y con los hermanos, fortaleciendo así nuestra vida de fe. En este domingo, dentro de la Semana por la Paz, acogemos el llamado que nos hace el lema: «La paz nos llama, nos mueve, nos une», y en particular la invitación de este día: «Con nuestra Casa Común y en nuestras Parroquias se teje la Paz con la esperanza que viene de Cristo».
Abramos nuestra mente y nuestro corazón para recibir de Dios los dones de su misericordia y disponernos a vivir esta Eucaristía como un signo de reconciliación con los hermanos y con nuestra Casa Común. Sean todos bienvenidos a la celebración de la misa.
Monición a las lecturas
La vida cristiana nace de la gracia que recibimos en la Palabra y en los sacramentos.
En este domingo de la Semana por la Paz, dejemos que la Sagrada Escritura ilumine nuestro camino de reconciliación con los hermanos y con nuestra Casa Común.
Escuchemos con atención la voz de Dios que obra en cada uno de nosotros.
9 Oración de fieles Presidente: Imploremos, hermanos, la misericordia de Dios y pidámosle que escuche las oraciones de quienes hemos puesto nuestra confianza en él, especialmente en este domingo de la Semana por la Paz, en el que reconocemos que la paz nos llama, nos mueve, nos une.
R/. Padre santo, escúchanos.
1. Señor, te pedimos por nuestra Iglesia: que siga anunciando con fidelidad el mensaje del Reino y lleve al mundo la paz del Señor, para que en cada comunidad se teja la reconciliación con los hermanos y con nuestra Casa Común.
2. Señor, te pedimos por el papa León, por nuestro obispo Luis José y por los sacerdotes que predican tu Evangelio: asístelos con el don de la sabiduría para que nos conduzcan a reconocer los dones de tu gracia en nuestra historia y a vivir como artesanos de paz.
3. Señor, te pedimos por las personas maltratadas, por las víctimas de las injusticias y por quienes han crecido sin afecto: que encuentren en los cristianos la misericordia que les permita reconocer su dignidad de hijos de Dios y sanar sus heridas.
4. Señor, te pedimos por las personas de buena voluntad que trabajan cada día por la reconciliación y la paz entre los colombianos: que los frutos de sus esfuerzos se manifiesten en una sociedad fraterna, tolerante y respetuosa de la vida en todas sus formas.
5. Señor, te pedimos por quienes participamos de la mesa de la Palabra y de la Eucaristía: que la gracia recibida haga de cada uno de nosotros tierra fértil que dé frutos de caridad, solidaridad y cuidado de nuestra Casa Común, para hacer más llevadera la vida de los hermanos que sufren.
Presidente: Padre misericordioso, que siempre perdonas a quienes perdonan a sus hermanos, escucha nuestras oraciones y crea en nosotros un corazón nuevo que, como reflejo del corazón de Cristo, olvide las ofensas recibidas y recuerde a los demás hasta qué punto tú nos amas. Por Jesucristo, nuestro Señor.
10 XXIV Domingo del Tiempo Ordinario Ciclo A 13 de septiembre
1. Acompañar ¿Alguna vez un amigo te ha pedido perdón? ¿Te ha costado volver a jugar con él después de una discusión? La vida con los demás se pone difícil cuando llevamos ira y rencor en el corazón; perdemos la paz y nos llenamos de amargura. No es sano permanecer así . Por eso Jesús nos invita a buscar la reconciliación y a ofrecer el perdón, no solo para bien de quien ha cometido faltas con nosotros, sino para bien nuestro.
Sin duda, nos cuesta perdonar a los demás, sobre todo cuando hay dolor, tristeza y frustración, pero no conviene quedarnos ahí. Así como nosotros esperamos que nos perdonen cuando nos equivocamos, también los otros esperan que nosotros perdonemos. Jesús nos enseña que un corazón que perdona es como el corazón de Dios.
2. Motivar
En el Evangelio de hoy, Pedro le pregunta a Jesús cuántas veces debe perdonar. Él entiende que son muchas veces, por eso pregunta si siete veces. Pero la respuesta de Jesús va mucho más allá: «No te digo hasta siete veces, sino hasta setenta veces siete» (Mt 18, 22). Siempre debemos perdonar, sin cuentas y sin límites.
Esto lo entendemos gracias al relato de un hombre que recibió un gran perdón, pero no quiso perdonar a otro.
Con estas palabras, Jesús nos muestra que el perdón no consiste en llevar la cuenta de las veces que alguien se equivoca, sino en aprender a amar como Dios nos ama. Él siempre nos da una nueva oportunidad para empezar de nuevo. En este Tiempo para Cultivar la Fe también nos invita a dejar que el perdón haga crecer nuestra amistad con Jesús y con quienes nos rodean.
11 3. Retar El reto de esta semana es dar el primer paso para construir la paz.
Si discutes con alguien de tu familia, un amigo o un compañero, busca un momento para decir: «Hagamos las paces» o «Te perdono». Verás cómo este gesto sencillo puede cambiar el día de alguien y también cambiar tu día.
Preguntémonos:
• ¿Qué puedo hacer para que no me sea tan dificil pedir perdón cuando me equivoco?
• ¿Hay alguien a quien necesite perdonar hoy?
Piensa en una persona con la que compartes todos los días —alguien de tu familia, un amigo o un compañero del colegio—, haz un dibujo para ella, escríbele una frase bonita, como “Gracias por lo que haces por mi” o “Gracias por ser mi amigo” o “Jesús quiere que vivamos en paz” y entrégaselo con una sonrisa.
12 Monición de entrada Celebremos con alegría este encuentro con Jesús. Hoy su Palabra nos recuerda que Dios siempre nos perdona y nos enseña a hacer lo mismo con quienes nos rodean, para construir juntos la paz.
En esta Semana por la Paz, cuyo lema es «La paz nos llama, nos mueve, nos une», abramos nuestro corazón para vivir esta Eucaristía, compartir con quienes están a nuestro lado y aprender a ser cada día más fraternos, tal como Jesús nos enseña.
Monición a las lecturas Las lecturas de hoy nos invitan a descubrir que el perdón es un regalo que nace del amor de Dios. En esta Semana por la Paz, recordamos que la reconciliación y la misericordia son caminos para construir la paz con quienes nos rodean. Jesús nos enseña que q uien ha recibido misericordia también está llamado a compartirla con los demás. Escuchemos con atención.
13 Oración de fieles
Presidente: Confiados en el amor de nuestro Padre misericordioso, presentemos nuestras súplicas diciendo con fe:
R./ Padre bueno, enséñanos a perdonar.
1. Por el papa León y por toda la Iglesia, para que anuncien siempre la misericordia de Dios y acompañen a quienes necesitan reconciliación y paz. Oremos.
2. Por los gobernantes y por quienes trabajan por la paz, para que promuevan el diálogo, la justicia y la reconciliación entre los pueblos. Oremos.
3. Por los niños y las niñas de la Arquidiócesis de Bogotá, para que crezcan en la fe, encuentren en Jesús un amigo que los acompaña siempre y sean sembradores de paz y perdón en sus familias y comunidades. Oremos.
4. Por las personas afectadas por el terremoto, los incendios forestales y las diferentes situaciones difíciles que vive nuestro país, para que encuentren fortaleza en el Señor, solidaridad en quienes las rodean y esperanza para salir adelante. Oremos.
5. Por nosotros, par