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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Einklang mit seinen Pflichten macht das Bewusstsein frei für Gott - Bhagavad Gita XVIII 47

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-09-11 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Demut · tragend Fürsorge · tragend

Die Erfüllung der eigenen, naturgegebenen Pflicht ist der einzig wahre Weg zur spirituellen Freiheit und Reifung, während das Streben nach fremden Aufgaben oder das Beklagen des Schicksals hinderlich ist.

Geh grundsätzlich davon aus, was auch immer sich als Aufgabe vor dir aufstellt, was auch immer vor dir kommt, damit du es erledigst, ist genau das Richtige, dass du daran wächst.

Der Text interpretiert Bhagavad Gita 18.47 und stellt die These auf, dass die Erfüllung der eigenen, naturgegebenen Pflicht (Svadharma) vorzuziehen ist gegenüber der Übernahme fremder Aufgaben, selbst wenn diese besser erfüllt werden. Der Sprecher veranschaulicht dies mit Alltagsbeispielen wie der Kinderbetreuung, der Pflege einer Mutter oder der Wahl des Berufs. Er argumentiert, dass das Akzeptieren der eigenen Situation und Fähigkeiten der Schlüssel zur persönlichen Reifung und zum spirituellen Wachstum sei. Es wird davor gewarnt, das eigene Schicksal zu beklagen oder sich mit anderen zu vergleichen. Stattdessen soll der Einzelne davon ausgehen, dass seine spezifische Aufgabe genau die richtige ist, um an ihr zu wachsen und zum Wohle der Weltgeschichte beizutragen. Der Text ruft dazu auf, sich selbst, sein Schicksal und seine Aufgaben so anzunehmen, wie sie sind, und das Leben entsprechend zu gestalten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Gebote befolgen, Ordnung einhalten, Pflichten erfüllen; Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 2

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Bagawad Gita 18.47. Shreyan svadharmo viguna paradharma tva nushthithat svabhavaniya tamkarma kurvann apnoti kilbisham. Besser ist die eigene Pflicht sogar ohne Verdienst als die richtig erfüllte Pflicht eines anderen. Wer die Pflicht erfüllt, die die Natur im Auf erlegt hat, sündigt nicht. Hier will Krishna sagen, finde heraus, was deine Aufgabe ist. Es nutzt nichts, wenn du die Aufgabe von jemand anderem erfüllst. Du musst schauen, in welcher Situation bin ich, was ist hier meine Aufgabe und wie kann ich sie erfüllen. Es nutzt zum Beispiel nichts, wenn du ein Kind hast, das vielleicht etwas unruhiger ist, das vielleicht mehr persönliche Zuwendung braucht und du öfters beruhigen musst und dann überlegst, ach, hätte ich doch nur kein Kind, dann könnte ich etwas anderes machen. Oder du vernachlässigst vielleicht sogar dein Kind, um stattdessen irgendetwas anderes zu machen. Ich sage jetzt nicht, du musst auf Berufstätigkeit verzichten, wenn du Mutter bist. Also ich bin ja der Meinung, es kann ganz unterschiedlich sein. Manchmal ist ein Kind besonders gut. Es geht auch in eine Krippe oder Tage, Ganztagsschule und so weiter. Aber jetzt die Pflichten ganz zu vernachlässigen, das ist nicht das Richtige. Oder angenommen, du hast eine Mutter, die pflegebedürftig ist und du würdest stattdessen viel lieber als Reiseleiter auf dem Traumschiff AIDA tätig sein. Du hast jetzt eine andere Pflicht und Aufgabe. Oder angenommen, du bist ein eher intellektueller Mensch und bist irgendwo tätig, indem du vielleicht statt viel schreibst und überlegst, ach, es wird auch viel schöner, wenn ich Musiker wäre. Nimm das an, was deine Aufgabe ist und gehe davon aus, dass was meine Aufgabe ist, ist das, was mir geschickt ist, um damit zu wachsen. Geh grundsätzlich davon aus, was auch immer sich als Aufgabe vor dir aufstellt, was auch immer vor dir kommt, damit du es erledigst, ist genau das Richtige, dass du daran wächst. Beklage nicht dein Schicksal, indem du sagst, ach, der andere hat es einfacher, sondern jeder Mensch hat seine Aufgabe zu tun. Geh davon aus, was auch immer du hast als Fähigkeiten, sind genau die Richtigen, die Gott braucht an der Stelle, wo du bist. Und geh davon aus, was auch immer dir geschieht und was auch immer als Aufgabe auf dich zukommt, ist genau die Richtige, damit du daran wächst und damit der Gang der Weltgeschichte auf gute Weise vorangeht. Nimm dich selbst an, so wie du bist. Nimm dein Schicksal an, so wie es ist. Nimm deine Aufgaben an, so wie sie sind. Und gestalte so dein Leben.