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Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

„Botschaften aus der Sure Mesed“

DITIB Religionsamt · DITIB · 2024-10-18 · Köln · Quelle

Verantwortung · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Wahrhaftigkeit · tragend

Wer die Wahrheit leugnet, das Heilige herabsetzt oder unschuldige Menschen angreift, handelt wie Abu Lahab und wird am Ende alles verlieren, da diese Welt das Saatfeld für das Jenseits ist.

Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB-Predigtkommission zur Sure Mesed (Koran 111). Er beginnt mit der Überlieferung vom Ruf des Propheten vom Safa-Hügel und der ersten öffentlichen Warnung vor einer schweren Strafe. Der Onkel Abu Lahab wird als erster Widersacher dargestellt, woraufhin die Sure Mesed offenbart wurde. Die Predigt überträgt die Figur Abu Lahabs auf eine allgemeine Kategorie: Jeder, der das Leben, den Besitz oder die Religionsfreiheit anderer angreift, die Wahrheit leugnet oder das Heilige herabsetzt, sei in gewisser Weise ein Abu Lahab. Der Text ruft zur Wachsamkeit auf und betont die Einzigkeit Allahs als allein Anbetungswürdigen. Besitz wird als anvertraute Stärke beschrieben, die für das Böse nicht verwendet werden darf. Die Predigt schließt mit dem Hinweis, dass diese Welt das Saatfeld für das Jenseits sei, und einem Bittgebet um Gutes in dieser Welt und im Jenseits sowie Schutz vor der Höllenstrafe.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst; Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
praktisches Handeln am Nächsten, Werke; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
ausdrücklich auf beide

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Koran 111:1-5 · Koran 3:2 · Koran 30:40 · Koran 67:2 · Koran 2:201

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
5 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
2 von 3, benannt: Wahrheitsleugner, Unrechtsverfolger, die das Heilige herabsetzen und unschuldige Menschen angreifen
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 2

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
„Botschaften aus der Sure Mesed“ (18.10.2024) In den frühen Jahren des Prophetentums wurden die Mekkaner eines Morgens von einem Ruf aus dem Safa-Hügel geweckt: „Ya Sabâhâh! Ya Sabâhâh!“ – Ein Warnruf, der bedeutete: „Wacht auf! Seid wachsam!“Neugierig eilten die Menschen herbei und fanden Muhammed el-Emin, den vertrauenswürdigen Händler, der sie fragte: „Wenn ich euch sage, dass hinter diesem Tal eine Armee steht, würdet ihr mir glauben?“ Die Menge antwortete einstimmig: „Ja, wir würden dir glauben, denn du hast nie gelogen.“ Der Prophet fuhr fort: „Ich bin ein Warner vor einer schweren Strafe.“ Ebu Leheb, der Onkel des Propheten, war ebenfalls dort und war der Erste, der widersprach und rief: „Wehe dir! Hast du uns dafür hierher gerufen?“ Kurz darauf wurden folgende Verse offenbart: [1] „Zugrunde gehen sollen die Hände Ebu Lehebs! Er ist bereits zugrunde gegangen. Ihm nützten sein Vermögen und sein Gewinn nicht. Er wird in das lodernde Feuer geworfen werden! Und seine Frau, die Holzträgerin auch. Um ihren Hals wird sich ein Strick aus gedrehten Fasern befinden.“[2] Werte Gläubige! Ebu Leheb, von dem in der Sure „Mesed“ die Rede ist, ist der Spitzname des Onkels des Propheten. Dass er nicht bei seinem eigentlichen Namen, sondern bei seinem Spitznamen genannt wird, ist ein Zeichen dafür, dass die in der Sure enthaltene Warnung nicht nur ihm gilt, sondern auch allen, die ähnlich denken und handeln wie er. Wer ist also Ebu Leheb? Jeder, der das Leben, den Besitz oder die Religionsfreiheit anderer angreift, ist in gewisser Weise ein Ebu Leheb. Ebu Leheb sind jene, die die Wahrheit leugnen, die ein Leben führen, für das sie keine Rechenschaft ablegen können, die das Heilige herabsetzen, die unabhängig von ihrem Glauben unschuldige Menschen angreifen. Sie sind es, die unsere schöne Welt mit Hass und Feindseligkeit in einen brennenden unbewohnbaren Ort verwandeln. Es ist, wie der Dichter sagt:[3] „Ebu Leheb ist nicht gestorben; Ebu Dschehil wandert über die Kontinente.“ Werte Geschwister! Die Sure „Mesed“ trägt viele wertvolle Lehren in sich, von denen wir heute noch profitieren können. So wie der Barmherzige Prophet (s.a.s.) sich auf einen hohen Platz stellte und seine Botschaft rief, so rufen auch wir heute zur gesamten Menschheit zu: „O Menschheitsfamilie! Lasst uns wachsam sein! Lasst uns Vorkehrungen treffen! Es gibt keine Macht, die der Anbetung würdig ist, außer Allah.[4] Allah ist es, der uns erschaffen hat und uns am Leben erhält.[5] Allah ist es auch, der uns die Möglichkeit gibt, Gutes zu tun.[6] Unser Besitz ist unsere Stärke. Doch wer sein Besitz für das Böse verwendet und sich von Allah entfernt, der wird am Ende alles verlieren. Lasst uns die uns anvertrauten Möglichkeiten zum Wohle der Menschheit nutzen. Unterstützen wir nicht diejenigen, die Unrecht tun, selbst wenn es die Ehepartner sind! Seien wir keine Helfer des Unrechts. Denken wir stets daran, dass diese Welt das Saatfeld für das Jenseits ist, und dass wir ernten werden, was wir säen. Ich möchte meine Worte mit einem Gebet abschließen: „O unser Herr! Gib uns in dieser Welt Gutes und im Jenseits Gutes; schütze uns vor der Strafe der Hölle.“[7] Die DITIB Predigtkommission [1] Müslim, Imân 355. Buchârî, Tefsîr, (Schuarâ) 2. [2] Mesed, 111/1-5. [3] Arif Nihat Asya, Naat [4] Âl-i Imran, 3/2. [5] Rûm, 30/40. [6] Mülk, 67/2. [7] Baqara, 2/201. 2024-10-18 Alle Rechte vorbehalten. Kein Teil des Werkes darf in irgendeiner Form ohne schriftliche Genehmigung der DITIB reproduziert, vervielfältigt oder verarbeitet werden. Archiv 2007-2008  | 2009-2010 zurück Top Aktuelles 22.09.2025 DITIB sucht Mediengestalter/In Video- Bild & Ton Nachrichten 24.08.2026 DİTİB-Botschaft zur Mewlid-Nacht 19.08.2026 In tiefer Trauer 12.08.2026 Dr. Mehmet Aksoy, unser geschätzter ehemaliger DİTİB-Vorsitzender, ist verstorben Zu allen Pressemeldungen und Nachrichten Positionen 07.05.2025 Der Gebetsruf (Adhan) 06.05.2025 Humor im Islam 05.06.2024 DITIB Baden-Württemberg verurteilt den Angriff auf Vertreter von Pax Europa und Polizisten in Mannheim aufs Schärfste Archiv Landesverband 27.09.2023 Neuer Vorstand übernimmt Führung der Islamischen Religionsgemeinschaft DITIB-NRW e.V. 14.02.2020 Bombendrohungen gegen vier Moscheen Archiv Freitagspredigt 04.09.2026 Verantwortungsbewusstsein 28.08.2026 Die Herzen finden nur mittels Allahs Gedenken Ruhe 21.08.2026 Unsere Wiedergeburt: Die Geburt des Propheten Gehe zu Predigt Archiv