Die Spaltung in der Kirche entsteht, wenn Menschen ihr eigenes theologisches Lager zum Fundament erklären, statt auf Christus zu bauen; die Prüfung der Werke steht bei Gott, nicht bei den Menschen.
Die Predigt thematisiert die Spaltung in der heutigen Kirche zwischen liberalen und konservativen Lagern, die sich gegenseitig des Verrats am Evangelium beschuldigen. Am Beispiel der Korinthergemeinde zeigt der Prediger, dass solche Gräben schon in der frühen Kirche existierten. Paulus' Bild vom Ackerfeld und Bau Gottes wird als zentrale Metapher entfaltet: Jesus Christus ist das einzige Fundament, auf dem alle bauen. Unterschiedliche Baustile und Materialien sind erlaubt, aber das Fundament ist nicht verhandelbar. Anhand der Beispiele Timothy Keller und Mary Ann Budde wird verdeutlicht, dass Menschen aus verschiedenen theologischen Lagern auf demselben Fundament bauen können. Die Prüfung der Werke steht bei Gott, nicht bei den Menschen, und das Kriterium ist, ob etwas aufbaut oder zerstört. Die Predigt ruft zur Demut auf und entzieht den einzelnen Lagern das Recht, über die Werke anderer zu urteilen.
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
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Liebe Gemeinde, ich möchte mit zwei Menschen beginnen, die es so und so ähnlich wirklich gibt. Beide sind Christen, beide Beten, beide lesend in der Bibel. Die eine sagt, die Kirche muss endlich in der Gegenwart ankommen, sie muss offen sein, warmherzig, weit. Wer Menschen ausgrenzt, verrät das Evangelium. Der andere sagt, die Kirche muss endlich wieder zur Wahrheit stehen, sie muss klar sein, treu, verbindlich. Wer die Schrift biegt, verrät das Evangelium. Beide meinen es ernst, beide berufen sich auf Jesus. Und beide sind einander gründlich verdächtig geworden. Die eine hält den anderen für engstürmig, gesetzlich, von gestern. Da andere hält die eine für beliebig, angepasst, verwältlicht. Liberale gegen konservativ, progressiv gegen Fromm. Die Lager haben viele Namen und die Gräben laufen längst nicht mehr zwischen Kirchen und Gemeinden, sondern mitten durch sie hindurch. Manchmal durch Hauskreise, manchmal durch Familien. Manchmal, wenn wir ehrlich sind, durch unser eigenes Herz. Vielleicht kennst du das, vielleicht gibt es in deinem Leben einen Menschen, mit dem du früher gut reden konntest und heute weichst du bestimmten Themen lieber aus, weil du weißt ein falsches Wort und der Abend ist hin. Vielleicht bist du auch selbst in eine Schublade gesteckt worden, in die du gar nicht gehörst. Das tut weh. Und in genau diesen Schmerzen rein spricht unser Predigtext. Und nun könnte man denken, das ist eine Krise unserer Zeit. Die Kirche früher, die erste ursprüngliche vom Geister füllte Kirche. Die war doch eins. War sie nicht. Paulus schreibt an die Gemeinde in Corint, eine junge Gemeinde kaum 25 Jahre nach Ostern. Und was er hört, kennen wir. Da haben sich Gruppen gebildet, die einen sagen, ich gehöre zu Paulus, die anderen, ich gehöre zu Apollos. Das war der glänzende Redner, der gebildete Theologe aus Alexandria. Wieder andere, ich halte mich an Petrus, an Käfas, den Mann der ersten Stunde. Und irgendwer sagt, vielleicht mit hochgezogene Augenbraue, ich gehöre zu Christus. Und meint damit natürlich ihr anderen auf dem Bahnicht. Parteien in der Gemeinde, jeder mit seinem Gewerßmann, jeder mit seinem Stil, jeder überzeugt, den eigentlichen Kern des Glaubens zu vertreten. Paulus nennt das Nüchtern beim Namen. Ihr verhaltet euch nicht geistlich, ihr verhaltet euch menschlich, allzu menschlich. Zank und Ei versucht, das ist nicht das Kennzeichen der Erwählten, das ist das Kennzeichen jeder Fußgängerzone. Und dann greift Paulus zu einem Bild, das unser Predigtext entfaltet. Er sagt, ihr seid Gottes Ackerfeld. Und das ist das Bild, bei dem er bleibt. Ihr seid Gottes Bau. Eine Baustelle Gottes. Hören wir hinein in den ersten Korintherbrief Kapitel 3, Verse 9 bis 17. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter. Ihr seid Gottes Ackerfeld und Gottes Bau. Nach Gottes Gnade, die mir gegeben ist, habe ich den Grund gelegt als ein weiser Baumeister. Ein anderer baut darauf. Ein jeder aber sehe zu, wie er darauf baut. Einen anderen Grund kann niemand legen, außerdem der gelegt ist. Welcher ist Jesus Christus? Wenn aber jemand auf den Grund baut Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh, so wird das Werk eines jeden offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen, denn mit Feuer wird er sich offenbaren. Und von welcher Art eines jeden Werk ist, wird das Feuer erweisen. Wird jemand des Werk bleiben, das er darauf gebaut hat? So wird er Lohn empfangen. Wird aber jemand des Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden. Er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch. Wißt ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören. Denn der Tempel Gottes ist heilig. Der seid ihr. Amen. Paulus schreibt, nach Gottes Gnade, die ihm gegeben ist, hat er als ein weiser Baumeister den Grund gelegt. Ein anderer baut darauf und dann kommt der Satz, der das Zentrum dieses Textes ist, vielleicht das Zentrum dieser ganzen Debatte. Einen anderen Grund kann niemand legen, außerdem der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Halten wir einen Moment inne bei diesem Satz, denn er sagt zwei Dinge und beide sind befreiend. Erstens. Der Grund ist gelegt. Vergangenheit. Abgeschlossen. Wir müssen ihn nicht legen. Wir können ihn auch nicht legen. Das Fundament der Kirche ist nicht unsere theologische Leistung, nicht unsere richtige Position, nicht das Ergebnis der nächsten Synode und auch nicht das Ergebnis unseres Gemeinderabends. Es liegt schon da. Gott selbst hat es gelegt in Kreuz und Auferstehung. Zweitens. Der Grund ist eine Person. Nicht ein Programm, nicht eine Partei, nicht ein Bekenntnis zur Weite und nicht ein Bekenntnis zur Klarheit so wichtig beides sein mag. Der Grund heißt Jesus Christus. Und das macht einen Unterschied, denn zu einem Programm kann man sich nur bekennen. An eine Person kann man sich halten. Ein Fundament diskutiert nicht mit dir, ist trägtig. Und dieses Fundament hat ein Gesicht, das Gesicht dessen der Zöllner an seinen Tisch holte und Fariseer, zweifelnde und einfacher und der am Ende für seine Feinde gebetet hat. Wer auf diesem Grund steht, steht auf gelebter Barmherzigkeit und ein Fundament bestimmt bekanntlich, was darauf überhaupt gebaut werden kann. Es prägt das Haus bis unter das Dach. Das heißt im Umkehrschluss etwas Unbequemes für beide Seiten. Der Grund der Kirche ist keine Haltung. Er ist auch nicht die treu zu heiligen Schriften. Er ist nicht meine Hermeneutik, nicht meine Ethik, nicht mein kirchenpolitisches Lager. All das gehört, wenn überhaupt, zum Gebäude, nicht zum Fundament. Wer aber sein eigenes Lager zum Fundament erklärt, wer sagt, nur wer so glaubt wie ich, steht überhaupt auf dem Grund, der tut genau das, was Paulus den Korintern vorwirft. Der macht aus Christus ein Parteiabzeichen. In Korinthi ist das, ich gehöre zu Paulus, ich zu Apollos. Bei uns heißt das, ich stehe auf dem Boden der Schrift und du nicht. Oder ich stehe auf der Seite der Liebe und du nicht. Die Namenwechseln der Mechanismus ist derselbe. Und Paulus hält beiden entgegen. Ihr steht, wenn ihr steht, auf Christus, auf niemandem sonst. Und, dass es die andere Seite derselben Wahrheit der Bruder, die Schwester, die euch so fremd geworden sind, sie stehen womöglich auf demselben Grund wie ihr. Das ist keine Harmoniesauce, Paulus schafft die Unterschiede nicht ab, er ordnet sie ein. Und wie er sie einordnet, das ist das nächste. Denn nun sagt Paulus etwas Erstaunliches, an jeder See zu, wie er darauf baut. Er rechnet also damit, dass verschieden gebaut wird. Gold, Silber, Edelsteine, Holz, Heu, Stroh. Die Materialien sind unterschiedlich, die Bauleute sind unterschiedlich, die Bauabschnitte sind unterschiedlich. Paulus plant, Paulus gießt. Der eine legt den Grund ein anderer Baut darauf. Die Baustelle Gottes ist kein Fertighaus aus einem Guss. Sie ist ein Gemeinschaftswerk sehr verschiedener Baustiele, erbaut durch sehr verschiedene Hände. Und das ist wichtig. Paulus sagt an keiner Stelle, die Paulus-Leute bauen mit Gold und die Paulus-Leute mit Stroh. Die Materialfrage läuft nicht entlang der Peiteigrenzen, sie läuft quer dazu. Ich möchte das an zwei Menschen unserer Zeit zeigen, zwei Menschen, die kaum unterschiedlicher sein könnten, und die ich beide für respektable Bauleute auf den einen Grund halte. Bitte das erste Bild. Wer kennt diesen Herrn? Eins, zwei, mehret doch auch oder nicht? Wenige. Okay. Der erste ist Timothy Keller, ein amerikanischer Pastor, 2023 gestorben. Keller war theologisch-konservativ, ein reformierter Theologe, der an der Autorität der Schrift festhielt auch dort, wo es dem Zeitgeist wehtat. Und dieser konservative Mann gründete ausgerechnet mitten in Manhattan eine Gemeinde. Und das Skeptikern, Künstlern, Bankern, Menschen, die mit der Kirche längst fertig waren. Und sie kamen zu Tausenden. Warum? Weil Keller etwas konnte, was selten geworden ist. Er nahm die Zweifel der Menschen ernster als sie selbst es taten. Er spotte nicht über Ungläubige. Er hörte ihnen zu. Er verteidigte den Glauben ohne Häme mit Argumenten und mit Wärme. Und erweigerte sich, Zeitlebens das Evangelium vor den Karren einer politischen Partei zu spannen, was ihm von manchen in seinem eigenen Lager übel genommen wurde. Ein konservativer Theologe, bei dem Menschen, die ganz anders dachten, sich verstanden fühlten. Das war sein Baumaterial. Die zweite, bitte bild ab. Wer kennt die junge Dame? Das habe ich mir gedacht, dass das deutlich weniger sein. Das ist Mary Ann Budde. Bischö finde ich Piscopalkirche in Washington. Theologisch liberal eine Frau in einem Amt, das ist nach konservativer Lese, als für Frauen gar nicht geben dürfte. Im Januar 2025 stand sie beim Gottesdienst zur Amtseinführung des amerikanischen Präsidenten auf der Kanzel. Der mächtigste Mann der Welt saß in der ersten Reihe. Und sie tat etwas, was niemand mehr wagte. Sie sprach ihn direkt an. Ruhig, ohne Polemik, bat sie ihn um Barmherzigkeit. Barmherzigkeit mit den Menschen, die sich jetzt fürchten. Mit Einwanderern, die Angst zur Abschiebung haben. Mit Kindern, die anders sind und nicht wissen, ob für sie Platz ist. Mit queeren Menschen, die Ausgrenzung und Stigmatisierung fürchten. Da ist bei Budde kein Triumph, keine Anklage, sondern eine bloße Bitte, Have mercy, hab er Barmen. Sie hat dafür Hass geerntet, Drohungen, Hohen. Sie hat es ruhig getragen. Das war ihr Barmaterial. Das Bild kann wieder weg. Keller und Budde, die beiden, hätten in vielen theologischen Fragen keinen gemeinsamen Nenner gefunden. Über Schriftverständnis, über Ethik, über das Bischofsamt von Frauen hätten sie gestritten, vermutlich hart. Und doch, beide haben auf demselben Grund gebaut. Beide haben Christus verkündigt und nicht sich selbst. Bei beiden wurden Menschen aufgerichtet, getröstet, zum Glauben ermutigt. Wer von beiden mit Gold gebaut hat und wer mit Stroh? Das zu entscheiden steht und damit sind wir beim nächsten Punkt nicht in unserer Zuständigkeit. Denn Paulus fährt fort. Eines jeden Werk wird offenbar werden. Der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen, denn mit Feuer wird es sich offenbaren. Und das Feuer wird prüfen, von welcher Art eines jeden Werk ist. Das ist zunächst ein ernstes Wort. Es gibt eine Prüfung. Nicht alles, was in der Kirche gebaut wird, hat Bestand. Es gibt Stroh, auch auf dem richtigen Fundament. Heitle, Projekte, Prästisbauten, Formefassaden, hinter denen nichts ist. Das Feuer wird es zeigen. Aber nun das Entscheidende, und ich bitte euch das genau zu hören, es ist Gottesfeuer. Es brennt an jenem Tag. Es ist nicht unser Feuer, und es brennt nicht heute. Das Feuer ist nicht der Shitstorm. Es ist nicht die Empörung des jeweils anderen Lagers. Es ist nicht das Urteil der Frommenblase und nicht das Urteil des Föythons. Es ist nicht die Mehrheit auf der nächsten Synode und nicht die Lautstärke in den sozialen Medien. Wir sind schnell dabei, das Werk der anderen zu verbrennen. Die Konservativen erklären die Liberale Kirche für Todesholz. Die Liberalen erklären die konservative Frömmigkeit für Stroh von Vorgästern. Jedes Lager hält sein eigenes Urteil schon für den jüngsten Tag. Paulus entzieht uns diese Fackel aus der Hand. Die Prüfung kommt, aber sie kommt von Gott, und sie kommt am Ende. Bis dahin gilt, was er wenige Verse später schreibt, richtet nicht vor der Zeit. Und doch lässt uns Paulus nicht ganz ohne Kriterium. Denn wenn wir fragen, was ist denn Gold, was ist Stroh, dann gibt der Zusammenhang eine Antwort. Durch den ganzen Korintherbrief zieht sich ein Wort, aufbauen. Eukodomä. Die Erkenntnis bläht auf, schreibt Paulus später, aber die Liebe baut auf. Das ist die Richtung. Gold ist, was Menschen aufbaut, was den Verzagten aufrichtet, den Zweifelnden hält, den Verletzten heilt. Gold ist, wo beim Herzigkeit erkennbar wird, die beim Herzigkeit dessen, der Grund ist. Stroh ist, was nur mir dient, meiner Rechthabeheit sei, mein Lagersieg, meinem Bedürfnis, auf der richtigen Seite zu stehen. Und dann sagt Paulus noch etwas, fast im Vorbeigehen ein Wort von Großen Erbarmen. Wenn jemand das Werk verbrennt, er selbst wird gerettet werden, wie durchs Feuer hindurch. Selbst der, dessen Lebenswerk sich als Stroh erweist, fällt nicht aus Gottes Hand. Das Fundament trägt auch den, dessen Bau nicht trägt. Das ist Gnade. Und wer das begriffen hat, der kann gar nicht mehr mit derselben Verbissenheit über das Baumaterial der anderen richten. Ich finde, das ist eine große Entlastung. Du musst die Kirche nicht retten. Du musst nicht in jedem Streit das letzte Wort behalten, damit die Wahrheit überlebt. Sie überlebt auch ohne deinen Sieg. Wer weiß, dass Gott prüft, kann gelassener bauen. Gründlicher vielleicht, sorgfältiger. Aber ohne die Verkrampfung derer, die glauben, ist Hinge alles an ihnen. Eine Warnung allerdings bleibt und sie ist scharf. Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören, denn der Tempel Gottes ist heilig, der seid ihr. Der Tempel, das ist hier nicht ein Gebäude und nicht die einzelne Fromme Seele. Der Tempel ist die Gemeinde. Hier im Plural. Und was zerstört die Gemeinde? Genau das, wo gegen Paulus dieses ganze Kapitel schreibt. Der Parteienstreit, die Spaltung, das Lagerdenken, das aus Geschwistern Gegner macht. Das härteste Wort dieses Textes trifft nicht die, die falsch bauen. Es trifft die, die einreisen. Der Kulturkampf in der Kirche von welcher Seite er auch geführt wird, er ist nicht das Feuer Gottes. Er ist die Abrissbühne am Tempel. Liebe Gemeinde, nun möchte ich den Blick von den großen Namen und den großen Debatten weglänken hierher zu uns. Denn die Baustelle Gottes, das ist ja nicht Manhattan und nicht Washington. Das ist auch dieses Haus, diese Gemeinde. Und wenn das Feuer eines Tages prüft, was hier gebaut wurde, dann werden vermutlich nicht die Dinge bestehen, die wir für spektakulär hielten. Was bleibt es vielleicht der Besuchsdienst? Die Frau, die seit Jahren jede Woche zu den Alten geht, denen sonst niemand mehr die Hand hält. Kein Mensch berichtet darüber, kein Lager kann es für sich reklamieren. Gold. Was bleibt es vielleicht die Kinderkirche? Der Moment, in dem ein Kind zum ersten Mal ohne wenn und aber Gott hat dich lieb. Hört. Ein Satz, der ein ganzes Leben tragen kann. Gesagt zwischen Bastelschere und Butterkeks. Gold. Was bleibt es vielleicht der Beschluss des Vorstandes, der vorkommt, dass wir hinschauen, dass wir Schutzkonzepte ernst nehmen, dass in diesem Haus kein Kind und kein Erwachsener Angst haben muss. Unscheinbares, mühsam errungendes Gold. Was bleibt ist ein renovierter kleiner Saal gegen massive Widerstände erst durchgesetzt, dann umgesetzt, ein Saal, der jetzt einladend für viele ist, die sich dort gerne zu Gesprächen und Bibelarbeiten aufhalten oder um zu essen und Kaffee zu trinken. Was bleibt es vielleicht einer Einzige predigt? Nicht die Brillante, sicherlich nicht auch diese hier, sondern die, die eine Menschen in der dunkelsten Woche seines Lebens gesagt hat, du bist nicht allein, der Grund trägt, auch dich. Und was bleibt ist vielleicht das, was du selbst baust, ohne es zu merken. Der Anruf bei der Nachbarin, deren Mann gestorben ist, die Geduld mit dem Komfermanten, der gerade alles in Frage stellt. Und das ist ein Gottesdienst, das länger dauert als geplant, weil jemand es in diesem Moment braucht. Du wirst nie erfahren, was davon Gold war, musst du auch nicht. Es reicht, dass es auf dem richtigen Grund steht. Merk ihr etwas? Nichts davon lässt sich in eine bestimmte theologische Schublade stecken. Es ist einfach gebaut auf dem Grund, der gelegt ist. Vielleicht ist das die Einladung, wie es textes an uns, steigt herab von den Richterstühlen, die euch nicht gehören. Prüft nicht das Material der anderen, prüft euer eigenes. Und dann baut, besucht, tröstet, schützt, lehrt die Kinder, da eine pflanzt, die andere gießt. Gott gibt das Gedeihen. Denn einen anderen Grund kann niemand legen, außer dem, der gelegt ist, Jesus Christus. Er trägt uns. Schließen möchte ich die Worte von Dietrich Bornhüfer.