Sunnitisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Die Vorzüge des Monats Dhul-Hiddscha und der zehn gesegneten Nächte
DITIB Religionsamt ·
DITIB ·
2026-05-15
· Köln
· Quelle
Umkehr · Hauptbotschaft
Fürsorge · tragend
Gemeinschaft · tragend
Die ersten zehn Tage des Monats Dhul-Hiddscha sind eine besondere Zeit, in der gute Taten bei Gott besonders wertvoll sind und die Gläubigen zur spirituellen Reinigung und zum Mitgefühl für andere aufgerufen werden.
Es gibt keine Tage, an denen rechtschaffene Taten Allah lieber sind als in diesen zehn Tagen.
Der Text ist eine Freitagspredigt der DITIB, die auf den Beginn des Monats Dhul-Hiddscha und die Bedeutung seiner ersten zehn Tage hinweist. Sie stützt sich auf einen Koranvers und eine Prophetenüberlieferung, um den besonderen Wert dieser Tage für gute Taten und spirituelle Reinigung zu begründen. Der Monat wird als einer der vier heiligen Monate vorgestellt, in denen Krieg und Unruhe verboten sind und die Pilgerfahrt stattfindet. Die Predigt beschreibt die Riten der Pilgerfahrt, insbesondere das Verweilen auf der Ebene von Arafat, das Steinigen des Teufels und das Opferfest am zehnten Tag. Sie ermutigt die Gläubigen, diese Tage durch Fasten, Gebet und Bittgebete für Unterdrückte und Frieden zu nutzen. Der Text verbindet die persönliche spirituelle Übung mit dem Wunsch nach gereinigter Seele und innerem Frieden. Es wird darauf hingewiesen, dass niemand weiß, ob ein weiterer Dhul-Hiddscha kommen wird, was die Dringlichkeit der Nutzung dieser Tage unterstreicht.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Abkehr von Gott, Gleichgültigkeit, Götzendienst
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Gebet, Gottesdienst, Meditation, wiederholte Übung; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
von Gott gewollt, mit Aufgabe und Verantwortung
- Wohin geht die Geschichte?
-
Wiederkehr, kein Ziel, immer dasselbe Muster
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Wozu der Text aufruft
- die ersten neun Tage fasten (rituell)
- Bittgebete für Unterdrückte und Frieden sprechen (innerlich)
- Opfertiere darbringen (rituell)
Genannte Stellen
Koran 89:2 · Abu Dawud, Sawm, 61
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 2, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut anzeigen
Die Vorzüge des Monats Dhul-Hiddscha und der zehn gesegneten Nächte
(15.05.2026)
Voller Freude nähern wir uns erneut einer Zeit der spirituellen Reinigung und inneren Erneuerung. Wenn Allah, der Erhabene, es uns gewährt, treten wir an diesem Sonntag mit dem Sonnenuntergang in den gesegneten Monat Dhul-Hiddscha ein.
Geehrte Musliminnen und Muslime!
Unser erhabener Herr weist mit dem Koranvers „Bei den zehn Nächten!“[1] auf den besonderen Wert der ersten zehn Nächte des Monats Dhul-Hiddscha hin. Jeder Zeitpunkt, auf den Allah schwört, ist ein göttlicher Ruf an uns: ein Ruf, aus der Achtlosigkeit zu erwachen und nachzudenken. Auch unser Prophet (s.a.s.) machte die Vorzüge dieser Tage deutlich, als er sagte: „Es gibt keine Tage, an denen rechtschaffene Taten Allah lieber sind als in diesen zehn Tagen.“[2]
Liebe Geschwister!
Allah und Sein Gesandter verkünden uns die Vorzüge dieser Tage. So lasst uns den Wert des Monats Dhul-Hiddscha – besonders seiner ersten zehn Nächte – bewusst in Erinnerung rufen. Achten wir auf diese besonderen Zeiten, damit wir ihren Segen und ihre spirituelle Fülle nicht verpassen. Und auch, damit wir unser Tatenbuch mit Gutem füllen und den Morgen des Festes mit einer gereinigten Seele erreichen.
Werte Gläubige!
Der Monat Dhul-Hiddscha, den wir in wenigen Tagen begrüßen werden, gehört – ebenso wie der Monat Dhul-Qaʿda, dessen Ende wir derzeit erleben – zu den vier heiligen Monaten, in denen Krieg und Unruhe verboten sind. Diese Monate sind besondere Zeiten des Friedens, der Sicherheit und vor allem der Sensibilität gegenüber den Rechten und der Würde unserer Mitmenschen. Darüber hinaus ist der Monat Dhul-Hiddscha eine gesegnete Zeit, in der eine der fünf Grundsäulen des Islam erfüllt wird: die Pilgerfahrt.
An diesen besonderen Tagen strömen Millionen Gläubige aus aller Welt voller Sehnsucht nach Mekka. Dort legen sie alle weltlichen Titel und Unterschiede ab und vereinen sich in ihren weißen Ihram-Gewändern im Bewusstsein, nichts anderes als Diener Allahs zu sein. Während sie die Kaaba umkreisen, öffnen sie ihre Herzen Allah. Beim Verweilen (Waqfa) auf der Ebene von Arafat durchleben sie regelrecht eine Probe des Jüngsten Tages. Indem sie symbolisch den Teufel steinigen, versprechen sie, sich vom Bösen fernzuhalten, und suchen Zuflucht in der unendlichen Vergebung ihres Herrn.
Besonders am neunten Tag des Monats Dhul-Hiddscha – dem Tag von Arafat – erlebt man auf der Arafat-Ebene beinahe eine Vorahnung des Jüngsten Tages. An diesem Tag erklingt auf den Lippen die Talbiya, Tränen füllen die Augen und die Herzen tragen nichts als die Hoffnung auf Vergebung in sich. Der zehnte Tag des Dhul-Hiddscha ist das Opferfest. Die Gebete werden verrichtet, und die Opfertiere werden dargebracht. Die Opfergabe erinnert uns daran, dass der Weg zu Allah auch darin besteht, den Menschen nahe zu sein, ihre Sorgen zu teilen und mit ihnen mitzufühlen.
Meine Geschwister!
Keiner von uns weiß, ob uns ein weiterer Monat Dhul-Hiddscha im kommenden Jahr noch erreichen wird. Deshalb lasst uns bemüht sein, diese Tage bestmöglich zu nutzen. Wenn wir die Kraft dazu haben, dann bereichern wir – wie unser Prophet (s)[3] – die ersten neun Tage des Dhul-Hiddscha mit Fasten. Und wenn uns dies nicht möglich ist, dann versuchen wir wenigstens am Tag von Arafat zu fasten, um mit einem gereinigten Herzen und innerem Frieden in das Fest einzutreten. Vertrauen wir in diesen Tagen unsere Gebete den „Gästen des Allerbarmers“ an, die sich auf den heiligen Stätten befinden. Bitten wir sie, für die Befreiung der Unterdrückten sowie für Frieden und Ruhe in der Welt zu beten. Auch wir sollten hier bei jedem Gebet unsere Herzen mit diesen gesegneten Orten verbinden. Mit jedem Takbir mögen wir die Kaaba vor uns sehen; unsere Gebetsteppiche sollen für uns wie ein Stück Arafat werden und unsere Bittgebete wie ein stilles Verweilen vor Allah. So wollen wir gemeinsam an dieser großen spirituellen Freude teilhaben.
Möge Allah uns zu jenen Dienern zählen, die sich durch den Segen des Dhul-Hiddscha reinigen und den Morgen des Festes mit einem reinen Herzen erreichen. Möge unser Freitag gesegnet sein.
Die DITIB-Predigtkommission
[1] Koran, Fadschr, 89/2.
[2] Abu Dawud, Sawm, 61
[3] Abu Dawud, Sawm, 61.
2026-05-15
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