omnist.world

English

Freikirchlich · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Open the Window, Let Kindness In • Matthew 20:1-16 • 08/16/2026 • Pastor Alexander Gimbel

Freie evangelische Gemeinde (FeG) Karlsruhe · Freie evangelische Gemeinde (FeG) Karlsruhe · 2026-08-16 · Karlsruhe · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gerechtigkeit · tragend Dankbarkeit

Der Vergleich mit anderen Menschen verdeckt die Güte Gottes und erzeugt Unzufriedenheit; wer den Blick von den anderen auf Gott richtet, kann dessen Güte annehmen und selbst gütig handeln.

Der Vergleich mit den anderen verändert nicht den Lohn. Sie bekommen ein Silberstück. Der Vergleich verändert ihren Blick auf das, wie das mit dem anderen ist.

Die Predigt nimmt das Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg (Mt 20,1-16) auf und stellt es in den Kontext der Frage Petri nach dem Lohn für das Nachfolgen Jesu. Der Prediger beschreibt, wie die zuerst Eingestellten sich ungerecht behandelt fühlen, weil sie denselben Lohn erhalten wie die zuletzt Eingestellten. Die Kernaussage lautet, dass der Vergleich mit anderen den Blick auf die Güte des Besitzers verstellt. Der Prediger überträgt den Besitzer auf Gott und die Arbeiter auf die Gläubigen. Er fordert auf, Gottes Güte anzunehmen, sie auch anderen zu gönnen und selbst daran mitzuwirken. Als Gegenwartsbezug werden Alltagsbeispiele aus Arbeitsentlohnung, Geschenken und Urlaubsplanung angeführt. Die Predigt schließt mit dem Appell, das 'Fenster aufzumachen' und Güte hereinzulassen.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem als Angenommener und Beschenkter beschrieben
Wohin geht die Geschichte?
eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Mt 20,1-16

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Ganz schön ungerecht. Da freue ich mich auf den Sonntagmorgen Gottesdienst. Suche mir meinen Platz, krieg hier so eine schöne Kindersegnung mit und dann kommt da so ein Clemens auf die Bühne und fordert mich auf hier das zu machen. Bin ich ausgerechnet in der Gruppe und jetzt spreche ich mal zu euch, in der Gruppe gelandet, die es am härtesten getroffen hat und dann noch die anderen, streckt euch mal, die werden auch noch zuerst gelobt und bekommen ein Eisbonbon und wir auch. Das ist schon ein bisschen unfair, oder? Das ist vor allem eine etwas moderne Veränderung und Abwandlung einer Geschichte, die Jesus erzählt hat. Und über die möchte ich heute mit dir zusammen nachdenken. Ich lese dir vor aus Matthäus 20 die Verse 1 bis 16. Jesus fuhr fort. Das Himmelreich gleicht einem Grundbesitzer. Der zog früh am Morgen los, um Arbeiter für seinen Weinberg einzustellen. Er einigte sich mit den Arbeitern auf einen Lohn von einem Silberstück für den Tag. Dann schickte er sie in seinen Weinberg. Um die dritte Stunde ging er wieder los. Da sah er noch andere Männer, die ohne Arbeit waren und auf dem Marktplatz herumsten er sagte zu ihnen: "Auch ihr könnt in meinem Weinberg gehen. Ich werde euch angemessen dafür bezahlen." Die Männer gingen hin. Ebenso machte der Mann es um die sechste Stunde und dann wieder um die neunte Stunde. Um die 11 Stunde ging er noch einmal los. Wieder traf er einige Männer, die dort herumsten. Er fragte sie: "Warum steht ihr hier den ganzen Tag untätig herum?" Sie antworteten, weil uns niemand eingestellt hat. Da sagte er zu ihnen, auch ihr könnt in meinen Weinberg gehen. Am Abend sagte der Besitzer des Weinbergs zu seinem Verwalter: "Ruf die Arbeiter zusammen und zahl ihn den Lohn aus. Fang bei den letzten an und hör bei den ersten auf." Also kamen zuerst die Arbeiter, die um die elfte Stunde angefangen hatten. Sie erhielten ein Silberstück. Zuletzt kamen die an die Reihe, die als erster angefangen hatten. Sie dachten, bestimmt werden wir mehr bekommen. Doch auch sie erhielten jeder ein Silberstück. Als sie ihren Lohn bekommen hatten, schimpften sie über den Grundbesitzer. Sie beschwerten sich, die als letzte gekommen sind, haben nur eine Stunde gearbeitet. Aber du hast sie genauso behandelt wie uns. Dabei haben wir den ganzen Tag in der Hitze geschuftet. Da sagte der Grundbesitzer zu einem von ihnen: "Guter Mann, ich tue dir kein Unrecht. Hast du dich nicht mit mir auf ein Silberstück geeinigt? Nimm also das, was dir zusteht und geh. Ich will dem letzten hier genauso viel geben wie dir. Kann ich mit meinem Besitz nicht machen, was ich will? Oder bist du neidisch? Weil ich so großzügig bin. So werden die letzten die ersten sein und die ersten die letzten. Jesus erzählt Geschichten, um den Menschen von der Welt Gottes zu berichten. Da, wo Gott regiert, geht es so und so zu. Oder um es mit Matthäus zu sagen, das Himmelreich gleicht. Und Jesus erzählt Geschichten, wenn er Antworten auf Fragen geben möchte. Genau das ist hier der Fall. Jesus fuhr fort. So beginnt unsere Geschichte wörtlich übersetzt, denn so startet unser Bibelabschnitt heute und macht deutlich, zu dieser Geschichte gibt es eine Vorgeschichte. Und wie war die? Petrus hatte gesagt: "Sieh doch, sieh doch Jesus, wir haben alles zurückgelassen und sind dir gefolgt. Was werden wir dafür bekommen?" Also Jesus, was haben wir davon, dass wir dir nachfolgen? Eine mutige und gewissermaßen auch nachvollziehbare Frage. Doch was wird Jesus jetzt antworten? Er sagt, jeder, der etwas zurückgelassen hat, Haus, Brüder, Schwestern, Vater, Mutter, Kinder oder Felder, um zu mir zu gehören, wird es hundertfach neu bekommen. Und dazu bekommt er noch das ewige Leben als Erbe geschenkt. Viele, die jetzt zu den ersten gehören, werden dann die letzten sein. Und viele, die jetzt zu den letzten gehören, werden dann die ersten sein. Jesus verspricht also hier, was ihr für mich zurückgelassen habt, Petrus, das ist nicht vergessen, ihr lieben Jünger. Das ist das ist gespeichert. Ihr werdet reich beschenkt, hundertfach und das ewige Leben noch oben drauf. Ein großartiger Lohn. Und genau danach dann kommt und Jesus fuhr fort und erzählt uns die Geschichte von dem Weinbergbesitzer und den Arbeitern, die er über den ganzen Tag so nach und nach einstellt. Ich habe für mich entdeckt, das ist eine besondere Geschichte. ist eine Geschichte wie ein geöffnetes Fenster, das uns einen neuen Blick schenken will. So geht es also dort zu, wo Gott regiert. So geht es zu im Land des Glaubens. Und wenn man das Fenster öffnet, so wie du vielleicht auch heute morgen, dann kommt frische neue unverbrauchte Luft in in einen stickigen abgestandenen Raum. Jesus ist meine Hoffnung. Jesus will uns heute frische Luft für unseren Glauben und unser Leben schenken. Und mit dem im Hintergrund schauen wir uns die Geschichte noch mal in drei kurzen Etappen an, bevor ich mit euch überlegen möchte, was kann das denn für uns heute bedeuten? Diese drei Tappen sind der Besitzer sucht Arbeiter, die Arbeiter beginnen zu rechnen und der Besitzer erklärt seine Güte. Also Jesus berichtet von einem Weinbergbesitzer, der für seinen Weinbergarbeiter sucht, vermutlich zur Erntezeit. Ganz klar ist es aber nicht, weil es nicht gesagt ist. Auf jeden Fall gibt es Arbeit für die der Weinbergbesitzer Arbeiter braucht. Er geht morgens früh vermutlich um 6 Uhr los und stellt Tagelöhner für diesen Tag ein. Am Abend bekommen sie so wie das der Sitte üblich war den vereinbarten Tageslohn von einem Silberstück oder von einem Dinar. Alles ganz normal, alles absolut gerechtfertigt. Die Arbeiter werden vermutlich zufrieden gewesen sein, denn sie waren diejenigen, die aus vermutlich einer großen Gruppe von Leuten ausgewählt wurden und es wurde gesagt, du darfst mitkommen und dich möchte ich auch gerne mit dabei haben und und dich möchte ich dabei haben und dich was für ein Glücksgefühl gesehen und ausgewählt zu werden. Und dann noch mehr. Heute gibt es Arbeit für mich zu tun, dieses Gefühl, ich werde gebraucht. Und heute Abend, wenn ich nach Hause komme zu meiner Familie, weiß ich, dass wir morgen versorgt sind. 3 Stunden später geht der Besitzer noch mal los. Also so gegen 9 Uhr und stellt wieder Leute ein. Diesmal sagt er übrigens nicht mehr, dass sie ein Silberstück bekommen, sondern einen Lohn, was recht ist. Dann geht er noch mal um 10 äh um 12 Uhr um 15 Uhr und schließlich um 17 Uhr eine Stunde vor Feierabend. Und man kann ja gar nicht anders oder fast nicht anders als sich zu fragen, hä, warum tut der Weinbergbesitzer das? Lohnt sich das denn noch überhaupt? Auffallend ist die Unterhaltung mit Ah, ich merke, das ist hier gar nicht weitergegangen. Dann machen wir ohne weiter. Aufwand ist die Unterhaltung mit den Arbeitern um 17 Uhr. Der Besitzer fragt sie, warum steht ihr den ganzen Tag hier so untätig herum? Und sie antworten, weil uns niemand eingestellt hat. Also nicht, weil wir ausschlafen mussten, weil wir keine Lust hatten, weil wir noch was bequemes an diesem Tag machen wollten, sondern weil wir nicht gebraucht wurden. Doch der Weinbergbesitzer braucht ihre Arbeit und stellt sie ein. Wir kommen zum zweiten. Der Arbeit, die Arbeiter beginnen zu rechnen. Der Feierabend naht, Zahlstunde. Die letzten kommen zuerst dran. So bekommen alle mit, was sie bekommen. Und das ist das ist eine Überraschung. Und die zweite Überraschung ist, sie bekommen ein ganzes Silberstück. Das ist wirklich großzügig und das zeigt auch, sie müssen heute Abend nicht mit leeren Händen nach Hause gehen. Die Arbeiter der ersten Stunde bekommen das nun mit und sie beginnen zu rechnen. Also eine Stunde Arbeit, ein Silberstück, 12 Stunden Arbeit, 12 Silberstücke. Doch auch sie bekommen genau ein Silberstück wie alle anderen. Sie sind verärgert, enttäuscht und Protest regt sich und ich kann diesen Protest verstehen. Leistung und Gegenleistung stehen doch hier jetzt in keinem Verhältnis mehr. Und wenn das so ist, dann beschweren wir Menschen uns. Es muss schon gerecht zu gehen in unserer Welt und dafür rechnen wir und dafür vergleichen wir und dafür wägen wir miteinander ab. Wenn viele von uns morgen wieder Arbeitskraft und Lebenszeit investieren, zumindest die, die noch keinen Urlaub haben und auf die Arbeit gehen, dann wollen wir eine gerechte Entlohnung dafür haben und wer mehr arbeitet, der soll auch mehr bekommen. So wägen wir ab, so rechnen wir nicht nur bei der Arbeit, sondern in vielen Lebensbereichen. Wenn du dir, wenn du dir das leisten kannst und das kaufst, dann kann ich mir ja auch das kaufen. Oder wenn du dieses Mal aussuchst, wohin es in den Urlaub geht, dann darf ich das aber nächstes Mal aussuchen. Sogar bei Geschenken rechnen wir was so viel hat die Person mir geschenkt, das muss ich mir merken oder aufschreiben, damit ich das muss ich ja dann bei ihr auch. Wir Menschen rechnen und vergleichen und genauso rechnen die Arbeiter und fühlen sich ungerecht behandelt. Das Interessante nur da dran ist, das Ganze ist überhaupt gar nicht ungerecht, denn die Arbeiter bekommen ja nicht zu wenig, sie bekommen rechtzeitig den Lohn, der vereinbart war wurde. Ihr Problem beginnt in dem Moment, wo sie sehen, was die anderen bekommen und anfangen zu rechnen, was könnte denn dann für uns drin sein. was eben noch ein fairer ausgehandelter Lohn war, wird auf einmal wenig nicht. Weißt du, der Vergleich mit den anderen verändert nicht den Lohn. Sie bekommen ein Silberstück. Der Vergleich verändert ihren Blick auf das, wie das mit dem anderen ist. Nun lohnt es sich noch, drittens, auf den Besitzer zu schauen. Er antwortet einem Arbeiter, guter Mann. Wörtlich könnte man das übrigens auch übersetzen mit mein Freund. Ich tue dir kein Unrecht. Hast du dich nicht mit mir auf ein Silberstück Lohn geeinigt? Ich will dem letzten hier genauso viel geben wie dir. Oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin? Der Besitzer sagt: "Du, ich habe dir doch gar nichts weggenommen. Du bekommst nichts weniger. Ich halte mein Versprechen. Das, was ich dir gesagt habe, halte ich zu 100% ein." Mit der Art und Weise, wie der Besitzer spricht, versucht er den Blick des Arbeiters von den anderen von dem Vergleichen wegzulenken, hin auf ihn, den Besitzer. Weißt du, dass ich dem anderen so viel gebe wie dir, hat nichts damit zu tun, dass ich deine Arbeit nicht wertschätzen würde. Nein, du bekommst den gerechten Lohn. Dass ich dem anderen so viel gebe, hat damit zu tun, wie ich bin. Du schaust auf das, was der andere bekommt und dann wirst du neidisch. Doch schau nicht auf die anderen, schau auf mich. Oder bist du etwa neidisch, weil ich so großzügig ja so gütig bin? Darum geht es im Kern in dieser Geschichte von Jesus. Die Arbeiter rechnen, der Besitzer ist gütig. Deswegen lautet meine Predigt heute: "Mach Fenster auf. und lass Güte rein. Und im zweiten Teil der Predigt will ich mit dir fragen, was könnte das für uns und für unseren Glauben bedeuten, wenn wir wenn wir folgenden Übertrag machen, wenn wir für den Besitzer Gott einsetzen und für die Arbeiter uns Menschen und im Besonderen Jüngerinnen und Jünger von Jesus, denn mit denen hat ja Jesus gesprochen. Wo kann da Luft hineinkommen? Drei Punkte. Mach Fenster auf und lass dir Gottes Güte gefallen und gönne Gottes Güte auch den anderen und mach mit bei Gottes Güte. Zunächst das erste: Mach Fenster aus auf und lass dir Gottes Güte gefallen. Erinnern wir uns noch mal an die Situation, an den Kontext, in dem Jesus diese Geschichte erzählt. Petrus hatte gefragt: "Was bringt es uns schon dir nachzufolgen?" Und das ist für Petrus eine absolut gerechtfertigte Frage, denn er hatte viel zurückgelassen. Seine Arbeit, sein bisheriges Leben, seine Sicherheiten, seine Familie. Er ist Jesus gefolgt, während andere nicht mitgegangen sind. Und Jesus sagt ihm Petrus, ich sehe das. Nichts von dem, was du für mich zurückgelassen hast, ist vergessen. Du wirst belohnt werden. Und oder vielleicht besser doch, dann erzählt Jesus die Geschichte. Vielleicht, weil er Petrus und die anderen Jüngerinnen und Jünger, die jetzt mit Jesus da unterwegs sind, in der Nachfolge warnen will. Warnen davor, dass man Nachfolge berechnet. Jesus weiß, wie schnell wir anfangen zu rechnen. Ich habe gegeben, also muss doch Gott auch geben. Ich habe verzichtet, also müsste Gott mir doch das honorieren. Ich habe mich eingesetzt, also müsste das doch irgendwie in meinem Leben auch einen sichtbaren Ausdruck gewinnen. Noch im Land des Glaubens, im Himmelreich, wie Jesus es hier nennt, leben wir nicht davon, was wir uns erarbeitet haben, sondern von dem, was Gott uns schenkt, von dem, dass er uns vergeben hat, von dem, dass wir seine Kinder sein dürfen, von dem, dass wir zu ihm gehören, von dem, dass wir einen Platz haben, an dem wir uns einbringen dürfen, dass uns sein Reich offensteht. Das ist alles kein Lohn. den du dir verdienen kannst. Es ist Geschenk, es ist Güte. Und das gilt ganz gleich, wie lange du mit Jesus unterwegs bist. Hier sitzen und vielleicht auch im Stream sind Menschen, die seit 20, ach seit 30, seit 50 Jahren mit Jesus unterwegs sind. Manche vielleicht gerade seit zwei oder drei Wochen haben auf dem Sommercamp irgendwie mit Jesus gestartet oder du bist hier vor Ort oder online zugeschaltet, schaust zu und weißt gar nicht, ob du mit diesem Jesus überhaupt schon gestartet bist, ob du überhaupt mit ihm unterwegs bist. Vielleicht gehörst du zu denen, die die übertragen morgens um 6 Uhr schon in den Weinberg gekommen sind. Vielleicht aber auch zu denen, die erst kurz vor Feierabend dazu kommen. Weißt du, bei Gott musst du nicht erst eine bestimmte Anzahl an Stunden leisten, bevor dir seine Güte gilt. Wenn du heute mit Jesus startest, sei es als Kind, sei es als Senior, dann gilt dir seine Güte. Genauso wie mir, der ich seit roundab 30 Jahren mit Jesus unterwegs bin. Hey, das ist befreiend. Das ist Ich empfinde es total befreit. Du musst Gott nicht beeindrucken. Du musst ihm nicht beweisen, dass du gut genug bist. Du musst nicht ständig die Frage mit dir rumtragen. Reicht das, was ich bringe? Reicht mein Glaube? Reicht mein Einsatz, damit ich mir seine Güte verdiene? Die Antwort des Gleichnisses lautet nicht: "Sreng dich nur genug an, dann wird es irgendwann reichen." Die Antwort lautet von diesem Gleichnis: Schau auf die Güte des Weinbergbesitzers. Schau auf die Güte Gottes und lass dich einladen in den Weinberg zu kommen, in das Land des Glaubens, das Himmelreich, um da zu leben, zu arbeiten, zu sein. Du lebst nicht davon, dass du gut genug für Jesus, für Gott gearbeitet hast, sondern davon, dass Gott gut zu dir ist. Also mach das Fenster auf und lass dir Gottes Güte gefallen. Das ist vermutlich die etwas leichtere Antwort auf dieses Gleichnis. Ein bisschen herausfordernder könnte jetzt das zweite werden. Mach's Fenster auf und gönne die Güte Gottes auch den anderen, allen anderen. Warum sage ich das denn? Genau an dieser Stelle im Weinberg kippt die Stimmung. Die Arbeiter der ersten Stunde wären mit ihrem Lohn vollkommen zufrieden gewesen, hätten sie nicht gesehen, was die bekommen haben, die eine Stunde vor Schluss gekommen sind. Doch es bleibt dabei. Ich habe es schon gesagt, ihr Lohn ist nicht kleiner geworden. Ihnen wurde nichts, gar nichts weggenommen. Aber im im Vergleich mit den anderen fühlt sich das, was vorher so gut war, auf einmal ziemlich klein und unbedeutend an und nicht mehr so gut. Diese Erfahrung kennen wir Menschen. Ich ich bin mit meinem Leben zufrieden, bis ich sehe, was ein anderer hat. Ich kann dankbar sein für das, was Gott mir schenkt, bis ich sehe, was ein anderer bekommt. Und dann frage ich mich, Gott, warum warum bekommt diese Person so viel und so viel mehr als ich? Das kann ja sogar mitten in der Gemeinde passieren. Mitarbeit beiden letzten Predigten. Vielleicht hast du sie mitbekommen, sonst lade ich dich ein, sie noch mal nachzuhören oder nachzuschauen. Und auch da können wir ja ganz einfach anfangen zu rechnen. Ich bin seit Jahren dabei, investiere Zeit, übernehme Verantwortung, komme auch wenn ich mal keine Lust habe, auch wenn es mir eigentlich viel zu viel ist und arbeite beständig und im Hintergrund mit. Und dann kommt da jemand und bekommt die schönste Aufgabe mit extrem viel Wertschätzung und Anerkennung wird von allen gesehen, während ich den Laden am Laufen halte und im Hintergrund bin. Und schon beginnen wir zu rechnen. Oder gehen wir noch eine Ebene tiefer, noch grundsätzlicher. Da bin ich mein ganzes Leben mit Jesus unterwegs. gehöre zu den ersten Arbeitern im Weinberg. Ich habe mich eingesetzt, verzichtet, bin treu geblieben und dann kommt einer in der letzten Stunde seines Lebens und entdeckt Jesus und der bekommt denselben Lohn wie ich, dasselbe ewige Leben als Erbe. Ja, genauso kann man die Geschichte von Jesus verstehen. Kennst du diesen Gedanken? Vielleicht verraten sie ein wenig darüber, wie unser eigener, wie dein Blick auf deine Nachfolge ist und wie es in deinem Herzen aussieht. Darf ich dich fragen, ist es wirklich ein Nachteil, schon früh morgens in den Weinberg gerufen worden zu sein? Ist es schädlich, schon früh zum Glauben an Jesus gekommen zu sein? Sind die Jahre mit Jesus verlorene Jahre, für die Gott uns am Ende irgendwie entschädigen müsste? Oder ist es nicht viel mehr schon selbst schon Güte, wenn ich schon früh zum Glauben an Jesus finden durfte? Wenn ich schon seit vielen Jahren mit ihm lebe, wenn ich seine Vergebung schon lange und immer und immer wieder erfahre, wenn ich aus seiner Hoffnung auch für diese Welt und für mein Leben herausleben darf und wissen darf bei allem, was kommt, bei allem, was um mich herum passiert, ich gehöre zu Jesus. Weißt du, wer das Leben mit Jesus nur als Arbeit in der Mittagshitze versteht und mit dem Lebensende sehnsüchtig darauf wartet, dass dass das eine Entschädigung für all das ist, der hat meistens, ich spreche nicht von den von den leidenden Menschen, aber bei den anderen, der hat meistens etwas verdrängt, nämlich was für ein Geschenk es überhaupt ist. im Weinberg sein zu dürfen. Spürst du, wie wie herausfordernd und ein bisschen auch verstörend das mit dieser Güte Gottes auch werden kann? Also Gott ist gütig zu mir, wunderbar, gut, schön und zu allen anderen. Interessanterweise ist er dabei nicht ungerecht, sondern er hält sich zu 100% an sein Wort. oder bist du neidisch, weil ich so großzügig bin? Im griechischen Text steht hier für dieses neidisch eine sehr schöne Beschreibung, nämlich die vom bösen Auge. Wird dein Blick dunkel nur, weil ich gut bin? Eine Frage an uns persönlich. kannst du dich an Gottes Güte erfreuen, auch dann, wenn sie einem anderen gilt? Es lohnt sich noch einmal auf die Arbeiter der letzten Stunde zu schauen. Wir sehen vielleicht, der hat nur eine Stunde gearbeitet. Der Besitzer aber schaut anders da drauf. Er sieht einen Menschen, den bis zuren Stunde niemand eingestellt hat, der übersehen wurde, der den ganzen Tag gewartet hat, ohne zu wissen, ob überhaupt noch jemand kommt und sich für ihn interessiert. Er sieht offenbar nicht nur, was dieser Mensch geleistet hat, sondern auch den Menschen selbst und seine Situation. Das das ist Güte. Vielleicht kennen wir nämlich die Geschichte des anderen gar nicht. Wir sehen, was jemand bekommt, aber wir wissen gar nicht, was die Person vorher getragen und ertragen hat. Jesus lädt uns ein. Macht euer Fenster auf und gönne die Güte Gottes auch den anderen Menschen. Mein Drittes. Nun erzählt Jesus die Geschichte nicht nur, damit wir etwas Neues über Gottes Wesen erfahren. Das auch. Wenn Jesus uns zeigt, wie es wie es dort aussieht, wo Gott regiert, dann will er, dass dieses dieses auch in unserem Leben Realität gewinnen kann. Er lädt uns ein, selbst in dieser Wirklichkeit zu leben. Wenn Gottes Güte bei mir und bei dir angekommen ist und wenn ich lerne, seine Güte auch anderen zu zeigen, dann darf diese Güte mein eigenes Leben verändern. Z.B. in meinen Blick auf die anderen Menschen und die damit verbundenen Fragen, die immer in mir drin sind. Also statt der Frage, was hat er eigentlich verdient un