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Humanistisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

»Thinking out of the box«

ohne Namen · Giordano-Bruno-Stiftung – Meldungen · 2026-07-08 · Mastershausen · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Gerechtigkeit

Interdisziplinäres, unkonventionelles Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche und wissenschaftliche Fragen – getragen von einer Gemeinschaft von Stipendiatinnen und Stipendiaten – ist ein wirksames Mittel, um eigene Gewissheiten zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen.

»Thinking out of the box« war das übergreifende Motto – auch bei einer mathematischen Präsentation, die mithilfe des Square Dance veranschaulichte, dass und wie sich rationale Zahlen unorthodox darstellen lassen, und einem Gedankenexperiment über Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum (»Wie wär’s mit einem Ausgangsverbot für Männer?«).

Der Text berichtet über ein Treffen des Bertha von Suttner-Studienwerks vom 12. bis 14. Juni 2026 im Haus Weitblick der Giordano-Bruno-Stiftung in Oberwesel. Er beschreibt den Ablauf: Begrüßung, ein Eisbrecher-Spiel, ein Vortrag der Philosophin Dr. Viktoria Knoll über Identität und semantische Variabilität, sowie Pecha-Kucha-Präsentationen der Stipendiatinnen und Stipendiaten. Die Themen reichen von Demokratie, Acceptance-and-Commitment-Therapie, Raumfahrt, Patriarchat, Neurowissenschaft, Erkenntnistheorie, Rentensystem bis zur Evolution des menschlichen Denkens. Das Motto lautete »Thinking out of the box«, veranschaulicht unter anderem durch eine mathematische Präsentation mit Square Dance und ein Gedankenexperiment zur Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum. Der Text hebt hervor, dass das kompakte Vortragsformat und die originellen Beiträge als inspirierend empfunden wurden. Es geht um interdisziplinäres Nachdenken über aktuelle gesellschaftliche, wissenschaftliche und ethische Fragen. Der Text ist eine sachliche Veranstaltungszusammenfassung ohne expliziten Appell.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit (erschlossen)
Wo sitzt das Übel?
in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion (erschlossen)
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit
Was ist der Mensch nach diesem Text?
selbstbestimmt, Urheber seines Handelns
Wohin geht die Geschichte?
es wird besser, Entwicklung zum Guten (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens (erschlossen)
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
der Text kritisiert nicht

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
1 von 3
Reichweite
4 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 0, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Sind Debatten über die (geschlechtliche) Identität von Personen bloße Streite um Worte? Wie hat sich die Erde entwickelt, und wie wird sie sich in Folge des menschengemachten Klimawandels verändern? Was sind die evolutionären Wurzeln unserer Moralfähigkeit? Dies sind nur einige der vielen Fragen, mit denen sich die Stipendiatinnen und Stipendiaten des Bertha von Suttner-Studienwerks auf ihrem Treffen vom 12. bis 14. Juni 2026 beschäftigt haben. Zweimal im Jahr lädt das Bertha von Suttner-Studienwerk (BvS) seine aktuellen und ehemaligen Stipendiatinnen und Stipendiaten zum gemeinsamen Nachdenken und Diskutieren ein. Die Veranstaltung im Spätherbst finden unter der Regie des Humanistischen Verbandes Deutschlands (HVD) in Berlin statt, die Treffen im Frühsommer im »Haus Weitblick«, dem Sitz der Giordano-Bruno-Stiftung (gbs) in Oberwesel. Vom 12. bis 14. Juni war es wieder so weit. Nach einer kurzen Begrüßung und einem »Eisbrecher-Spiel«, das zu Schätzungen und zugleich zur Reflexion über eigene Gewissheiten und Zweifel einlud, machte am Freitagabend die Philosophin Dr. Viktoria Knoll den Auftakt mit einem Vortrag über Identität: In Debatten darüber weisen die jeweils verwendeten Wörter eine semantische Variabilität auf – mit der Konsequenz, dass das, was als Dissens in der Sache erscheint, häufig kein solcher ist; zugleich verlangt die semantische Variabilität einen verantwortungsvollen Umgang mit ihr. Der Samstagvormittag gehörte den Stipendiatinnen und Stipendiaten. Überwiegend im »Pecha-Kucha-Format« präsentierten sie in kurzen, pointierten Vorträgen eigene Forschungsinteressen und Denkanstöße. Die Themen reichten von der Frage, ob die Demokratie als Staatsform reformbedürftig ist, über die »Acceptance-and-Commitment-Therapie« (ACT) bis hin zu unkonventionellen Antrieben in der Raumfahrt und der Größe des Universums. Andere Beiträge befassten sich mit dem Wandel des Patriarchatsbegriffs in Lateinamerika, neurowissenschaftlicher Forschung unter Alltagsbedingungen, erkenntnistheoretischen Überlegungen zum personalen Selbstverständnis, Herausforderungen des deutschen Rentensystems sowie der Evolution des menschlichen Denkens. »Thinking out of the box« war das übergreifende Motto – auch bei einer mathematischen Präsentation, die mithilfe des Square Dance veranschaulichte, dass und wie sich rationale Zahlen unorthodox darstellen lassen, und einem Gedankenexperiment über Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum (»Wie wär’s mit einem Ausgangsverbot für Männer?«). Das kompakte Vortragsformat erwies sich ebenso wie seine originellen Befüllungen als höchst inspirierend.