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Hinduismus · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Der Yogi ist die willige Hand Gottes - Bhagavad Gita XVIII 61

Sukadev Bretz · Yoga Vidya – Tägliche Inspirationen · 2026-10-23 · Horn-Bad Meinberg · Quelle

Demut · Hauptbotschaft Geduld · tragend Wissen · tragend

Das scheinbar negative oder verrückte Verhalten anderer Menschen ist kein bloßes Versagen, sondern ein göttliches Instrument, das den Einzelnen zum inneren Wachstum und zur Erkenntnis des Göttlichen in allem anregen soll.

In allem das Wirken Gottes zu sehen. Nimm es leicht humorvoll und vielleicht sogar leicht amüsiert zur Kenntnis, wie Gott zu dir spricht.

Der Text interpretiert Bhagavad Gita XVIII, 61, wonach Gott in den Herzen aller Wesen wohnt und sie durch seine täuschende Kraft (Maya) wie auf einer Maschine bewegt. Der Sprecher leitet daraus ab, dass vom höchsten Standpunkt aus Gott alles bewirkt und der Einzelne lediglich ein Werkzeug ist. Am Beispiel des Verhaltens von Vorgesetzten oder Kunden wird argumentiert, dass auch negatives oder verrücktes Verhalten als göttliches Wirken zu verstehen sei. Dieses Verhalten wird nicht als bloßes menschliches Versagen, sondern als eine Aufgabe Gottes an den Hörer gedeutet. Die Hörer werden ermutigt, solche Situationen humorvoll und amüsiert zu nehmen, da Gott so zu ihnen spricht und sie zum Wachsen anregen will. Die zentrale Handlungsaufforderung besteht darin, in jedem alltäglichen Geschehen das Wirken Gottes zu erkennen und die eigene Aufmerksamkeit darauf zu richten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
Was ist der Mensch nach diesem Text?
vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf ein gegenwärtiges Oberhaupt, Lehrer, Amt
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
auch Tieren, Pflanzen, der ganzen Schöpfung
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Bhagavad Gita XVIII, 61

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
1 von 5
Konkretheit
3 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 1, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Namaste und herzlich willkommen zum 160. Fass des 18. Kapitels der Bhagavad Gita. Mein Name ist Sukhade von www.yoga-witya.de. Jeden Tag lese ich einen Fass aus der Bhagavad Gita, mit und gebe einige Kommentare dazu, als Inspiration für das tägliche Leben. Manchmal wird in diesem Podcast auch ein Mitschnitt veröffentlicht aus den Satzangs bei Yoga Vitya. Das sind Vorträge, die ich nach der Morgenmeditation bei Yoga Vitya bei Meinberg gebe. Wir sind im 160. Fass des 18. Kapitels der Bhagavad Gita. Krishna spricht zunächst Sanskrit, dann Deutsch, dann mein Kommentar. Ich war Sarvabhutanam redeshayajuna tishtati brahmanyam sarvabhutani yantrarudhanimayaya Gott wohnt in den Herzen aller Wesen, O Arjuna, und lässt durch seine täuschende Kraft alle Wesen sich drehen, so als stünden sie auf einer Maschine. Vom höchsten Standpunkt aus macht Gott alles und du machst nichts bzw. deine Wesensnatur ist Gott. Auch in deinem Herzen ist Gott, auch im Herzen von deinen Mitmenschen ist Gott. Letztlich ist alles gottliches Spiel. Gott ist reine, so nenntliches Bewusstsein. Gott manifestiert sich als die Welt. Gott manifestiert sich auch als jedes Individuum. Gott wirkt durch jedes Individuum. Und so kannst du auch sagen, wenn du im Alltag bist und irgendjemand dich komisch zu dir verhält, kannst du, du könntest sich aufregen über ihn oder sehen kann. Wie kann der nur? Warum macht er das? Kann der nicht vernünftiger sein? Warum schafft er sich und anderen Leiden? Auf einer Ebene kannst du so sagen, auf einer anderen Ebene kannst du sagen, Gott wirkt durch ihn und durch sie. Gott wirkt auch durch Verrücktheiten. Gott wirkt auch durch diese eigenartige Verhalten der Menschen. Und dann geht davon aus, wenn jetzt du das erlebst, dann will Gott dir auch damit etwas sagen. Er will dir Aufgaben geben. Und insofern ist das verrückte Verhalten deines Chefs, insofern ist das unverschämte Verhalten von Kunden oder das unverschämte Verhalten von Servicemitarbeitern nicht einfach nur menschliches Versagen, sondern es ist Gott, der zu dir spricht und deine Aufgabe dies als solches zu erkennen. Nimm dir also heute vor, oder falls du den Podcast abends hörst, nimm dir das für morgen vor. In allem das Wirken Gottes zu sehen. Nimm es leicht humorvoll und vielleicht sogar leicht amüsiert zur Kenntnis, wie Gott zu dir spricht. Es ist ja Krishna, der jetzt gerade die Bhagavad Gita spricht. Und Krishna hat immer etwas Schalkhaftes, hat immer etwas Verspieltes. Auch wenn vielleicht gerade die Bhagavad Gita nicht unbedingt der verspielte Teil von Krishna ist. Aber Krishna wird in der Bhagavatam als jemand beschrieben, der alle zum Lachen gebracht hat, die Herzen der Menschen geöffnet hat. Und so ähnlich, schau mal, ob du deinen Alltag auch so deuten kannst. Gott tritt dir entgegen, er ist schalkhaft zu dir und macht viel Lustiges. Nimm das so an und nimm diesen Tag als solches an. Aber Gott ist nicht nur schalkhaft und lustig, sondern er will dich wachsen lassen, er will dich lernen lassen. Und so geht davon auch davon aus, was auch immer kommt. Gottes Aufgabe wartet dort auf dich. Und sie wartet auch auf dich, gerade dann, wenn Menschen sich eigenartig verhalten. Am leichtesten ist es, wenn Menschen sich inspirierend verhalten. Und das passiert auch oft genug. Und manchmal musst du nur deine Aufmerksamkeit darauf richten. Richter auch deine Aufmerksamkeit darauf, dass Menschen auch inspirierend sind. Und sie nicht nur die menschlichen Schwächen, sondern sie das Gottlöscher dahinter.