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Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Homilia do D. José Maria Pereira – XXIV Domingo do Tempo Comum – Ano A

ohne Namen · Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe · 2026-09-08 · Quelle

Barmherzigkeit · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend Umkehr · tragend

Die Annahme der göttlichen Vergebung ist an die aktive, grenzenlose Vergebung des Nächsten gebunden, da Groll und Rache das Herz vergiften und die Gemeinschaft zerstören.

Gott vergibt alle Sünden, die wir begehen können, außer denen, die sich weigern zu vergeben.

Die Homilie thematisiert die zentrale Bedeutung der Vergebung im christlichen Glauben, gestützt auf Texte aus dem Sirachbuch und dem Matthäus-Evangelium. Der Text argumentiert, dass die Logik der Rache und des Grolls destruktiv ist und zu einer Spirale der Gewalt führt. Jesus wird als Vorbild einer grenzenlosen Vergebung dargestellt, die nicht an die Anzahl der Sünden gebunden ist. Es wird betont, dass die Annahme der göttlichen Vergebung an die Bereitschaft geknüpft ist, anderen zu vergeben. Der Text verweist auf psychologische und soziale Aspekte, da ungeklärter Groll das eigene Leben vergiftet und Beziehungen zerstört. Konkrete Alltagsbeispiele wie das Familienleben und der Straßenverkehr illustrieren die Notwendigkeit, Vergebung als Akt der Liebe und des Erbarmens zu praktizieren. Die Botschaft schließt mit dem Aufruf, das Herz durch den Heiligen Geist zu formen, um in Frieden und Brüderlichkeit zu leben.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft; Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott
Wo sitzt das Übel?
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
Was hilft dagegen?
innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung; Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird
Was ist der Mensch nach diesem Text?
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
Wohin geht die Geschichte?
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte (erschlossen)
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
jedem Menschen, ohne Ansehen des Glaubens
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst

Verwandte Texte aus anderen Traditionen

nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Sir 28,1-4 · Sir 28,6-7 · Mt 18,21-35 · 1 Thess 5,15 · Kol 3,12ff · Lk 7,42ff · Lk 23,34 · Röm 14,7-9

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
2 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
0 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 3, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut auf Deutsch
Bedingungen, um Vergebung zu geben und zu empfangen! Dom José Maria Pereira Heute stellt uns das Wort Gottes das große Thema der Vergebung vor. Jeden Tag erscheint die Logik des „Gleiches mit Gleichem vergelten“, die Logik der Rache und des Grolls. Zerstörte Familien, zerbrochene Freundschaften, Völker im Krieg. Es sind Mechanismen der Rache und des Grolls, die für unendliches Leid und Dramen verantwortlich sind; und für eine grenzenlose Spirale der Gewalt und des Hasses. Der Herr sagt im Buch des Sirach (Ecclesiasticus): „Wer Rache nimmt, wird die Rache des Herrn finden, der strenge Rechenschaft über seine Sünden ablegen wird. Verzeihe dem Unrecht, das dein Nächster begangen hat: so werden dir, wenn du betest, deine Sünden vergeben. Wenn jemand Groll gegen den anderen hegt, wie kann er dann von Gott Heilung erbitten? Wenn er kein Erbarmen mit seinem Mitmenschen hat, wie kann er dann Vergebung für seine Sünden erbitten?“ (Sir 28, 1-4). Dieser Abschnitt des Wortes Gottes bekräftigt, dass Groll und Zorn verabscheuenswürdige Dinge sind, dass es schlechte Gefühle sind, Gifte der Seele. Die Weisheit besteht darin, sich nicht vom Groll und von Rachegedanken beherrschen zu lassen, in der Fähigkeit, Beleidigungen zu vergeben und Erbarmen zu haben. Wer den Bruder nicht vergibt, wird die Vergebung Gottes nicht einfordern können. Der Gedanke an den Tod lässt uns anders denken: „Denke an dein Ende und höre auf zu hassen; denke an die Zerstörung und an den Tod und beharre in den Geboten“ (Sir 28, 6-7). Das Glück des Menschen besteht nicht darin, Gefühle des Hasses und des Grolls zu pflegen, sondern vielmehr darin, Gefühle der Vergebung und des Erbarmens zu pflegen. Im Evangelium (Mt 18, 21-35) fragt Petrus Jesus nach den Grenzen der Vergebung: „Herr, wie oft muss ich vergeben, wenn mein Bruder gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?“ Jesus antwortete: „Ich sage dir nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal sieben“. Das heißt: IMMER, eine grenzenlose Vergebung, einschließlich gegenüber den Feinden, die die Juden nicht einbezogen. Die Vergebung darf nicht in der Menge, sondern in der Qualität des Herzens bestehen. Jesus erzählt die Gleichnis von einem Diener, der eine immense Summe schuldete und aus Erbarmen vergeben wurde. Anschließend weigert er sich, ohne Erbarmen, einem Kollegen zu vergeben, der ihm eine lächerliche Summe schuldete: „Zahle, was du mir schuldest“. Der König, empört, bestraft ihn schwer… Und Jesus schließt mit den Worten: „So wird mein Vater, der im Himmel ist, mit euch verfahren, wenn jeder von euch seinem Bruder nicht von Herzen vergibt“. Das Gleichnis ist ein Gewissenstest für uns; es lädt uns ein, unsere Haltungen gegenüber den irrenden Brüdern zu analysieren. Jesus lehrt uns, dass das Böse, die Ressentiments, der Groll, der Wunsch nach Rache durch eine unbegrenzte Liebe besiegt werden müssen, die sich in der unermüdlichen Vergebung fremder Beleidigungen manifestieren muss. Um von Herzen zu vergeben, mit absolutem Vergessen der erlittenen Beleidigung, ist manchmal ein großer Glaube erforderlich, der durch die Liebe genährt wird. Vergeben, also, weil Gott uns vergab und damit Gott uns vergibt! Aber das ist nicht die einzige Motivation. Jesus selbst gab eine andere, intimere und unegoistischere Motivation: das Erbarmen, ein Gefühl, das aus Verständnis, aus Identifikation mit dem Bruder, aus Solidarität und aus Demut besteht. Das göttliche Erbarmen ist unbegrenzt, unerschöpflich, unfassbar. Es hängt weder von der Anzahl noch von der Schwere der begangenen Sünden ab, da es alle möglichen und denkbaren Sünden übersteigt. Aber man muss anerkennen: Es ist nicht bedingungslos. Es gibt eine Bedingung, die Jesus offenbarte: „Wenn ihr den anderen nicht vergebt, wird auch euer Vater eure Sünden nicht vergeben“. Und es ist ein Gebot: „Seid barmherzig, wie euer Vater barmherzig ist“. Mit anderen Worten: Die Vergebung, die wir von Gott empfangen, ist an die Vergebung gebunden, die wir den anderen geben. Es handelt sich um eine so strenge, so unverzichtbare Bedingung, dass Jesus sie ausdrücklich in das Vaterunser aufnahm. Er wollte, dass wir sie jedes Mal wiederholen, wenn wir beten, damit niemand sie vergisst, damit niemand Unwissenheit als Entschuldigung anführt. Gott vergibt alle Sünden, die wir begehen können, außer denen, die sich weigern zu vergeben. Die Verweigerung, zu vergeben, wirkt schädlich, nicht nur auf den Verletzer, der sich dieses Geschenks beraubt sieht, sondern vor allem auf den Verletzten. Solange ich nicht verzeihe, bleibt die Beleidigung dort, sie hört nicht auf, und ich bleibe ihr Opfer. Es entsteht eine schreckliche Abhängigkeit: In dem Maße, in dem die Gefühle des Grolls und der Rache aufrechterhalten werden, lebe ich für sie, um zu hassen; sie werden zu meinen Herren. Paulus, dem Meister folgend, ermahnte die Christen in Thessaloniki: „Seht zu, dass niemand dem Bösen mit Bösem vergilt, sondern strebt immer nach dem Guten unter euch und gegenüber allen“ (1 Thess 5,15). Auch Paulus wandte diese evangelische Botschaft der Vergebung auf die konkreten Situationen seines Lebens an, insbesondere auf das häusliche Leben: „Zieht an – schrieb er – Gefühle der Mitleids, der Güte, der Demut, der Sanftmut, der Geduld; ertragt einander und, wenn einer einen Grund zur Klage gegen den anderen hat, vergebt einander“ (Kol 3,12ff). Es muss sehr auf die Bedeutung der Vergebung im Leben einer Familie bestanden werden. Es ist unerlässlich, die verbrauchte Luft aus den eigenen Lungen zu vertreiben, um den Organismus gesund zu halten, ebenso wie neue, sauerstoffreiche Luft einzuatmen. Sich zu vergeben ist unerlässlich, um eine Ehe lebendig und gesund zu halten, ebenso wichtig wie sich zu lieben. Die Vergebung, wenn sie aufrichtig ist, erneuert und wird selbst zum Faktor des Wachstums der eigenen Liebe. Und Jesus hat dies im Haus des Simon bemerkt: „Welcher von ihnen wird ihn mehr lieben?“ Simon antwortete: „Derjenige, dem er mehr vergeben hat.“ Jesus sagte zu ihm: „Du hast richtig geurteilt“ (Lk 7,42ff). Und er schloss mit einem Satz, der einem Traktat der Psychologie gleichkommt: „Dem, dem wenig vergeben wird, der liebt wenig.“ Zu vergeben ist daher wirklich eine Geste voller Adel, würdig des Menschen und unerlässlich, um zusammen und in Frieden zu leben. Wir würden unseren Weg als Jünger Christi schlecht leben, wenn bei der geringsten Reibung – im Haus, im Büro, im Straßenverkehr … – unsere Liebe erkalten und wir uns beleidigt und verachtet fühlen würden. Manchmal – in schwereren Angelegenheiten, in denen die Entschuldigung schwieriger wird – werden wir das Gebet Jesu zu unserem machen: „Vater, vergib ihnen! Denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lk 23,34). In anderen Fällen wird es genügen, ein Lächeln zu schenken, die Begrüßung zu erwidern, eine liebenswürdige Geste zu haben, um die verlorengegangene Freundschaft oder den Frieden wiederherzustellen. Die alltäglichen Kleinigkeiten dürfen kein Grund sein, unsere Freude zu verlieren, die in unserem Leben tief und gewohnheitsmäßig sein muss. Der Herr, nachdem er Petrus über die unbegrenzte Fähigkeit zu vergeben geantwortet hatte, die wir haben sollten, erzählte die Parabel von den beiden Schuldnehmern, um uns das Fundament dieser Ausprägung der Liebe zu zeigen. Wir müssen immer und alles vergeben, weil es sehr viel – ohne Maß – ist, was Gott uns vergeben hat und vergibt. Und angesichts dieses Beweises der Barmherzigkeit des Herrn ist alles, was wir anderen vergeben müssen, einfach unbedeutend. Lehrte Josemaría Escrivá: „Bemühe dich, wenn nötig, immer denen zu vergeben, die dich beleidigen, vom ersten Augenblick an, denn, so groß auch der Schaden oder die Beleidigung sein mag, die sie dir zufügen, hat Gott dir mehr vergeben“ (Weg, Nr. 452). Die Vergebung ist der größte Ausdruck der Liebe. Es ist, den Nächsten so anzunehmen und wohlzuwollen, wie er ist; es ist, wie Gott zu handeln; es ist, nach dem Vorbild Christi zu handeln. Indem wir vergeben, leben wir für den Herrn und für den Herrn sterben wir (Röm 14,7-9). Ohne Vergebung gibt es kein brüderliches Leben, kein eheliches Leben, kein familiäres Leben oder kein gemeinschaftliches Leben. „Mut, Bruder! Gott befiehlt dir: Vergib, vergib die Sünden; sei barmherzig gegenüber dem Vergehen, vergib die Beleidigungen, die du erfahren hast, verliere nicht jetzt die göttlichen Kräfte, die du hast; alles, was du in einem anderen nicht vergibst, verweigerst du dir selbst“ (Heiliger Petrus Chrysologus). Gott vergib uns, in dem Maße, in dem wir vergeben… Die Liebe ist das Kennzeichen des Christen. Wer sich weigert, dem Bruder zu vergeben, wie kann er dann den Mut haben, um Gottes Vergebung zu bitten? Wenn unser Herz von der Logik der Rache oder des Grolls beherrscht wird, kann Gottes Vergebung dort einen Platz finden? Ein hartes Herz, das unfähig ist, die Fehler der anderen zu verstehen, wird es bereit sein, die Liebe Gottes aufzunehmen? Das Kriterium hat sich geändert. Es ist nicht mehr: Was dir der andere angetan hat, tue es ihm; sondern: Was Gott dir getan hat, tue es dem anderen. Das Fehlen der Vergebung führt zu vielen anderen Leiden, Krankheiten, sie bewirkt ein saures und stressiges Leben. Nur die Vergebung lindert und stellt die Freude wieder her… Es ist die sogenannte „Therapie der Vergebung“. Lasst uns bitten, dass der Heilige Geist unser Herz mit der Zärtlichkeit, der Vergebung und der Liebe des Herzens dessen durchdringt und formt, der uns bittet, so zu vergeben, wie er uns vergibt. Dom José Maria Pereira Der Beitrag „Homilie von Dom José Maria Pereira – 24. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A“ erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
Condições para dar e receber o Perdão! Dom José Maria Pereira Hoje, a Palavra de Deus propõe-nos o grande tema do perdão. Todos os dias aparece a lógica do “responder na mesma moeda”, a lógica da vingança e do ressentimento. Famílias destruídas, laços de amizade desfeitos, povos em guerras. São mecanismos de vingança e rancor, responsáveis por sofrimentos e dramas, sem fim; e por uma espiral de violência e de ódio, sem limites. Diz o Senhor no livro do Sirácida (Eclesiástico): “Quem se vingar encontrará a vingança do Senhor, que pedirá severas contas dos seus pecados. Perdoa a injustiça cometida por teu próximo: assim, quando orares, teus pecados serão perdoados. Se alguém guarda raiva contra o outro, como poderá pedir a Deus a cura? Se não tem compaixão do seu semelhante, como poderá pedir perdão dos seus pecados?” (Eclo 28, 1-4). Esse trecho da palavra de Deus afirma que o rancor e a ira são coisas detestáveis, que são sentimentos maus, venenos da alma. A sabedoria está em não se deixar dominar pelo rancor e pelos sentimentos de vingança, em ser capaz de perdoar as ofensas e de ter compaixão. Quem não perdoa o irmão, não poderá exigir o perdão de Deus. O pensamento da morte faz –nos pensar diferente: ”Lembra-te do teu fim e deixa de odiar; pensa na destruição e na morte e persevera nos mandamentos” (Eclo 28, 6-7). A felicidade do homem não está em cultivar sentimentos de ódio e de rancor, mas, sim, em cultivar sentimentos de perdão e de misericórdia. No Evangelho (Mt 18, 21-35), Pedro consulta Jesus sobre os limites do perdão: “Senhor, quantas vezes devo perdoar, se meu irmão pecar contra mim? Até sete vezes?” Jesus respondeu: Não te digo até sete vezes, mas até setenta vezes sete “. Isto é, SEMPRE, um perdão sem limites, inclusive, aos inimigos que os judeus não incluíam. O perdão não deve ficar na quantidade, mas na qualidade, de coração. Jesus conta a parábola de um empregado que devia uma fortuna imensa e, por compaixão, foi perdoado. Em seguida, ele, sem compaixão, recusa-se a perdoar um companheiro que lhe devia uma quantia irrisória : “Paga o que me deves”. O Rei, indignado, castiga-o severamente… E Jesus conclui, dizendo: ” É assim que o meu Pai que está nos céus fará convosco, se cada um não perdoar de coração ao seu irmão”. A parábola é um exame de consciência para nós; convida-nos a analisar as nossas atitudes para com os irmãos que erram. Jesus ensina-nos que o mal, os ressentimentos, o rancor, o desejo de vingança devem ser vencidos por uma caridade ilimitada que se há de manifestar no perdão incansável das ofensas alheias. Para perdoar de coração, com absoluto esquecimento da injúria recebida, é necessária, por vezes, uma grande fé, alimentada pela caridade. Perdoar, portanto, porque Deus nos perdoou e para que Deus nos perdoe! Mas essa não é a única motivação. O próprio Jesus deu outra motivação mais íntima e desinteressada: a misericórdia, um sentimento feito de compreensão, de identificação com o irmão, de solidariedade e de humildade. A misericórdia divina é ilimitada, inesgotável, insondável. Não depende nem do número nem da gravidade dos pecados cometidos, já que supera todos os pecados possíveis e imagináveis. Mas há que reconhecer: não é incondicional. Há uma condição que Jesus revelou: “se não perdoardes aos outros, tampouco vosso Pai perdoará vossos pecados”. E é mandamento: “Sede misericordiosos como vosso Pai é misericordioso”. Em outras palavras, o perdão que recebemos de Deus está condicionado pelo perdão que nós damos aos outros. Trata-se de uma condição tão rigorosa, tão indispensável, que Jesus a colocou expressamente no Pai Nosso. Quis que repetíssemos, cada vez que rezamos, para que ninguém esqueça, para ninguém alegar ignorância. Deus perdoa todos os pecados que possamos cometer, menos a quem se negar a perdoar. A negativa, em perdoar, produz efeitos perniciosos, não só no ofensor, que se vê privado desse dom, mas, principalmente, do ofendido. Enquanto não perdoo, a ofensa segue ali, não cessa, e continuo sendo sua vítima. Acaba criando uma atroz dependência: na medida em que são mantidos os sentimentos de rancor e de vingança, vivo para eles, para odiar; tornam-se meus donos. São Paulo, seguindo o Mestre, exortava os Cristãos de Tessalônica: “Tomai cuidado para que ninguém retribua o mal com o mal, mas persegui sempre o bem entre vós e para com todos” (1Ts 5,15). Ainda São Paulo, aplicou esta mensagem evangélica do perdão às situações concretas de sua vida, especialmente da vida doméstica: “Vesti-vos – escrevia – com sentimentos de compaixão, com bondade, humildade, mansidão, paciência; suportai-vos uns aos outros e, se um tiver motivo de queixa contra o outro, perdoai –vos mutuamente” (Col 3,12ss). É preciso insistir muito sobre a importância do perdão na vida de uma família. É indispensável expelir, dos próprios pulmões, o ar oxidado para manter o organismo sadio, assim como inspirar novo ar oxigenado. Perdoar-se é indispensável para manter vivo e sadio um matrimônio, tão importante como amar-se. O perdão, quando é sincero, renova, torna-se ele mesmo fator de crescimento do próprio amor e O fez notar o próprio Jesus, na casa de Simão: Qual deles o amará mais? “ Simão respondeu: Aquele ao qual perdoou mais”. Jesus lhe disse: Julgaste corretamente” (Lc 7,42ss). E concluiu com uma frase que vale um tratado de psicologia: Aquele a quem se perdoa pouco, ama pouco. Perdoar é, portanto, de verdade, um gesto cheio de nobreza, digno do homem e indispensável para viver juntos e em paz. Viveríamos mal o nosso caminho de discípulos de Cristo se, ao menor atrito – no lar, no escritório, no trânsito… – , a nossa caridade esfriasse-se e nos sentíssemos ofendidos e desprezados. Às vezes – em matérias mais graves, em que a desculpa se torna mais difícil – faremos nossa a oração de Jesus: Pai, perdoa-lhes! Eles não sabem o que fazem!” (Lc 23,34). Em outros casos, bastará um sorriso, retribuir o cumprimento, ter um pormenor amável para restabelecer a amizade ou a paz perdida. As ninharias diárias não podem ser motivo para perdermos a alegria, que deve ser profunda e habitual na nossa vida. O Senhor, depois de responder a Pedro sobre a capacidade ilimitada de perdão que devemos ter, expôs a parábola dos dois devedores para nos mostrar o fundamento desta manifestação da caridade. Devemos perdoar sempre e tudo porque é muito – sem medida – o que Deus nos perdoou e nos perdoa. E diante dessa prova da misericórdia do Senhor, tudo o que devemos perdoar aos outros é simplesmente insignificante. Ensina São Josemaria Escrivá: “Esforça- te, se é preciso, por perdoar sempre aos que te ofenderem, desde o primeiro instante, já que, por maior que seja o prejuízo ou a ofensa que te façam, mais te tem perdoado Deus a ti” (Caminho, nº 452). O perdão é a expressão maior do amor. É aceitar e querer bem ao próximo assim como ele é; é agir como Deus; é agir a exemplo de Cristo. Perdoando, é para o Senhor que vivemos e para o Senhor que morremos (Rm 14, 7-9). Sem perdão, não existe vida fraterna, vida conjugal, vida familiar ou vida comunitária. “Coragem, irmão! Deus te ordena: perdoa, perdoa os pecados; sê misericordioso frente ao delito, perdoa as ofensas de que fostes objeto, não percas agora os poderes divinos que tens; tudo o que tu não perdoares em outro, negas a ti mesmo” (São Pedro Crisólogo). Deus perdoa-nos, na mesma medida com que nós perdoamos… O amor é o distintivo do cristão. Quem se recusa a perdoar ao irmão, como poderá ter a coragem de pedir o perdão de Deus? Se o nosso coração estiver dominado pela lógica da vingança ou da mágoa, o perdão de Deus poderá encontrar aí lugar? Um coração duro, incapaz de compreender as falhas dos outros, estará disponível para acolher o amor de Deus? O critério mudou. Já não é: o que o outro te fez, faça a ele; mas: o que Deus te fez, faça ao outro. A falta de perdão leva a muitos outros sofrimentos, doenças, provoca uma vida azeda e estressante. Só o perdão alivia e restitui a alegria… É a chamada “terapia do perdão”. Peçamos que o Espírito Santo impregne e modele o nosso coração com a ternura, o perdão e o amor do Coração d’Aquele que nos pede perdoar como Ele nos perdoa. Dom José Maria Pereira O post Homilia do D. José Maria Pereira – XXIV Domingo do Tempo Comum – Ano A apareceu primeiro em Presbíteros .