Zürcher Wallfahrt nach Einsiedeln
Die Einheit der Kirche besteht nicht in der Gleichförmigkeit, sondern in der geschwisterlichen Freude an der Vielfalt der Frömmigkeitsformen, die durch die gemeinsame Anwesenheit Christi zusammengehalten wird.
In Jesus treffen wir uns alle. In Jesus und mit ihm können wir Freude haben an alten und bewährten Traditionen und auch an neuen Ideen, an all dem, was der Heilige Geist in einer lebendigen Kirche hervorruft.
Der Text ist eine Predigt von Bischof Joseph Maria Bonnemain anlässlich einer Wallfahrt nach Einsiedeln. Er bezieht sich auf das Evangelium, in dem Jünger des Johannes des Täufers mit den Jüngern Jesu konkurrieren, und wendet dies auf die innerkirchliche Situation an. Der Bischof warnt vor Rivalitäten, Neid und Vorurteilen zwischen verschiedenen Frömmigkeitsformen und Traditionen innerhalb der Kirche. Er betont, dass die gemeinsame Anwesenheit Jesu und die Freude am Herrn die Grundlage für Einheit und Geschwisterlichkeit bilden sollen. Statt Schuldige für Schwierigkeiten zu suchen, ruft er dazu auf, das Positive bei anderen anzuerkennen und sich gegenseitig zu bereichern. Die Metaphern der neuen und alten Schläuche sowie der guten und neuen Kleider dienen der Illustration, dass Vielfalt in der Einheit des Glaubens wertvoll ist. Maria wird als gemeinsame Mutter dargestellt, die alle Gläubigen als kostbare Kinder sieht und sich für deren Freude einsetzt.
Weltbild
was das heißt- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
- Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
- Wo sitzt das Übel?
- in der eigenen Gemeinde, Familie, Religion
- Was hilft dagegen?
- Zusammenhalt, gegenseitige Hilfe, Zugehörigkeit; persönliche Erfahrung, Zeugnis, Begegnung mit Gott oder Menschen
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
- vor allem Teil einer Gemeinschaft oder Schöpfung
- Wohin geht die Geschichte?
- eine Wende, ein Kommen, eine neue Ordnung steht bevor
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
- auf den Stifter oder Propheten der Tradition; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
- den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
- auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
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Wozu der Text aufruft
- Rivalitäten und Vorurteile ablegen (zwischenmenschlich)
- Das Positive bei anderen anerkennen und loben (zwischenmenschlich)
- Einheit und Geschwisterlichkeit pflegen (gesellschaftlich)
Genannte Stellen
Neh 8,10
Gemessen
- Grundhaltung
- 2 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 0 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 3, künftig 2