Katholisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen
Homilia do D. Anselmo Chagas de Paiva, OSB – XXIV Domingo do Tempo Comum – Ano A
ohne Namen ·
Presbíteros – Sonntagshomilien brasilianischer Bischoefe ·
2026-09-08
· Quelle
Barmherzigkeit · Hauptbotschaft
Umkehr · tragend
Gemeinschaft
Wer die unendliche Vergebung Gottes erfahren hat, ist verpflichtet, seinem Nächsten ohne Grenze zu vergeben; wer das nicht tut, wird selbst der strengen Gerechtigkeit Gottes überantwortet.
Das ist es, was den christlichen Glauben von jeder anderen Religion unterscheidet: immer offen zu sein für die Vergebung.
Die Homilie interpretiert die Parable von den beiden Schuldigern (Mt 18,21-35) und die Lesung aus Sirach 27,33-28,9 als gemeinsamen Aufruf zur grenzenlosen Vergebung. Der Text erklärt, dass Jesus mit 'siebzigmal sieben' keine Grenze der Vergebung kennt, und liest die Parabel in drei Teilen: Gott vergibt die unendliche Schuld des Menschen, dieser soll aber auch dem Nächsten die kleine Schuld vergeben. Wer nicht vergibt, wird nach dem Gleichnis mit strenger Gerechtigkeit behandelt. Die Predigt bezieht die Botschaft auf die Praxis der Beichte und auf das Vaterunser. Sie mahnt, dass Menschen oft Barmherzigkeit für sich selbst verlangen, aber Gerechtigkeit für andere einfordern. Als christliches Unterscheidungsmerkmal wird die ständige Offenheit für Vergebung genannt, bis hin zur Kreuzesbitte Jesu. Der Text schließt mit der Aufforderung, Werkzeuge der Barmherzigkeit zu sein.
- Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
-
Sünde, persönliches Versagen, Schuld vor Gott; Feindschaft, Hass, Zerfall der Gemeinschaft
- Wo sitzt das Übel?
-
im Herzen, im Willen, in der Seele des Einzelnen
- Was hilft dagegen?
-
Zuwendung Gottes, Erlösung, die nicht verdient wird; innere Wandlung, Reue, Sinnesänderung
- Was ist der Mensch nach diesem Text?
-
gefallen, aus eigener Kraft nicht heil zu machen
- Wohin geht die Geschichte?
-
die Botschaft steht außerhalb der Geschichte
- Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
-
auf die heilige Schrift der eigenen Tradition; auf den Stifter oder Propheten der Tradition
- Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
-
den eigenen Glaubensgeschwistern
- Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
-
auf die eigene Gemeinschaft und sich selbst
Verwandte Texte aus anderen Traditionen
nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition
Homily on The Wicked Servant and the Image of Christ Not-Made-With-Hands
Orthodox · 2026-08-16 · 86 %
Die Predigt lehrt, dass wahre Buße und göttliche Vergebung zwingend die aktive Vergebung des Nächsten erfordern, um das göttliche Bild im Menschen wiederherzustellen.
Forgiveness without limit and forgiving others
Evangelisch · 2026-09-13 · 84 %
Eine Predigt über Matthäus 18, die grenzenlose Vergebung als Antwort auf Gottes unverdiente Gnade fordert.
Vergebung | Stephan Eschenbacher
Freikirchlich · 2026-08-30 · 80 %
Die Predigt erklärt, warum Christen Vergebung schwerfällt, warnt vor den Folgen ungeklärter Konflikte in der Gemeinde und ruft auf, die erhaltene Gnade als Grundlage für das Loslassen von Schuld zu nutzen.
Wenn wir vergessen, werden wir vergessen!
Sunnitisch · 2025-09-26 · 80 %
Die Predigt warnt vor dem bewussten Vergessen Gottes, der Menschlichkeit und der Leidenden, insbesondere in Gaza und Palästina, und ruft zur Erinnerung und Umkehr auf.
BERESCHIT
Liberal · 2026-10-16 · 76 %
Der Text leitet aus der Eden-Erzählung menschliche Freiheit, moralische Unterscheidungskraft und gesellschaftliche Verantwortung ab.
Wozu der Text aufruft
- dem Bruder von Herzen vergeben (zwischenmenschlich)
- den Dialog neu beginnen (zwischenmenschlich)
- im Beichtstuhl um Vergebung bitten (rituell)
Genannte Stellen
Mt 18,21-35 · Sir 27,33-28,9 · Mt 6,12 · Kol 3,13 · Lk 23,34
Gemessen
- Grundhaltung
- 1 von -2 bis 2
- Eindringlichkeit
- 2 von 3
- Reichweite
- 3 von 5
- Konkretheit
- 2 von 3
- Abgrenzung
- 1 von 3
- Zeitbezug
- früher 1, jetzt 2, künftig 2
Ausgewertet mit qwen3.8-27b, Fassung v3.
Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.
Wortlaut auf Deutsch
Parabel von den beiden Schuldigern
Mt 18,21-35
Liebe Brüder und Schwestern
Die Liturgie des Wortes dieses Sonntags hat ihren Schwerpunkt auf der Vergebung, einer der Forderungen, die Jesus aufstellt, damit wir Zugang zum Himmelreich haben. Die erste Lesung, entnommen aus dem Buch des Sirach (vgl. Sir 27,33-28,9), beginnt damit: „Groll und Zorn sind verabscheuenswürdige Dinge" (V. 33), denn sie erzeugen eine Art Reaktion, die zur Rache führt. Und der Text fährt fort: „Vergib dem Unrecht, das dir dein Nächster zugefügt hat; so werden dir, wenn du betest, deine Sünden vergeben" (Sir 28,2). Dies unterstreicht, dass unsere Beziehungen zu den Brüdern von Gefühlen der Vergebung und der Barmherzigkeit geprägt sein müssen. Auf diese Weise wird der Mensch seine Glückseligkeit im Laufe seines irdischen Lebens aufbauen. Der Hass gegenüber den Menschen ist ein Bruch mit Gott. Der Autor schließt seine Reflexion mit dem Rat ab, an die Gebote zu denken und zu lernen, barmherzig zu sein, indem man so den Herrn nachahmt, der reich an Güte und Barmherzigkeit ist.
Der Evangelientext setzt dieses gleiche Thema fort, ausgehend von einer Frage, die Petrus an Jesus stellte: „Herr, wie oft muss ich vergeben, wenn mein Bruder gegen mich sündigt? Bis zu siebenmal?" (V. 21). Jesus antwortet: „Ich sage dir nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal sieben" (V. 22). Mit dieser Antwort lehrt Jesus, dass es für die Vergebung keine Grenze gibt; nur indem man den anderen vergibt, kann man die Gleichgültigkeit, den Hass und die Rache beseitigen, die eine brutale und zweideutige Gesellschaft erzeugt haben.
Anschließend erzählt Jesus eine Parabel mit drei aufeinanderfolgenden Momenten, die eng miteinander verbunden sind. Im ersten Teil (VV. 23-27) erscheint die Gestalt eines Königs, der beschließt, mit seinen Bediensteten abzurechnen. Wahrscheinlich handelt es sich um empfangene, aber nie abgelieferte Abgaben. Dies erinnert uns daran, dass eines Tages wir alle Gott Rechenschaft ablegen müssen. Die Parabel stellt zunächst einen Bediensteten vor, der zehntausend Talente schuldete. Der Text sagt nicht, wie viel die anderen Bediensteten schulden würden. Es ist ein Zeichen dafür, dass sich jeder Mensch fragen muss: Wie groß muss meine Schuld gegenüber Gott sein? In ihrer Gesamtheit lässt die Parabel verstehen, dass dieser Schuldner jeder von uns sein könnte.
Ein Talent Gold wog etwa 36 Kilogramm. Nun, der Bedienstete hat eine Schuld von zehntausend Talenten, was zeigt, dass er unfähig ist, die Schuld zu begleichen. Der Text lässt verstehen, dass zehntausend Talente eine Summe ist, die kaum jemand bezahlen könnte: „Er hatte womit er bezahlen konnte" (V. 25). Die erste Reaktion des Königs zeigt, wie eine Gesellschaft funktioniert, die auf der Gerechtigkeit der Gesetzesgelehrten und der Pharisäer basiert: „Der Herr befahl, dass er als Sklave verkauft werde, zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern und allem, was er besaß, damit die Schuld bezahlt werde" (V. 25). Der Bedienstete, angesichts der Tatsache, bittet seinen Herrn: „Gib mir Frist, und ich werde dir alles bezahlen!" Die Bitte wird auf den Knien gemacht (V. 26). Dann kommt die unerwartete Reaktion des Königs, und gerade dort entdecken wir hinter ihm das Antlitz Gottes: „Darauf hatte der Herr Mitleid mit ihm, ließ ihn frei und vergab ihm die Schuld" (V. 27). Der übertriebene Wert der Schuld, der im Text unterstrichen wird, soll die unendliche Barmherzigkeit des Herrn hervorheben.
Der zweite Teil der Gleichnis (Vv. 28–31) stellt den Bediensteten, der die Barmherzigkeit seines Herrn erfahren hatte, indem er die Vergebung seiner gesamten Schuld erhielt, einem seiner Gefährten gegenüber, der ihm eine Summe von hundert Denaren schuldete; das heißt, hundert Silbermünzen, etwas mehr als drei Mindestlöhne. Es war eine unbedeutende Summe für einen Beamten des Königs. Die Reaktion des anderen Gefährten wird mit knappen Einzelheiten beschrieben: „Er packte ihn und begann, ihn zu erwürgen, und sagte: ‚Zahle, was du mir schuldest!'" (V. 28). Der Gefährte, der hundert Silbermünzen schuldete, reagiert auf ähnliche Weise wie sein Gegenüber, als erster Schuldner: „Der Gefährte fiel ihm zu Füßen und flehte: ‚Gib mir Zeit, und ich werde dir bezahlen!'" (V. 29). Die Forderung dieses letzten Schuldners ist nicht undenkbar, denn tatsächlich hat er die Möglichkeit zu bezahlen. Die Reaktion des Bediensteten ist von Ungeduld und Aggression geprägt: „Er wollte nichts davon wissen; er ging hinaus und ließ ihn ins Gefängnis werfen, bis er bezahlt hätte, was er schuldete" (V. 30). Die Tatsache, dass er diesen letzten Schuldner ins Gefängnis geworfen hatte, machte es ihm unmöglich, die Schuld zu bezahlen. Und außerdem, indem er nicht verzieh, verhinderte er, dass der andere Freiheit hatte.
Schließlich kehren in drittem Teil (Vv. 31–34) die Figuren der ersten Szene zurück. Und der Herr zeigt sich streng und fordernd: „Böser Bediensteter, ich habe dir deine ganze Schuld vergeben, weil du mich anflehtest. Hattest du nicht auch Mitleid mit deinem Gefährten haben sollen, wie ich Mitleid mit dir hatte?" (Vv. 32–33). Wir können bemerken, dass nur von Vergebung in der Beziehung zwischen Herr und Knecht die Rede ist. Damit kommen wir zu dieser Feststellung: Die erste und vielleicht einzige Vergebung ist die, die Gott uns umsonst gewährt. Der Rest ist einfach Barmherzigkeit und Unentgeltlichkeit in den Beziehungen zwischen verziehenen Menschen. Ohne Barmherzigkeit wird es auch keine Vergebung seitens Gottes geben: „Der Herr wurde zornig und befahl, jenen Bediensteten den Folterern zu übergeben, bis er seine ganze Schuld bezahlt hätte" (V. 34). Da dieser Bedienstete im Gefängnis war, wissen wir, dass diese Schuld nicht bezahlt werden kann. Der Schluss des Gleichnisses zeigt das Ende der Szene: „So wird mein Vater, der im Himmel ist, mit jedem von euch verfahren, wenn jeder von euch nicht von Herzen seinem Bruder vergibt."
Das Gleichnis mahnt uns, den Herrn nachzuahmen, der uns vergibt; ebenso müssen wir auch denen vergeben, die uns Unrecht tun. Genau so, wie wir im Vaterunser beten: „Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir unseren Schuldigern vergeben haben" (Mt 6,12). Die Beleidigungen sind unsere Sünden vor Gott, und denen, die uns beleidigt haben, müssen auch wir vergeben. Jeder von uns könnte jener Knecht des Gleichnisses sein, der eine enorme Schuld zu bezahlen hat, so groß, dass er sie nie würde befriedigen können. Auch wir, wenn wir uns zu Füßen des Priesters im Beichtstuhl niederknien, wiederholen dieselbe Geste jenes Knechts. Wir sagen: „Herr, hab Geduld mit mir!" (V. 26). Gott ist immer geduldig und barmherzig mit uns. Und wir sind immer Sünder und fallen oft in dieselben Sünden zurück. Dennoch ermüdet Gott nicht, uns seine Vergebung anzubieten, wann immer wir sie erbitten. Er hat Erbarmen mit uns und hört niemals auf, uns zu lieben. Wie der Herr des Gleichnisses hat die Vergebung Gottes keine Grenzen.
Das Problem entsteht leider, wenn wir auf einen Bruder treffen, der uns eine kleine Kränkung zugefügt hat. Dieses Gleichnis betont das Drama unserer menschlichen Beziehungen: Wenn wir den anderen schuldig sind, verlangen wir Barmherzigkeit; aber wenn die anderen uns schuldig sind, rufen wir die Gerechtigkeit an. Und wir alle tun das normalerweise. Alle! Doch das sollte nicht die Reaktion des Jüngers Christi sein, und es kann auch nicht dieser Lebensstil der Christen sein. Jesus lehrt uns zu vergeben, und ohne Grenzen: „Ich sage dir nicht bis zu siebenmal, sondern bis zu siebzigmal sieben" (V. 22). Erinnern wir uns immer an die strengen Worte, mit denen das Gleichnis endet: „So wird mein himmlischer Vater mit euch verfahren, wenn jeder von euch nicht seinem Bruder von tiefstem Herzen vergibt" (V. 35).
Paulus sagt uns: „Wie euch der Herr vergeben hat, so tut auch ihr" (Kol 3,13). Jesus hat uns nicht nur befohlen zu vergeben, sondern er selbst hat uns das Beispiel gegeben. Während man ihn am Kreuz schlug, bat er Gott und sprach: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!" (Lk 23,34). Das ist es, was den christlichen Glauben von jeder anderen Religion unterscheidet: immer offen zu sein für die Vergebung.
Vergeben bedeutet, keinen Groll gegen den Bruder zu hegen, der gesündigt hat, und nicht zuzulassen, dass die Fehler die Möglichkeiten der Begegnung, der Gemeinschaft, des Dialogs und der Teilhabe zerstören; es bedeutet, immer bereit zu sein, dem anderen entgegenzugehen, die Hand zu reichen, den Dialog neu zu beginnen, eine andere Gelegenheit zu geben, das Herz offen zu halten für das Verständnis, für die Barmherzigkeit, für die Aufnahme, für die Liebe. Nur die Vergebung kann uns vor dem Untergang retten; und diese Vergebung muss fortwährend und vollständig sein. Bitten wir den Herrn, dass er uns diese Gnade schenke, denen zu vergeben, die uns beleidigen, und auch wir selbst Werkzeuge der Barmherzigkeit für alle zu sein. So sei es.
D. Anselmo Chagas de Paiva, OSB
Kloster São Bento/RJ
Der Beitrag Homilie von D. Anselmo Chagas de Paiva, OSB – 24. Sonntag im Jahreskreis – Jahr A erschien zuerst auf Presbíteros.
Wortlaut im Original
Parábola dos dois devedores
Mt 18,21-35
Caros irmãos e irmãs
A Liturgia da Palavra deste domingo tem o seu foco no perdão, uma das exigências apresentadas por Jesus para termos acesso ao Reino dos céus. A primeira leitura, retirada do livro do Eclesiástico (cf. Eclo 27,33-28,9), começa dizendo: “O rancor e a raiva são coisas detestáveis” (v. 33), pois geram um tipo de reação que conduz à vingança. E o texto continua: “Perdoa a injustiça cometida por teu próximo; assim, quando orares, teus pecados serão perdoados” (Eclo 28,2). Isto ressalta que as nossas relações com os irmãos devem ser marcadas por sentimentos de perdão e de misericórdia. É dessa forma que o homem construirá a sua felicidade no decorrer da sua vida terrena. O ódio para com as pessoas é ruptura com Deus. O autor conclui sua reflexão aconselhando a pensar nos mandamentos e aprender a ser misericordioso, imitando assim o Senhor que é rico na bondade e na misericórdia.
O texto evangélico sequencia este mesmo tema a partir de uma pergunta feita por Pedro a Jesus: “Senhor, quantas vezes devo perdoar, se meu irmão pecar contra mim? Até sete vezes?” (v. 21). Jesus responde: “Não lhe digo que até sete vezes, mas até setenta vezes sete” (v. 22). Com esta resposta, Jesus ensina que não existe limite para o perdão; só perdoando o outro é que se pode eliminar a indiferença, o ódio e a vingança, que geraram uma sociedade brutal e ambígua.
Em seguida Jesus conta uma parábola com três momentos sucessivos bem ligados entre si. Na primeira parte (vv. 23-27) aparece a figura de um rei que resolve acertar as contas com seus empregados. Provavelmente, trata-se de impostos recebidos e nunca entregues. Isso nos faz recordar que um dia todos nós teremos de prestar contas a Deus. A parábola apresenta inicialmente um empregado que devia dez mil talentos. O texto não diz quanto os outros empregados estariam devendo. É sinal de que cada pessoa deverá perguntar-se: Quanto deve ser a minha dívida para com Deus? No seu conjunto, a parábola dá a entender que esse devedor poderia ser cada um de nós.
Um talento de ouro pesava cerca de 36 quilos. Ora, o empregado tem uma dívida de dez mil talentos, o que revela ser ele incapaz de saldar a dívida. O texto deixa entender que dez mil talentos é uma soma que dificilmente alguém conseguiria pagar: “Ele não tinha com que pagar” (v. 25). A primeira reação do rei mostra como funciona uma sociedade baseada na justiça dos doutores da Lei e dos fariseus: “O patrão mandou que fosse vendido como escravo, junto com a mulher e os filhos e tudo o que possuía, para que pagasse a dívida” (v. 25). O empregado, diante do fato, suplica ao seu patrão: “Dá-me um prazo e eu te pagarei tudo!” O pedido é feito de joelhos (v. 26). Vem então a reação inesperada do rei, e é justamente aí que descobrimos por trás dele o rosto de Deus: “Diante disso, o patrão teve compaixão, mandou soltar o empregado e perdoou-lhe a dívida” (v. 27). O valor exagerado da dívida, sublinhado no texto, quer colocar em relevo a misericórdia infinita do Senhor.
A segunda parte da parábola (vv. 28-31) põe o empregado, que experimentou a misericórdia do seu senhor, recebendo o perdão de toda a sua dívida, frente a um dos seus companheiros que lhe devia uma quantia de cem denários; ou seja, cem moedas de prata, pouco mais de três salários mínimos. Era uma quantia insignificante para um funcionário do rei. A reação do outro companheiro é descrita com sucintos pormenores: “Ele o agarrou e começou a sufocá-lo, dizendo: ‘Pague o que me deve’” (v. 28). O companheiro que devia cem moedas de prata reage de uma forma semelhante ao seu gesto, como primeiro devedor: “O companheiro, caindo aos seus pés, suplicava: ‘Dá-me um prazo, e eu te pagarei!’” (v. 29). A pretensão deste último devedor não é inconcebível, pois, de fato, ele tem condições de pagar. A reação do empregado é marcada pela impaciência e agressão: “Ele não quis saber disso; saiu e mandou colocá-lo na prisão, até que pagasse o que devia” (v. 30). O fato de ter colocado este último devedor na prisão o impossibilitou de pagar a dúvida. E além de não perdoar, impediu que o outro tivesse liberdade.
Finalmente, na terceira parte (vv. 31-34) retornam os personagens da primeira cena. E o patrão mostra-se severo e exigente: “Empregado perverso, eu te perdoei toda a tua dívida, porque tu me suplicaste. Não devias tu também ter compaixão do teu companheiro, como eu tive compaixão de ti?’” (vv. 32-33). Podemos notar que só se fala de perdão na relação patrão e servo. Com isso chegamos a esta constatação: o primeiro e talvez único perdão é o que Deus nos concede gratuitamente. O restante é simplesmente misericórdia e gratuidade nas relações entre pessoas perdoadas. Não havendo misericórdia, também não haverá perdão por parte de Deus: “O patrão indignou-se e mandou entregar aquele empregado aos torturadores, até que pagasse toda a sua dívida” (v. 34). Estando este empregado na prisão, sabemos que essa dívida não pode ser paga. A conclusão da parábola mostra o desfecho da cena: “É assim que o meu Pai que está no céu fará com cada um de vós, se cada um não perdoar de coração ao seu irmão”.
A parábola nos exorta a imitar o Senhor que nos perdoa, assim também devemos perdoar a quem nos faz mal. Precisamente, como dizemos na oração do Pai Nosso: “Perdoai-nos as nossas ofensas, assim como nós perdoamos a quem nos tem ofendido” (Mt 6,12). As ofensas são os nossos pecados diante de Deus, e, àqueles que nos ofenderam, também nós devemos perdoar. Cada um de nós poderia ser aquele servo da parábola que tem uma dívida enorme para pagar, tão grande que nunca conseguiria satisfazê-la. Também nós, quando nos ajoelhamos aos pés do sacerdote no confessionário, repetimos o mesmo gesto daquele servo. Dizemos: “Senhor, tem paciência comigo!” (v. 26). Deus é sempre paciente e misericordioso conosco. E nós, somos sempre pecadores e muitas vezes recaímos nos mesmos pecados. Todavia, Deus não se cansa de nos oferecer o seu perdão, sempre que pedimos. Ele tem piedade de nós e não cessa jamais de nos amar. Como o patrão da parábola, o perdão de Deus não tem limites.
O problema surge, infelizmente, quando nos encontramos com um irmão que nos fez um pequeno agravo. Esta parábola acentua o drama das nossas relações humanas: quando estamos em dívida com os outros, pretendemos misericórdia; mas, quando são os outros em dívida conosco, invocamos justiça. E todos nós normalmente fazemos assim. Todos! Contudo, esta não deveria ser a reação do discípulo de Cristo, nem pode ser este o estilo de vida dos cristãos. Jesus nos ensina a perdoar, e sem limites: “Não te digo até sete vezes, mas até setenta vezes sete” (v. 22). Lembremos sempre das palavras severas com que termina a parábola: “Assim procederá convosco meu Pai celeste, se cada um de vós não perdoar ao seu irmão do íntimo do coração” (v. 35).
São Paulo nos diz: “Como o Senhor vos perdoou, fazei assim também vós” (Cl 3,13). Jesus não se limitou a mandar-nos perdoar; mas ele mesmo nos deixou o exemplo. Enquanto o pregavam na cruz, rogou a Deus dizendo: “Pai, perdoai-lhes, porque não sabem o que fazem!” (Lc 23,34). É o que distingue a fé cristã de qualquer outra religião: estar sempre aberto ao perdão.
Perdoar significa não guardar rancor para com o irmão que falhou, nem permitir que as falhas derrubem as possibilidades de encontro, de comunhão, de diálogo, de partilha; significa estar sempre disposto a ir ao encontro do outro, a estender a mão, a recomeçar o diálogo, a dar outra oportunidade, deixar o coração aberto para a compreensão, para a misericórdia, para o acolhimento, para o amor. Somente o perdão pode nos salvar da ruína; e esse perdão precisa ser contínuo e total. Peçamos ao Senhor que nos conceda esta graça, de perdoar aqueles que nos ofendem e sermos também instrumentos de misericórdia para com todos. Assim seja.
D. Anselmo Chagas de Paiva, OSB
Mosteiro de São Bento/RJ
O post Homilia do D. Anselmo Chagas de Paiva, OSB – XXIV Domingo do Tempo Comum – Ano A apareceu primeiro em Presbíteros .