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Evangelisch · Diese Tradition mit einer anderen vergleichen

Renz Trinitatis Goettliche-Mathematik

ohne Namen · Unser Lieben Frauen Bremen – Predigten (Audio) · 2026-05-31 · Bremen · Quelle

Wissen · Hauptbotschaft Gemeinschaft · tragend

Die christliche Trinität ist kein logischer Widerspruch, sondern ein aus der biblischen Erfahrung abgeleitetes System, das sich durch mathematische Analogien als kohärent erklären lässt.

Eins plus eins plus eins ist natürlich nicht eins, sondern drei. Aber wenn du das Plus durch einen Mal ersetzt, eins mal eins mal eins oder anders gesagt, eins hoch drei, dann bleibt es bei eins.

Der Text nutzt das Evangelium nach Johannes (Kapitel 14) als Ausgangspunkt, um die theologische Doktrin der Dreifaltigkeit zu erklären. Er vergleicht die theologische Struktur mit mathematischen Axiomen und der Logik der natürlichen Zahlen, um die scheinbare Widersprüchlichkeit von 'Drei in Eins' zu entkräften. Der Sprecher argumentiert, dass die Trinität kein willkürliches Axiom ist, sondern aus der biblischen Erzählung von Weihnachten (Sohn) und Pfingsten (Geist) induktiv abgeleitet wurde. Er zitiert Goethe, der die Trinität als unlogisch abgelehnt hatte, und kontert dies mit der mathematischen Analogie, dass das Produkt von Einsen Eins bleibt. Der Text betont, dass die Trinität ein Alleinstellungsmerkmal des Christentums sei und lädt die Hörer ein, diese komplexe Idee als logisch ineinandergreifendes System zu betrachten.

Weltbild

was das heißt
Was ist nach diesem Text die Wurzel des Übels?
Unwissenheit, Illusion, falsche Sicht der Wirklichkeit
Was hilft dagegen?
Einsicht, Lernen, Aufklärung, richtige Erkenntnis
Worauf stützt der Text seinen Anspruch?
auf Argument, Logik, Wissenschaft; auf die heilige Schrift der eigenen Tradition
Wem gilt die Zuwendung, die der Text fordert?
den eigenen Glaubensgeschwistern
Wohin richtet sich die Kritik des Textes?
auf andere, die Gesellschaft, andere Gruppen (erschlossen)

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nach Ähnlichkeit der Auswertung, ein Text je Tradition

Wozu der Text aufruft

Genannte Stellen

Joh 14

Gemessen

Grundhaltung
1 von -2 bis 2
Eindringlichkeit
2 von 3
Reichweite
3 von 5
Konkretheit
2 von 3
Abgrenzung
1 von 3
Zeitbezug
früher 2, jetzt 2, künftig 1

Ausgewertet mit qwen/qwen3.8-27b, Fassung v3. Die Maßstäbe sind für alle Traditionen gleich, nachzulesen unter Werte.

Wortlaut anzeigen
Die Lesung für den heutigen Sonntag, Trinitatis, steht im Evangelium nach Johannes, im 14. Kapitel. Jesus sprach zu seinen Jüngern, Wenn ihr mich erkannt habt, dann werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Und ihr kennt ihn schon jetzt, denn ihr habt ihn gesehen. Da sprach sein Jünger Philippus, Herr, zeig uns den Vater, da sprach Jesus. So lange Zeit bin ich schon bei euch, und doch hast du mich noch nicht erkannt. Wer mich sieht, der hat den Vater gesehen. Die Worte, die ich euch sage, die rede ich nicht aus mir selbst, und der Vater, der in mir bleibt, der tut seine Werke. Glaubt mir, ich bin im Vater, und der Vater ist in mir. Und wenn ich gehe, werde ich den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Helfer geben, der dann in Ewigkeit bei euch ist, nämlich den Geist der Wahrheit. Dieser heilige Geist, den der Vater in meinem Namen schicken wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe. Wenn man von Mathematik als einer Wissenschaft spricht, dann ist sie vielleicht die einzige, die eigentlich keine Fragen offen lässt. Okay, der ein oder die andere wird jetzt widersprechen oder gar behaupten, dass in der Mathematik alle Fragen offen bleiben. Und Mathe ist ein Arschloch, habe ich nicht nur mal auf einer Postkarte gelesen, sondern keine Menschen, die das wirklich so empfinden. Aber das Tolle an der Mathematik ist für deren Liebhaber, dass alles irgendwie ineinander greift. Zumindest in den mathematischen Stufen, auf denen man sich so in der Schule bewegt. Das funktioniert allerdings auch nur, weil die Mathematik sich gewissermaßen selbst Aktionen zugrunde gelegt hat. Aktionen sind Grundsätze, die nicht bewiesen werden müssen oder können, sondern die man einfach fest setzt. Ein mathematisches Aktion zum Beispiel ist, auf eine natürliche Zahl folgt genau eine natürliche Zahl. Klingt logisch, ist aber nur so, weil man es so definiert hat. Auf 1 folgt 2, auf 2 folgt 3. Und nicht etwa noch eine andere Zahl. Jede natürliche Zahl N, sagt der Mathematiker, jede natürliche Zahl N hat genau einen Nachfolger N plus 1. Und das heißt, es gibt keine Zahlen nebeneinander, sondern nur nacheinander. Und wenn man sich das in seinem kleinen Kopf so vorstellt, dann kann jedes Kind in der Schule auch ziemlich schnell rechnen. 1 plus 1 gleich 2. 2 plus 1 gleich 3. Und so weiter. Die Mathematik kommt innerhalb ihrer Grenzen ziemlich widerspruchsfrei daher. Und das macht sie so faszinierend. Und wenn du später in der Schule doch mal die Quadratwurzel aus einer negativen Zahl ziehen willst, was bei den reellen Zahlen bekanntermaßen verboten, mathematisch gesprochen nicht definiert ist, wenn du es später dann doch tun willst, dann betrittst du einfach den Raum der komplexen Zahlen. Aber das wird für den ein oder die andere und auch für mich irgendwann wahrscheinlich wirklich etwas zu komplex. Wie gut nun Gott im Kopf rechnen ist. Was er vom euklideischen Parallelen-Aktion hält oder bis in welchen Vektoraum er gedanklich vordringen kann, vermag ich nicht zu sagen. Aber den Christen wird womöglich insbesondere der heutige Mathematiker, einen zumindest fahrlässigen Umgang mit den mathematischen Erkenntnissen vorwerfen. Stichwort. Und damit sind wir beim Thema des heutigen Sonntags Stichwort Dreieinigkeit. Etwas schlauer klingt gesprochen Stichwort Trinität. Und heute heißt der Sonntag dementsprechend Trinitatis. O-W. Weihnachten und Ostern. Und mit ganz viel Glück vielleicht noch Pfingsten. Aber frag mal auf der Straße. Und von mir aus frag auf einer christlichen Straße. Frag mal was Trinität ist. Und wenn du dann selbst mit sowas daherkommst wie, wir haben einen Gott, aber der ist drei. Vater, Sohn und Heiliger Geist. Wir haben diese drei aber eben doch nur einen Gott. Dann musst du nicht unbedingt an einen Mathematiker geraten, der davon noch nie gehört hat, um Kopfschütteln zu ernten. Es könnte sein, dann gegenüber wird Verlegen schmunzeln von wegen 1 plus 1 plus 1 gleich 1. Hä? Klingt nicht komplex, sondern verboten. Oder? Trinität. Voll unlogisch. Und schon der alte Goethe, der ja so ziemlich alles wusste und alles konnte, soll sich dementsprechend mit folgenden Orten recht kritisch geäußert haben. Ich glaubte an Gott und die Natur und an den Sieg des Edelens über das Schlechte. Aber das war den Frommenseelen nicht genug. Ich sollte auch glauben, dass 3 1 sei und 1 3. Das aber widerstrebte dem Wahrheitsgefühl meiner Seele. Auch sah ich nicht ein, dass damit auch nur im mindestens mir wäre geholfen gewesen. Der gute Goethe. Da er jetzt im Himmel ist, wird er nun auch diesbezüglich noch um einiges schlauer sein. Aber wenn wir uns hier immer gleich mit dem Himmel rausreden, ist das natürlich nicht sehr redlich. Und in der Tat. Hier auf der Erde ist es einigermaßen schwer, einen Gott zu denken, über den die Kirche spätestens seit 381. So was behauptet wie Gott hat ein Wesen, aber mit Vater, Sohn und Heiligem Geist drei Wirkweisen. So zumindest der Enkonstantinopel heute Istanbul auf dem zweiten ökumenischen Konzil festgehaltene Gedanke. Und warum nicht auch mal ein christliches Aktion einführen, wenn die Mathematik das auch darf? Legen wir doch einfach fest, Gott ist drei. Aber liebe Leute, die Trinität ist gar kein festgelegtes, einfach so festgelegtes Aktion, sondern mathematisch philosophisch gesprochen ein christlich induktiv gewonnener Gedanke. Und bis 381 waren die meisten Christen wahrscheinlich gar keine richtigen Anhänger der Trinität. Und vermutlich wird der ein oder die andere hier gleich feststellen, dass sie oder er es auch nicht ist. Und du kannst gerne christin oder christ bleiben, wenn der Gedanke dir nicht einleuchtet. Schließlich kann jeder glauben, was er will. Oder besser, jeder kann nur das glauben, was er glauben kann. Und so soll es auch bleiben. Was aber soll nun der Gedanke? Wie kam man drauf? Ich würde sagen, der Gedanke ist nicht einfach so plötzlich vom Himmel gefallen, sondern in Wirklichkeit schwingt dieses Dreifache von Gott schon immer in der Bibel irgendwie mit, zwischen den Zeilen, in den Geschichten, in den Gedanken, die dann auch ins neue Testament eingegangen sind. Und irgendwann hat man es einfach ausgesprochen und versucht, in konkrete Worte zu gießen. Denken wir es mal so. Wenn es stimmt, dass da ein Weihnachten ein Kind zur Welt kommt, ein Kind, von dem die Menschen später sagen, in diesem Menschen haben wir Gott erkannt. Das, was wir eigentlich von Gott erwartet haben, das wird in diesem Kind greifbar. In diesem Menschen hat Gott einen Teil von sich selbst offenbart. In diesem Menschen haben wir erkannt, wer und wie dieser Gott im Himmel ist. In Jesus Christus war oder ist Gott selbst gegenwärtig. Wenn das so ist, dann ist das Ganze, schon mal sagen wir doch mal, zweiteilig. Gott der Schöpfer, der Urgrund allen Seins, nennen wir ihn von mir aus Vater im Himmel. Der gibt an Weihnachten vielleicht plötzlich und unerwartet, aber der gibt an Weihnachten einen Teil von sich auf der Erde preis. Das ist Jesus von Nazareth, später auch der Christus. Nennen wir ihn von mir aus mal den Sohn. Vater und Sohn gehören zusammen, so als wären sie eins. Das soll es ja manchmal geben. Und wenn die Menschen damals in Jesus Gottes Wesen erkannt haben, dann müsste man folgern. In diesem Jesus ist wirklich etwas Göttliches. Und wenn du jetzt sagst, nee, Jesus war nur ein besonderer Mensch, der hatte nichts Göttliches, dann ist die Trinität für dich wahrscheinlich nicht das Richtige. Aber bleiben wir mal bei der Annahme. Jesus hatte göttliche Anteile. Und wenn es dann noch richtig ist, dass Gott nicht nur als Vater im Himmel wehst, sondern auch jetzt noch hier auf der Erde in dieser Welt weiter wirkt. Unsichtbar auf geheimnisvolle, lebenserhaltende Weise. Obwohl hier gar kein Jesus mehr zu sehen ist. Wenn es stimmt, dass weiterhin Glaube geweckt wird, dass Menschen sogar noch zum Gottesdienst kommen, dass Menschen plötzlich unverhofft hoffen, sich in einem besonderen Moment zu Gott gehörig oder von ihm begeistert fühlen. Das passende Fest wäre Pfingsten. Wenn das so ist, dann wirkt Gott auch noch auf diese Weise. Mit unsichtbarer göttlicher Kraft hier in unserer Welt. Wir nennen sie manchmal Heiliger Geist. Und dann ist das Ganze ziemlich dreifachgöttlich und so kommt der Gedanke zustande. Nicht drei eigene Götter nebeneinander, sondern drei Seins oder Wirkweisen eines Gottes. Vater, Sohn und Heiliger Geist, die es insgesamt aber nur im Paket gibt und überhaupt. Warum sollte man nur eins nehmen, wenn man auch drei in eins haben kann? Das Konzil von Konstantinopel im Jahr 381 hat dementsprechend formuliert. Für Gott gilt ein Wesen, drei eigene Seins oder Wirkweisen. Und im alten Goethe möchte ich zurufen. Eins plus eins plus eins ist natürlich nicht eins, sondern drei. Aber wenn du das Plus durch einen Mal ersetzt, eins mal eins mal eins oder anders gesagt, eins hoch drei, dann bleibt es bei eins. Und ergreift dann alles fast so logisch ineinander wie in der Mathematik. Rechnest ruhig noch einmal durch. Klingt trotzdem kompliziert. Ja sicher. Aber was ist in dieser Welt schon Baby einfach? Und vielleicht bin ich auch ein bisschen einfältig, wenn ich hier heute die Dreifalt so anpreise. Und vielleicht rechnet Gott auch noch ganz anders. Aber cool ist die Trinität irgendwie schon, oder? Und ein echtes Alleinstellungsmerkmal des Christentums. Drei in eins. Das hat ansonsten niemand.